Redwheel: China wird abgelöst – Wachstum des verarbeitenden Gewerbes in Schwellenländern Dienstag, 17. Mai 2022 - 07:23
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Redwheel: China wird abgelöst – Wachstum des verarbeitenden Gewerbes in Schwellenländern
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Sehr geehrter Herr Guglielmetti London/Zürich, 17. Mai 2022 – China wandelt sich von der „Werkbank der Welt" zur Innovationswirtschaft. Globale Unternehmen sind bestrebt, in ihren Lieferketten weniger abhängig von der Volksrepublik zu werden. Zugleich öffnen sich die Schwellenländer der nächsten Generation für ausländische Direktinvestitionen. Von James Johnstone, Portfoliomanager, Redwheel Next Generation Emerging Markets Equity Fonds Zur wirksamen Entwicklung einer urbanisierten Erwerbsbevölkerung muss ein Land seine internen Ressourcen entwickeln und sein langfristiges Potenzial ausschöpfen. Dies erfordert Investitionen in die Fertigungskapazitäten, um die Arbeitskräfte von ihren agrarischen Wurzeln weg und hin zu einer entwickelten, angestellten Existenz zu bewegen. Die Verstädterung treibt den Konsum an, da die lokale Wirtschaft wächst und die Verbraucher ihre Ausgaben für Immobilien und langlebige Güter wie Autos und Haushaltsgeräte erhöhen wollen. China ist dafür eines der eindrucksvollsten Beispiele: Die Produktionskapazitäten des Landes sind in den letzten 25 Jahren exponentiell gewachsen und haben genug Arbeitsplätze geschaffen, um 750 Millionen Menschen aus der Armut in die Städte zu bringen. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil an der weltweiten Produktion von vier Prozent im Jahr 2000 auf heute aussergewöhnliche 24 Prozent gestiegen.[1] China gibt den Staffelstab weiter Infolgedessen beginnt die Welt nun, ihre Abhängigkeit von China zu überwinden und neue Fabriken in anderen Schwellenländern zu errichten. Viele Unternehmen suchen nach neuen Wirtschaftsräumen, in denen sie Produktionszentren für die nächsten zwei Jahrzehnte ausbauen können. Die Länder, die am ehesten von dieser Diversifizierung profitieren können, sind die Schwellenländer der nächsten Generation, auch bekannt als Frontier Markets. Diese Länder, die ein günstiges politisches Umfeld, eine attraktive Demografie und eine gute Infrastruktur vorweisen können, gelten als attraktive Investitionsziele. Dies hat dazu geführt, dass Frontier Markets in Südostasien zu beliebten Alternativen für Investitionen im verarbeitenden Gewerbe geworden sind, wie auch Länder in Osteuropa und Nordafrika - etwa Rumänien und Marokko. Wichtig ist, dass nicht nur westliche Unternehmen diesem Trend folgen. Investoren dieser neuen Produktionsstandorte sind oft chinesische Firmen, da sie bestrebt sind, auf der internationalen Bühne kostenmässig wettbewerbsfähig zu bleiben und in der wirtschaftlichen Wertschöpfungskette aufsteigen wollen. So haben die chinesischen Investitionen in Vietnam in den letzten Jahren deutlich zugenommen und China ist auch einer der grössten Investoren in der Textilindustrie von Bangladesch. Dem bekannten Pfad folgen In den letzten zehn Jahren hat etwa der Elektronikriese Samsung einen grossen Teil seiner Produktion von Südkorea und China nach Vietnam verlagert. Das Unternehmen hat fast 20 Milliarden Dollar in Vietnam investiert und betreibt derzeit dort sechs Fabriken sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum. Heute entfällt fast die Hälfte der weltweiten Mobiltelefonproduktion von Samsung auf Vietnam und auf Samsung wiederum entfällt fast ein Fünftel der gesamten vietnamesischen Exporte.[2] Wir glauben, dass Vietnam das Potenzial hat, einen ähnlichen Weg einzuschlagen und den Erfolg zu wiederholen, den wir vor 20 Jahren in China gesehen haben. Wir können an diesem langfristigen Trend teilhaben, indem wir direkt in Infrastruktur- und Produktionsunternehmen investieren oder indirekt über Unternehmen, die vom steigenden Konsum, der finanziellen Integration und der Immobilienentwicklung profitieren. Die Hoa Phat Group etwa ist mit einem Marktanteil von 30 Prozent der grösste Stahlhersteller in Vietnam. Das Unternehmen verzeichnete ein robustes Umsatzwachstum, seit es seine Dung Quat-Erweiterungsanlage hochgefahren hat. Dies schlägt sich nun in steigendem Cashflow für das Unternehmen nieder und wir sehen das Unternehmen als einen Hauptnutzniesser der anhaltenden Auslandsinvestitionen in die Produktionsinfrastruktur.[3] Ein weiteres Beispiel für die fortschreitende Verlagerung des verarbeitenden Gewerbes in die Schwellenländer der nächsten Generation findet sich in der Automobilproduktion: In Rumänien, der Tschechischen Republik und Marokko werden heute mehr Personenkraftwagen hergestellt als in entwickelten Volkswirtschaften wie etwa Italien. Unternehmen wie Peugeot, Renault und Jaguar Land Rover haben ihre Produktion an kostengünstigere Standorte verlagert und wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Kettenreaktion Da die Arbeitnehmer höhere Löhne erhalten und die Unternehmen ihre Gewinne steigern, wird der Inlandsverbrauch zunehmen, was zu einer stärkeren Inanspruchnahme von Finanzprodukten führt. Dies sind sehr starke indirekte Vorteile, die den wirtschaftlichen Wert jeden Dollars aus Auslandsinvestitionen vervielfachen. Dieser Multiplikatoreffekt führt zu breiteren Investitionsmöglichkeiten innerhalb dieser Volkswirtschaften. Vincom Retail etwa ist der grösste Entwickler von Einkaufszentren in Vietnam und wir glauben, dass das Unternehmen ausserordentlich gut positioniert ist, um weiter von den steigenden Einkommen und der exponentiellen Zunahme der Marktdurchdringung bei Verbrauchermärkten im Land zu profitieren. Zurück in die Zukunft Aus diesem Grund bezeichnen wir die Entwicklung einer verarbeitenden Wirtschaft und einer urbanisierten Erwerbsbevölkerung als einen ausgetretenen, bekannten Pfad. Wir haben dies schon einmal erlebt und werden dies wieder sehen. Da die Welt ihre Lieferketten nicht nur auf der Suche nach einer kostengünstigeren Produktion diversifizieren will, sondern auch versucht, ihre Abhängigkeit von China zu verringern, sind die Frontier Markets in einer guten Position, davon zu profitieren. Vietnam steht dabei in erste Reihe, aber auch andere Volkswirtschaften Asiens wie Bangladesch, Indonesien und die Philippinen dürften gut positioniert sein, um weiter Investitionen aus dem Ausland anzuziehen, da sie eine starke Produktionsbasis und weitere Arbeitsplätze schaffen. Länder wie Marokko, Kenia, Peru, Kolumbien, Rumänien und Ungarn sind ähnlich gut aufgestellt. Die Tatsache, dass viele dieser Volkswirtschaften kaum untersucht, oft missverstanden und von vielen Anlegern ignoriert werden, macht sie für uns als langfristige Anleger noch attraktiver. Die Kombination dieser Faktoren hat zu attraktiven Bewertungen geführt, während das Wirtschaftswachstum weiterhin höher ist als in anderen Regionen der Welt. Diese Faktoren stimmen uns zuversichtlich, dass die Strategie des Redwheel Next Generation Emerging Markets Equity Funds weiterhin erfolgreich sein wird." [1] Quelle: Weltbank und Statistiken der Vereinten Nationen. [2] Quelle: Samsung Company Reports, Redwheel (Stand vom: 31.03.2022). [3] Quelle: Hoa Phat Group Company Reports und Bloomberg (Stand vom: 31.03.2022). Über Redwheel Weitere Informationen: Redwheel Attachments
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