Bundesrat schlägt Philipp Hildebrand als Kandidaten für die Nachfolge von OECD-Generalsekretär Gurría im Jahr 2021 vor Mittwoch, 28. Oktober 2020 - 14:08
Bern, 28.10.2020 - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 28. Oktober 2020 beschlossen, Philipp Hildebrand als Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorzuschlagen, um dort die Nachfolge des Ende Mai 2021 abtretenden aktuellen Generalsekretärs Angel Gurría zu übernehmen.
Der Bundesrat freut sich, die Kandidatur von
Philipp Hildebrand für das Amt des OECD-Generalsekretärs bekannt zu
geben. Seit 2012 ist Philipp Hildebrand Vice Chairman bei BlackRock.
Davor hatte er zehn Jahre für die Schweizerische Nationalbank (SNB)
gearbeitet, von 2010 bis 2012 als Präsident des Direktoriums. Im Rahmen
seiner Aufgaben bei der SNB hatte er bereits zahlreiche Funktionen bei
internationalen Finanzorganisationen inne. So war er insbesondere
stellvertretender Vorsitzender des Financial Stability Board im
Jahr 2011, Verwaltungsratsmitglied der Bank für Internationalen
Zahlungsausgleich (BIZ), Gouverneur beim IWF und Vorsitzender der
OECD-Arbeitsgruppe Nr. 3 des Committee on International Payments Balance (WP3).
Dank seiner langjährigen Erfahrung in Spitzenpositionen sowohl im
privaten als auch im öffentlichen Sektor in der Schweiz, aber auch auf
internationaler Ebene ist Philipp Hildebrand der ideale Kandidat für
dieses anspruchsvolle Amt. Seine Kandidatur ist für die Schweiz eine
ausgezeichnete Möglichkeit, die höchste Funktion in einer sehr
angesehenen internationalen Organisation zu übernehmen.
Der
Bundesrat verpflichtet sich, diese Schweizer Kandidatur im
Nominierungsverfahren, das noch bis Ende Februar 2021 läuft, aktiv zu
unterstützen.
Die OECD und die Schweiz
Mit ihren 37 Mitgliedstaaten und einem soliden Netzwerk, das auch die grossen Schwellenländer umfasst, sieht sich die OECD als Sprachrohr einer liberalen Wirtschaftsordnung. Sie setzt sich für die Grundsätze der Marktwirtschaft ein, mit dem Ziel, ein langfristiges nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten.
Als Gründungsmitglied der OECD (gegründet 1961) hat sich die Schweiz seit jeher an den Arbeiten dieser Organisation beteiligt, sei es auf Ministerebene oder im Rahmen technischer Gespräche. Für die Schweiz ist die OECD eine zuverlässige Quelle für Wirtschaftsanalysen sowie eine Plattform für den Austausch über öffentliche Politiken im Dienste der Expertinnen und Experten der Bundesverwaltung, aber auch der akademischen Kreise.
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