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Amundi - Kommentar zur Ukraine-Eskalation: Russland greift die Ukraine an: Die Märkte müssen diesen Schock verarbeiten Donnerstag, 24. Februar 2022 - 16:43
Sehr geehrte Damen und Herren,
anbei erhalten Sie die Investment Talks von Amundi zum militärischen Angriff Russlands auf die Ukraine:
Russland greift die Ukraine an: Die Märkte müssen diesen Schock verarbeiten
- Die globalen Märkte haben nicht mit einem Kriegsszenario gerechnet und passen sich nun angesichts der Tragweite dieses militärischen Vorgehens an. Es wird einige Zeit dauern, bis sich die Situation beruhigt hat. In der Zwischenzeit werden Unsicherheit und Volatilität fortbestehen, und es besteht die Möglichkeit, dass es zu einigen Übertreibungen nach unten kommt. Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, um auf fallende Kurse zu setzen, da der Markt die Auswirkungen dieses geopolitischen Schocks noch nicht vollständig erfasst hat.
- Die Eskalation der geopolitischen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine verunsichert die globalen Aussichten zu einer Zeit, in der die Zentralbanken versuchen, den Inflationsdruck zu bekämpfen. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts wirken sich in erster Linie auf das Vertrauen und die Rohstoffpreise aus, und das in einem bereits sehr inflationären Umfeld. Das Risiko einer weltweiten Stagflation ist nun höher; der Inflationsfaktor wird verstärkt, während der Wachstumsfaktor schwächer wird. China ist davon relativ isoliert, was die Rolle chinesischer Vermögenswerte als Diversifikation weiter stärkt.
- Insgesamt sind wir der Meinung, dass es an der Zeit ist, Absicherungen beizubehalten und vorsichtig zu bleiben, aber nicht übermäßig auf Exzesse zu reagieren, die wir in den kommenden Tagen wahrscheinlich noch sehen werden. Ein gewisses Mass an Duration, Gold und Safe-Haven-Währungen können einen Puffer zu Risikoanlagen bilden. Aktien, die über reichlich Liquidität verfügen, werden das erste Ziel der Risikominderung für die Märkte sein, Unternehmensanleihen werden wahrscheinlich folgen. Insgesamt wird es darauf ankommen, Liquidität zu halten.
- Da wir nicht mit einer schnellen Lösung der Situation rechnen, sehen wir die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Neubewertung der globalen Risikoprämien ansteigen. Die Reaktionen der Notenbanken werden ein weiterer wichtiger Aspekt sein. Im Falle sich eintrübender Wachstumsaussichten könnte sich ihre Agenda ändern.
Mit freundlichen Grüssen
Anette Walker
MediaWalker GmbH
Dr. Anette Walker
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