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Union Investment zur Dekarbonisierung im DAX 40: Der Weg ist noch weit Mittwoch, 16. März 2022 - 09:55

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Union Investment zur Dekarbonisierung im DAX 40: Der Weg ist noch weit


Frankfurt am Main, 16. März 2022

Wo stehen grosse deutsche Unternehmen beim Klimaschutz? Union Investment hat für die im DAX 40 gelisteten Aktiengesellschaften Daten zu drei Schlüsselkriterien zusammengestellt: Wann will die Firma klimaneutral sein? Zu welchem Anteil nutzt das Unternehmen aktuell bereits erneuerbare Energien? Und wird unternehmensintern mit einem CO2-Preis gerechnet – wenn ja: in welcher Höhe?  Das Ergebnis: Die Unterschiede zwischen den Gesellschaften sind enorm.

Deutschland will 2045 klimaneutral sein. So steht es seit Sommer letzten Jahres im Klimaschutzgesetz, das als Reaktion auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts ambitionierter und konkreter formuliert werden musste. Zwar ist diese Jahreszahl nicht verbindlich für jedes einzelne Unternehmen, sendet aber gleichwohl ein klares Signal an die deutsche Wirtschaft. „Nach unseren Analysen kann man sich allerdings nicht sicher sein, dass jedes Dax-Unternehmen die Klimaglocken schon deutlich gehört hat", fasst Henrik Pontzen, Leiter ESG im Portfoliomanagement von Union Investment, das Bild der Untersuchungen von Union Investment zusammen. Bei anderen Unternehmen hingegen täuscht der erste Eindruck und sollten Investoren aus dem fehlenden Ziel der Klimaneutralität keine falschen Schlüsse ziehen. „Puma zum Beispiel ist bei der Nutzung erneuerbarer Energien mit einem Anteil von fast 80 Prozent Dax-Primus", betont Pontzen. 

Union Investment hat deshalb in einer Studie anhand von drei Schlüsselkriterien analysiert, wo die im DAX 40 gelisteten Unternehmen in Sachen Dekarbonisierung stehen. Resultat: Bei manchen der Aktiengesellschaften scheint das Signal noch nicht richtig angekommen zu sein. Unter anderem hat jedes vierte DAX-Unternehmen noch kein kommuniziertes Ziel, wann es klimaneutral sein will.

Auch bei den anderen Schlüsselkriterien ist das Bild gemischt, in Einzelfällen sogar widersprüchlich. Insgesamt ist es irritierend, dass mehr als fünf Jahre nach den Pariser Klimabeschlüssen noch so viele Top-Unternehmen ohne klaren Zeitplan zur Neutralisierung ihrer Emissionen existieren. Gerade bei diesen Gesellschaften müssen nachhaltige Investoren sorgfältig prüfen, ob dies Indiz für eine passive Haltung gegenüber dem Klimaschutz ist.

Ein fehlendes Ziel für Klimaneutralität ist aus Investorensicht allerdings nur ein allererstes Verdachtsmoment. Bei vielen Unternehmen bestätigt die umfassende, qualitative Nachhaltigkeitsanalyse dann aber den ersten Negativeindruck. Bei anderen hingegen täuscht der erste Eindruck und sollten Investoren keine falschen Schlüsse ziehen. Das gilt umgekehrt auch für diejenigen, die vermeintlich gut unterwegs sind. Denn: Ein ambitioniertes Ziel für Klimaneutralität kann auch viel heisse Luft enthalten 

Fazit: Einzelne Schlüsselkriterien zur Dekarbonisierung geben erste wertvolle Hinweise. Die umfassende, qualitative Nachhaltigkeitsanalyse jedes einzelnen Unternehmens bleibt aber unverzichtbar, wenn man Fehlschlüsse vermeiden und ein schlüssiges Gesamtbild bekommen will. „Dazu gehört auch der Dialog mit den Dax-Konzernen", sagt Pontzen. „Denn vieles erfährt man nur, wenn man direkt danach fragt."

Die Studie (siehe Beilage) beschäftigt sich mit folgenden Fragen:

  • Welche wichtigen Zielmarken haben die deutsche und die europäische Politik in Sachen Dekarbonisierung für die Unternehmen gesetzt?

  • Welche DAX-Unternehmen haben ein klar kommuniziertes Ziel, wann sie in welchem Umfang klimaneutral sein wollen?

  • Welche Rolle spielt dabei die so genannte CO2-Kompensation, wo keine echte Emissionsreduktion erfolgt, sondern etwa in anrechenbare Aufforstungsprojekte investiert wird?

  • In welchem Masse nutzen die DAX-Unternehmen bereits erneuerbare Energien und steuern intern über CO2-Preise?

  • Was bedeuten die Ergebnisse für nachhaltige Investoren?


Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Markus Baumgartner
b-public AG
Tel.: +41 44 533 34 07
E-Mail: mba@b-public.ch

Jutta Reuffer
Pressesprecherin
Tel.: +49 69 2567 1844
Mail: jutta.reuffer@union-investment.de

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