Raiffeisen mit starkem Jahresabschluss Donnerstag, 04. März 2021 - 06:30
Raiffeisen mit starkem Jahresabschluss Raiffeisen hat im vergangenen Jahr erfolgreich und umsichtig gewirtschaftet. Wichtigste Ergebnisse:
St.Gallen, 4. März 2021. Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz, zum Ergebnis: «Raiffeisen hat in einem herausfordernden Umfeld Stabilität bewiesen. Die Gruppe hat erfolgreich und umsichtig gewirtschaftet und ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Die einzelnen Geschäftsbereiche haben sich entlang der strategischen Prioritäten erfreulich entwickelt – insbesondere im Vorsorge- und Anlagegeschäft konnte eine markante Steigerung erzielt werden.» Der Gruppengewinn liegt mit 861 Millionen Franken über dem Vorjahresergebnis (+3,1 Prozent). Dazu beigetragen haben insbesondere die höheren Erträge im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, das Zinsengeschäft und der tiefere Aufwand. Einmal mehr erweisen sich Stabilität und Sicherheit der Genossenschaftsgruppe als sehr attraktiv. Die Kundenvermögen haben sich um 16,8 Milliarden Franken auf 224 Milliarden Franken erhöht (+8,1 Prozent). Darüber hinaus konnten 37'000 neue Kundinnen und Kunden und 27'000 neue Genossenschafterinnen und Genossenschafter dazugewonnen werden. Der anhaltende Kundengeldzufluss erstreckte sich auf alle Regionen der Schweiz und unterstreicht das Vertrauen in die Raiffeisenbanken. Starkes Wachstum im Kerngeschäft Ein markanter Anstieg ist bei den Forderungen gegenüber Kunden zu verzeichnen. Die Zunahme beläuft sich auf rund 1,9 Milliarden Franken (+23,1 Prozent). Davon entfallen 1,8 Milliarden Franken auf die COVID-19-Kredite an Schweizer KMU im Rahmen des Garantieprogramms des Bundes. Der Anteil ungedeckter Kredite an Firmenkunden ist mit 2,2 Prozent unverändert tief. Die Kundeneinlagen sind um 14,2 Milliarden auf 190,4 Milliarden Franken deutlich angestiegen (+8,1 Prozent). Damit hat Raiffeisen ihren Marktanteil von 13,4 Prozent im Vorjahr auf 13,8 Prozent weiter ausgebaut. Als Folge des hohen Wachstums der Kundeneinlagen im Verhältnis zu den Ausleihungen konnte Raiffeisen den Refinanzierungsgrad im Kundengeschäft auf über 95 Prozent weiter steigern. Somit sind die Kundenausleihungen fast vollständig durch Kundengelder gedeckt. Auch die Depotvolumen haben sich mit einem Plus von 7,7 Prozent erhöht. Dies führt zu einem erfreulich hohen Anstieg der Kundenvermögen um insgesamt 16,8 Milliarden auf 224 Milliarden Franken (+8,1 Prozent). Erträge gestiegen, Kosten gesunken Auf der Aufwandseite verzeichnete Raiffeisen im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 53,5 Millionen Franken (-2,9 Prozent). Dazu beigetragen haben insbesondere die deutlich tieferen Sachkosten (-10,9 Prozent) dank Einsparungen unter anderem aus dem Effizienzprogramm bei Raiffeisen Schweiz. Aufgrund des gestiegenen Geschäftsertrags und der gleichzeitigen Reduktion des Geschäftsaufwands hat sich die Effizienz der Raiffeisen Gruppe weiter verbessert. Die Cost-Income-Ratio hat sich von 61,3 auf 59,4 Prozent reduziert. Nach detaillierter Prüfung des Firmenkundenportfolios im Hinblick auf die Corona-Pandemie wurden erhöhte Wertberichtigungen auf einzelnen Kreditpositionen gebildet. Im Gegenzug wurden die Mitte Jahr vorsorglich gebildeten Reserven aufgelöst. Starke Kapitalisierung und stabile Liquiditätssituation – Vorgaben übertroffen Auch die Liquiditätssituation der Gruppe ist ausgezeichnet. Die kurzfristige Liquiditätsquote liegt mit 157,9 Prozent deutlich über dem regulatorischen Minimum von 100 Prozent und ist 2020 dank des starken Kundengeldwachstums weiter angestiegen. Die langfristige Refinanzierungsquote (Net Stable Funding Ratio) liegt auf konstant hohem Niveau und unterstreicht die stabile sowie nachhaltige Refinanzierung der Ausleihungen. Das regulatorische Minimum von 100 Prozent mit Gültigkeit ab Mitte 2021 übertrifft Raiffeisen mit 141,5 Prozent deutlich. Strategisch weiterentwickelt 2021 konzentriert sich Raiffeisen auf die Umsetzung der Gruppenstrategie. Der Fokus liegt im laufenden Jahr auf der Weiterentwicklung des Ökosystems Wohnen, dem Ausbau von digitalen Lösungen und der Stärkung des Vorsorge- und Anlagegeschäfts. Im Sommer geht die gemeinsam mit der Mobiliar entwickelte digitale Wohneigentümerplattform «Liiva» an den Markt. Sie wird alle Bedürfnisse rund um das Thema privates Wohneigentum abdecken. In den kommenden Jahren wird Raiffeisen stark in die digitale Kundenschnittstelle investieren. Im zweiten Halbjahr 2021 lanciert die Gruppe mit «KMU eServices» eine Multi-Banking-Plattform für Firmenkunden. Für Privatkunden wird Raiffeisen in den nächsten Jahren ein Kundenerlebnisportal bauen. Auf diesem Portal werden alle digitalen Dienstleistungen von Raiffeisen zusammengezogen – von der Kontoeröffnung, über die Beratung bis hin zu E-Banking und Produktlösungen. Im Vorsorge- und Anlagegeschäft wird Raiffeisen zukünftig bei allen Anlagelösungen Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen. «Raiffeisen ist finanziell sehr gut aufgestellt, hat ein klares Geschäftsmodell und den strategischen Rahmen für die nächsten fünf Jahre festgelegt. Beim Thema Wohnen, den digitalen Lösungen sowie beim Vorsorgen und Anlegen wird Raiffeisen 2021 nochmals spürbar zulegen. Dabei verfolgen wir einen hybriden Ansatz, der die persönliche Beratung mit digitalen Lösungen verbindet. Bereits heute verfügt die Gruppe schweizweit über das dichteste Geschäftsstellennetz und will den Zugang zu Raiffeisen mit dem digitalen Vertriebskanal wesentlich ausbauen und erleichtern. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit diesen strategischen Prioritäten bereits im laufenden Jahr einen spürbaren Mehrwert für Kundinnen und Kunden schaffen.», sagt Heinz Huber zu seinen Prioritäten. Ausblick Auskünfte Raiffeisen: drittgrösste Bankengruppe in der Schweiz Medienmitteilung abbestellen: Attachments
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