Raiffeisen: Wohneigentum wird mehr und mehr zum Privileg Donnerstag, 20. Mai 2021 - 07:33
Wohneigentum wird mehr und mehr zum Privileg
St.Gallen, 20. Mai 2021. Der Wunsch nach Wohneigentum ist in der Schweiz auch in der anhaltenden Pandemie ungebrochen stark. Die wenigen zum Verkauf stehenden Objekte erfreuen sich weiterhin einer sehr regen Nachfrage. Dies treibt die Preise weiter in die Höhe. So haben die Raiffeisen Transaktionspreisindizes mit einem Anstieg von 1,9 Prozent für Einfamilienhäuser und 0,8 Prozent für Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorquartal erneut Höchststände erreicht. Was langjährige Wohneigentümer freut, erschwert künftigen Eigentümern den Zugang zu den eigenen vier Wänden immer mehr. Vor allem für jüngere Eigenheimkäufer sind Finanzierungen vielfach nur noch ausserhalb der besten Lagen möglich. Zudem steigen aufgrund der sehr hohen Tragbarkeitshürden die Einkommens- und Eigenkapitalanforderungen überproportional stark an. «Wer nicht bereits wohlhabend ist oder über Erbvorbezüge an Kapital gelangen kann, wird erst in einer späteren Lebensphase eigentumsfähig. Um die eigenen Kinder im Einfamilienhaus aufwachsen zu sehen, wird es dann aber für einige zu spät sein», sagt Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz. Blick über die Landesgrenze Zudem kann mit einem Umzug von der Miet- in die Eigentumswohnung in der Schweiz – verglichen mit anderen Ländern – mit am meisten Geld gespart werden. Trotz dieser hohen Attraktivität von Wohneigentum weist die Schweiz mit rund 36 Prozent die mit Abstand kleinste Wohneigentumsquote aller untersuchten Länder auf. Dies liegt darin begründet, dass die Schweiz im politischen Spannungsfeld zwischen Wohneigentumsförderung und Systemstabilität im internationalen Vergleich stärker auf Sicherheit setzt. Letzlich führt dies dazu, dass Wohneigentum hierzulande immer mehr zum Privileg wird. «Im herrschenden Tiefzinsumfeld bleibt vielen, vor allem jüngeren Mittelstandshaushalten, so die Erschliessung eines beträchtlichen Einsparpotenzials verwehrt», stellt Martin Neff fest. Etwas optimistischere Gastronomen und Hoteliers Insgesamt scheinen sowohl die meisten Mieter als auch Vermieter von Restaurants und Hotels, dank der helfenden Hand des Staates, bisher mit einem blauen Auge durch die Krise gekommen zu sein. Ganz spurlos ging die Krise am Markt für Restaurants und Hotels aber nicht vorbei. So scheinen einige Gastronomen und Hoteliers ihr Geschäft früher oder später doch noch an den Nagel hängen zu müssen. Davon zeugt die deutliche Zunahme von Online-Anzeigen für zum Verkauf oder zur Vermietung ausgeschriebener Objekte im Verlauf der Krise. «Aktuell zeichnet sich aber eine scheu aufkommende Zuversicht ab. Die Positionierung für die Zeit nach der Pandemie hat bereits begonnen», stellt Martin Neff fest. Die Studie «Immobilien Schweiz» bietet jedes Quartal eine ausführliche Lagebeurteilung des Schweizer Immobilienmarkts. Die aktuelle Studie sowie weitere Informationen gibt es auf www.raiffeisencasa.ch. Auskünfte: Martin Neff, Chefökonom Raiffeisen Schweiz Raiffeisen: drittgrösste Bankengruppe in der Schweiz Medienmitteilung abbestellen: Attachments
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