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NATIONALRAT THOMAS MATTER SVP: In den Sümpfen von Bern - Episode 199 - Der Weg ins Stromdesaster Mittwoch, 07. September 2022 - 10:00

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Der Weg ins Stromdesaster

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Liebe Leserinnen und Leser

Die Energiestrategie 2050 ist krachend gescheitert. Wenn unsere Behörden jetzt vor einem Strom-Blackout bereits im kommenden Winter warnen, kann man kaum von einem Erfolg reden. Die Energiekrise ist primär das Resultat einer falschen rot-grünen Energiepolitik, bei der auch die Mitte-Partei und ein grosser Teil der FDP mitgemacht haben. Lesen Sie hierzu meinen Kommentar.
 
Die Energiekrise, die uns jetzt droht, ist keine Folge des Ukraine-Kriegs. Sondern das Resultat eines ideologischen links-grünen Blindflugs mit total überschätzten Erwartungen an Wind, Sonne und Ausland-Import. Unserem Land, unsere Lebensgrundlage und unserem Wohlstand droht eine Energiekrise, wie wir sie noch nie gesehen haben.
 
Mit der Energiestrategie wurde folgender Irrsinn beschlossen: Netto-null-CO2-Ausstoss bis 2050 und ein Bauverbot von Kernkraftwerken plus das Abstellen der bisherigen Kernkraftwerke – was fast ein Drittel weniger Strom bedeutet. Die Energiestrategie 2050 hat damit gerechnet, dass der Stromverbrauch dank neuer Technologie sinken wird und dass wir eine Netto-Zuwanderung von null haben werden. Solar und Wind sollen die Kernkraftwerke bis 2035 ersetzen – dies bei einer aktuellen Strom-Erzeugung von 5 Prozent, die im Winter auf 2 Prozent sinkt. Bundesrätin Doris Leuthard hat damals versprochen, dass ihre Strategie eine vierköpfige Familie nur 40 Franken pro Jahr zusätzlich kosten wird und dass das Ausland – wörtlich – «in den nächsten 20 Jahren eine genügende Stromproduktion haben wird».
 
Bis 2002 war die Schweiz in Sachen Strom noch völlig unabhängig und konnte netto sogar exportieren. Heute muss sie im Winter bis zu 68 Prozent importieren. Wenn das CO2-Ziel erreicht werden soll, müssen wir massiv elektrifizieren: Deutschland rechnet mit einer Verdoppelung des Strombedarfs. Und bei uns ist man doch tatsächlich von einer Senkung ausgegangen! Unglaublich.
 
Machen wir die Rechnung: 2019 sind – noch mit allen AKWs – 68 Twh Strom produziert worden. Die Elektrifizierung von Autos, Heizung und vom Rest braucht zusätzlich ca. 52 Twh, wir bräuchten also 120 Twh – ohne Zuwanderung. Ohne AKWs haben wir aber nur 42 Twh, es fehlen also 78 Twh, die wir auch mit Solar, Wind und Import bi weitem – vor allem im Winter - niemals reinholen können!
 
Statt jetzt die Verantwortung hin- und her zu schieben, muss Bundesrätin Sommaruga Verantwortung übernehmen und unverzüglich aufhören zu behaupten, wir könnten mit Import, Solar und Wind die Stromlücke schliessen. Wir müssen sofort den drohenden Blackout und die grüne Träumerei stoppen. Und endlich wieder eine sichere Energieversorgung gewährleisten!

Mit freundlichen Grüssen aus den Sümpfen von Bern 

Thomas Matter

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