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Merck gibt Auslizenzierungsvereinbarung für Phase-II-einsatzbereiten Anti-ADAMTS5-Nanobody zur Behandlung von Osteoarthrose bekannt - Novartis Dienstag, 06. Oktober 2020 - 14:30

Merck gibt Auslizenzierungsvereinbarung für Phase-II-einsatzbereiten Anti-ADAMTS5-Nanobody zur Behandlung von Osteoarthrose bekannt

Merck hat heute den Abschluss einer Auslizenzierungsvereinbarung mit Novartis bekannt gegeben. Gegenstand ist die Entwicklung von M6495, einem Anti-ADAMTS5-Nanobody® zur Behandlung von Osteoarthrose (OA).

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06 OKT 2020 | DARMSTADT, DEUTSCHLAND
  • Vielversprechendes klinisches Entwicklungsprogramm wird an Novartis auslizenziert
  • Anti-ADAMTS5-Nanobody® mit neuartigem Wirkmechanismus einsatzbereit für Phase II; könnte vor Knorpelschäden schützen und Gelenkschmerzen lindern
  • Merck erhält Einstandszahlung in Höhe von 50 Mio. € sowie potenziell weitere 400 Mio. € beim Erreichen bestimmter kommerzieller und Entwicklungsmeilensteine

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute den Abschluss einer Auslizenzierungsvereinbarung mit Novartis bekannt gegeben. Gegenstand ist die Entwicklung von M6495, einem Anti-ADAMTS5-Nanobody® zur Behandlung von Osteoarthrose (OA).

Mit dem für die klinische Phase II einsatzbereiten Wirkstoffkandidaten könnte zukünftig ein krankheitsmodifizierendes Arzneimittel für Osteoarthrose (DMOAD) zur Verfügung stehen. M6495 soll durch subkutane Injektion selbst verabreicht werden können und die strukturelle Integrität des Kniegelenks aufrechterhalten sowie Schmerzen lindern.

„Mit dieser Vereinbarung haben wir die passende Lösung für diesen Wirkstoffkandidaten gefunden, der einen innovativen Wirkmechanismus für die potenzielle Behandlung von Osteoarthrose aufweist. Gleichzeitig priorisieren wir unsere Pipeline, um Patienten in den Bereichen, auf die wir uns spezialisieren, den größtmöglichen Nutzen zu bieten“, sagte Luciano Rossetti, Leiter der globalen Forschung und Entwicklung im Biopharma-Geschäft von Merck. „Diese Vereinbarung unterstreicht unser Bestreben, dieses vielversprechende Molekül mit Potenzial bei vielen verschiedenen Formen der OA den Patienten schnellstmöglich verfügbar zu machen.“

Im Rahmen der Vereinbarung wird Merck den für die Phase II qualifizierenden Wirkstoffkandidaten M6495 zur weiteren Untersuchung bei Patienten mit OA an Novartis auslizenzieren. Merck erhält eine Einstandszahlung in Höhe von 50 Mio. € und potenziell weitere 400 Mio. € beim Erreichen bestimmter kommerzieller und Entwicklungsmeilensteine sowie Lizenzzahlungen auf zukünftige Umsatzerlöse. Novartis übernimmt die volle Verantwortung für die Entwicklung und Vermarktung von M6495.

Es wurden zwei Phase-I-Studien mit M6495 abgeschlossen: eine Studie mit gesunden Probanden belegte die Sicherheit und Verträglichkeit von M6495 sowie eine bedeutsame Reduzierung von ARGS-Spiegeln (einem Neoepitop von gespaltenem Aggrekan, kann in der Gelenksflüssigkeit und im Serum von OA-Patienten nachgewiesen werden) unter Einmalanwendung (n = 54); eine andere Studie zielt auf die Inhibition von ARGS bei OA-Patienten bei zweiwöchentlicher Verabreichung ab. Novartis wird M6495 in künftigen Studien weiter charakterisieren und die Marktzulassung für diesen Arzneimittelkandidaten anstreben, um ihn Patienten mit Osteoarthrose verfügbar zu machen.

M6495 wurde anfänglich gemeinsam von Merck und Ablynx (jetzt eine Tochtergesellschaft von Sanofi) im Rahmen einer 2011 geschlossenen Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung entwickelt. Später erfolgte die alleinige Entwicklung des Wirkstoffkandidaten durch Merck, bis zum Zeitpunkt der Auslizenzierungsvereinbarung mit Novartis.

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Merck blickt auf eine lange Tradition in den Therapiegebieten Neurologie und Immunologie und verfügt über umfangreiche F&E- und Geschäftserfahrungen im Bereich Multiple Sklerose (MS). Das Portfolio von Merck umfasst derzeit zwei Produkte für die Behandlung von schubförmiger MS sowie eine solide Pipeline mit Schwerpunkt auf der Entdeckung neuer Therapien, die das Potenzial haben, die Hauptauslösemechanismen von MS zu modulieren. Ziel von Merck ist es, das Leben der Menschen mit MS entscheidend zu verbessern, indem sich das Unternehmen bestimmten Bereichen widmet, in denen ein hoher ungedeckter medizinischer Bedarf besteht.

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