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Tamedia Abstimmungsumfrage: Offener Ausgang bei KVI, Nein-Trend bei Kriegsgeschäft-Vorlage Mittwoch, 18. November 2020 - 07:31

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Abstimmungsumfrage: Offener Ausgang bei KVI, Nein-Trend bei
Kriegsgeschäft-Vorlage


Knapp zwei Wochen vor der Abstimmung bröckelt die Unterstützung für die
Konzernverantwortungsinitiative (KVI). Noch 51 Prozent der Stimmberechtigten
wollen Ja sagen. Die Volksinitiative "Für ein Verbot der Finanzierung von
Kriegsmaterialproduzenten" hat einen schweren Stand: Nur 41 unterstützen die
Vorlage, wie die dritte Welle der 20-Minuten-/Tamedia-Abstimmungsumfrage zeigt.

Zürich, 18. November 2020 - 20 Minuten und Tamedia haben auf ihren
Newsportalen die dritte Welle der titelübergreifenden Umfrage im Vorfeld der
eidgenössischen Abstimmung vom 29. November 2020 durchgeführt. 13'884
Personen aus der ganzen Schweiz haben zwischen dem 12. bis 14. November online
an der Umfrage teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,4 Prozentpunkten.



51 Prozent für Konzernverantwortung



Während die Initiative aus dem Umfeld von NGOs, Kirchen und Parteivertretern
von links bis in die Mitte in den letzten beiden Wellen 57 Prozent Zustimmung
erhielt, ist der Ausgang nun offen. 51 Prozent der Stimmberechtigten sprechen
sich dafür aus, 48 Prozent sind dagegen. 1 Prozent hat sich noch nicht
festgelegt.



Die Analysen der Umfrageresultate weisen weiterhin auf einen sehr starken
Unterschied der Geschlechter hin: Frauen befürworten die
Konzernverantwortungsinitiative mit 58 Prozent, während Männer die Vorlage
mehrheitlich ablehnen (45 Prozent Ja). Zudem wird die Initiative stärker in den
Städten und von den Jungen unterstützt (der Ja-Stimmenanteil liegt in den
Städten bei 59 Prozent und bei den 18- bis 34-Jährigen bei 59 Prozent).



Hürde Ständemehr



Am häufigsten stützen sich die Befürworterinnen und Befürworter der KVI auf
das Argument, dass der Profit nicht über der Umwelt und der Menschenrechte
stehen dürfe. Die Gegnerinnen und Gegner lehnen die Vorlage insbesondere ab,
weil sich komplexe Lieferketten im Ausland nicht kontrollieren liessen, und sie
sind der Meinung, dass die Schweiz mit der Annahme der Vorlage zum
Weltpolizisten würde.



Durch die ausgeprägtere Zustimmung in den Städten ist die Hürde des
Ständemehrs für die Initianten grösser, selbst wenn sie auf ein Volksmehr
zählen könnte. Um diese Gegebenheit zu verdeutlichen, hat die Umfrage das
Ständemehr für die Konzernverantwortungsinitiative basierend auf den
Umfragedaten simuliert. Die Resultate zeigen, dass bei einem Ja-Stimmenanteil
von 53 Prozent die Chance für das Erreichen des Ständemehr genau so gross ist
wie das Scheitern. Mit anderen Worten: Selbst bei einem relativ klaren Volksmehr
von 53 Prozent ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Initiative das Ständemehr
auch noch erreicht, nur bei ungefähr 50 zu 50 - wie bei einem Münzwurf.



Einbruch bei der zweiten Initiative



Im Vergleich zur letzten Umfragewelle hat die Zustimmung für die Initiative
für das Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten um 10
Prozentpunkte abgenommen. Damit ist die Unterstützung stärker gesunken als
jene für die KVI. 41 Prozent wollen derzeit ein Ja einlegen. 58 Prozent sind
dagegen, 1 Prozent macht keine Angabe über die Stimmabsicht.



Die Zustimmung ist sehr hoch bei den Wählerinnen und Wählern der SP und
Grünen, während die Sympathisantinnen und Sympathisanten der SVP, FDP und CVP
die Vorlage deutlich ablehnen. Bei den GLP-Wählerinnen und Wählern ist die
Unterstützung für die Vorlage regelrecht eingebrochen: von 67 Prozent
Ja-Stimmen in der zweiten Welle auf nur noch 46 Prozent, was einem Minus von 21
Prozentpunkten entspricht.



Prognose für beide Vorlagen



Zusätzlich zur Momentaufnahme weist die Umfrage auch ein Prognosemodell aus.
Dieses Modell beruht auf historischen Daten von vergangenen Abstimmungen sowie
den vorhergehenden Umfragewellen für die aktuellen Abstimmungen. Basierend auf
diesem Modell kann der erwartete Ja-Stimmenanteil sowie die
Annahmewahrscheinlichkeit geschätzt werden.



Für die Konzernverantwortungsinitiative ergibt sich eine
Annahmewahrscheinlichkeit von 41 Prozent, weshalb die Annahme als offen bewertet
wird. Das bedeutet, dass die Vorlage gemäss dem Modell auf beide Seiten kippen
kann - mit einer leichten Bevorzugung einer Ablehnung.



Bei der Kriegsmaterial-Initiative beträgt die Annahmewahrscheinlichkeit 13
Prozent, eine Annahme ist deshalb unwahrscheinlich. Das bedeutet, dass die
Vorlage gemäss Modell in nur etwas mehr als einem von zehn Fällen angenommen
werden sollte. Die erwarteten Ja-Stimmenanteile finden sich im detaillierten
Bericht.



Umfassende Umfragen

Die 20 Minuten-/Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit LeeWas
durchgeführt. Sie modellieren die Umfragedaten nach demografischen,
geografischen und politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der
Stimmbevölkerung entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet,
damit die Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia und 20 Minuten
schweizweit rasch und fundiert darüber berichten können. Weitere Informationen
und der detaillierte Bericht zur Umfrage sind unter tamedia.ch/umfragen
abrufbar.



Beteiligte Medien

Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, Basler
Zeitung, SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen;

Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève, lematin.ch und Le Matin
Dimanche;

Tessin: 20 minuti

Kontakt

Andres C. Nitsch, Kommunikationsverantwortlicher Tamedia +41 44 248 42 43,
andres.nitsch@tamedia.ch

* Medienmitteilung (PDF): http://e1.marco.ch/publish/tamedia/33_12201/20201118_MIT_Tamedia_20Minuten_Abstimmungsumfrage_Welle3_DE.pdf

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