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NATIONALRAT THOMAS MATTER SVP: In den Sümpfen von Bern - Episode 198 - Menschenmassen statt Massentierhaltung? Mittwoch, 31. August 2022 - 09:47

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Menschenmassen statt Massentierhaltung?

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Liebe Leserinnen und Leser

Am 25. September stimmen wir über die Massentierhaltungs-Initiative ab. Obwohl Massentierhaltung eigentlich schon heute in unserem Land überhaupt nicht möglich ist. Aber die Gleichen, die bei der angeblichen Massentierhaltung Zeter und Mordio schreien, haben mit der Massenzuwanderung und mit der Massen-Menschenhaltung  – sprich Dichtestress – in der Schweiz überhaupt kein Problem. Lesen Sie hierzu meinen Kommentar:
 
Wir alle stehen heute wirklich vor ernsten Problemen: Drohende Strom-Mangellage im Winter und explodierende Energiepreise, Teuerung, ein Krieg in der Ukraine, der Bruch der Neutralität. Da kommt die sogenannte Massentierhaltungs-Initiative der Grünen und Linken wie aus einer ganz anderen Welt. Nirgends sonst gibt es so strenge Tierschutzgesetze wie in der Schweiz. Eine Massentierhaltung gibt es bei uns wegen klar definierten Obergrenzen eigentlich gar nicht. Unsere Bauern haben jedes Interesse, ihre Tiere gut zu behandeln, genau wie meine Familie den Familienhund gut behandelt.
 
Die Folgen bei einem Ja zur Massentierhaltungs-Initiative wären: Tausende von Landwirtschaftsbetrieben müssten ihren Tierbestand reduzieren oder die Betriebsflächen vergrössern, enorme Ausgaben tätigen und viele der Betriebe ganz aufgeben. Fleisch, Milch, Käse und Eier würden sich um 20 – 40% verteuern, der Einkaufs-Tourismus würde explodieren.
 
Es stört mich aber auch, dass die gleichen Initianten aus dem rot-grünen Lager, die so fanatisch gegen die angebliche Massenhaltung von Tieren kämpfen, überhaupt nichts gegen die Massenhaltung von Menschen in diesem Land unternehmen. Wir haben eine bedrohliche Bevölkerungsexplosion und marschieren in grossen Schritten in Richtung einer 10-Millionen Schweiz. Allein im Jahr 2022 strömen so viele Menschen in unser Land, wie der Kanton Basel-Stadt Einwohner hat. Alles wird immer enger, immer verbauter, immer verdichteter, immer verstopfter.
 
Lesen Sie einmal die schweizerische Tierschutzverordnung und dort vor allem den Anhang. Dort steht genau, wie gross die Mindestfläche und die Mindesthöhe der Gehege und Bassins für Nutztiere, aber auch für Schnabeligel, Beutelratten, Klammeraffen, Graupapageien, Schlangenhalsschildkröten, Gelbbauchseeschlangen usw. sein muss. Aber glauben Sie ja nicht, dass irgendein Gesetz oder eine Verordnung sagt, wann der Dichtestress bei den Menschen anfängt und wo die Obergrenze für die Leute liegt, die in unser kleines Land drängen. Sie sehen, wir haben ganz andere Probleme als eine angebliche Massentierhaltung in der Landwirtschaft, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt!

Mit freundlichen Grüssen aus den Sümpfen von Bern 

Thomas Matter

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