Wie digital legen Schweizer Privatanleger an? / Internationale Amundi-Umfrage / Privatanleger handeln vermehrt online und wünschen professionelle Beratung Dienstag, 06. Mai 2025 - 09:05
Internationale Amundi-Umfrage: Privatanleger handeln vermehrt digital und wünschen gleichzeitig professionelle Beratung
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Paris/London/Zürich 6. Mai 2025 | Amundi, der führende europäische Vermögensverwalter, hat eine Umfrage veröffentlicht, in der das digitale Engagement von Privatanlegern untersucht wird. Im Fokus stehen Anlagen auf Online-Plattformen sowie die Nutzung von Online-Informationsquellen für die Entscheidungsfindung. In der zweiten Auflage der Studie wurden 25 Länder mit über 11.000 befragten Privatanlegern untersucht.
Digitales Investieren hat sich global in allen Altersgruppen durchgesetzt – auch in der Schweiz
77 % der Befragten investieren zumindest Teile ihres Portfolios auf einer digitale Plattform. Fast ein Drittel davon investiert ausschliesslich online. Finnische (95 %), brasilianische, schwedische und südkoreanische Anleger (je 89 %) bilden die Spitzengruppe hinsichtlich der Nutzung digitaler Mittel, während Anleger in Thailand (46 %), Japan (64 %) und Frankreich (65 %) die Schlusslichter sind. Insgesamt sind 76% der Schweizer Privatanleger auf digitalen Plattformen aktiv, was knapp dem europäischen Durchschnitt entspricht. Die Nutzung digitaler Kanäle ist bei Frauen in der Schweiz (66 %) weit weniger verbreitet als bei Männern (85 %).
Digitales Anlegen hat alle Altersgruppen erreicht. So verwalten 68 % der über 50-Jährigen weltweit ihre Anlagen digital. Bei den Wachstumsraten liegt die Gruppe der jüngeren Anleger vorn. Die Anzahl der Anleger, die digitale Plattformen für die Verwaltung ihrer Anlagen nutzt, sollte also in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsen.
Internet und Social-Media-Kanäle sind die bevorzugten Informationsquellen
Fast drei Viertel der weltweit Befragten (73 %) nutzen digitale Kanäle, um Anlageinformationen zu erhalten. Dieser Anteil ist in Europa niedriger (69 %) als in Asien (76 %). 38 % der Befragten vertrauen beim Thema Finanzen sozialen Medien und 32 % bevorzugen Influencer, um sich über Anlagethemen zu informieren. Aus dieser Gruppe haben 56 % eine Investitionsentscheidung schon einmal allein auf der Grundlage von Ratschlägen von Influencern getätigt und 85 % dieser Anleger stimmten zu, dass sich die so getätigte Investition als gut erwiesen hat.
Global ist für Privatanleger YouTube die wichtigste Social-Media-Plattform (72 %), gefolgt von Instagram (49 %) und Facebook (46 %). Im Vergleich zwischen den Regionen fällt auf, dass europäische Anleger weniger auf Influencer vertrauen, dies gilt vor allem für die Gruppe der 51- bis 60-Jährigen. In der Schweiz nutzen 38 % der befragten Anleger Finfluencer, um ihre Anlageentscheidungen zu untermauern. Im Gegensatz zum globalen Bild, gibt es kaum Unterschiede bei der Altersverteilung (40 % der 21- bis 30-Jährigen; 36 % der 51- bis 60-Jährigen). Von denjenigen, die Finfluencer zur Unterstützung ihrer Anlageentscheidungen nutzen, geben 46 % der Schweizer Privatanleger an, dass sie eine Anlageentscheidung ausschliesslich aufgrund von Informationen getroffen haben, die sie über diese Kanäle erhalten haben. Dies ist bei jüngeren Anlegern (56 % der 21- bis 30-Jährigen) viel wahrscheinlicher als bei älteren Anlegern (29 % der 51- bis 60-Jährigen).
Professionelle Beratungsmodelle beim Aufbau langfristiger Finanzpläne gefragt
Die Umfrage belegt, dass mehr als die Hälfte der Anleger (54 %) keinen langfristigen Finanzplan hat. In der Schweiz hat sogar nur weniger als ein Drittel (30 %) der Anleger einen langfristigen Finanzplan. Dies liegt deutlich unter dem europäischen und weltweiten Durchschnitt. Der Anteil ist bei Männern (34 %) höher als bei Frauen (24 %). Anleger, die eine professionelle Beratung (digital oder persönlich) in Anspruch nehmen, haben fast dreimal so häufig einen Finanzplan im Vergleich zu der Gruppe, die sich nicht beraten lässt. Anleger, die einen Finanzplan haben, sind in der Regel deutlich zuversichtlicher, finanziell gesichert in den Ruhestand zu gehen als diejenigen ohne langfristigen Finanzplan.
Rund zwei von fünf Schweizer Privatanlegern greifen derzeit auf professionelle Beratung zurück (38 % gegenüber 45 % im europäischen Durchschnitt). Nur 6 % der reinen Digital-Anleger in der Schweiz nehmen derzeit professionelle Beratung in Anspruch - deutlich weniger als die reinen Digital-Anleger weltweit (19 %).
Anleger, die ausschliesslich digital investieren, nehmen jedoch weitaus seltener professionelle Beratung in Anspruch (digital oder persönlich). Sie sind gleichzeitig weniger zuversichtlich, die richtigen Anlageentscheidungen zu treffen (62 % gegenüber 69 %) und weniger zuversichtlich, ihre Anlageziele zu erreichen. Nur etwas mehr als die Hälfte der befragten Schweizer (51 %) ist zuversichtlich, die richtigen Spar- und Anlageentscheidungen zu treffen. Dies ist deutlich weniger als der globale Durschnitt. Auffallend geringer ist das Vertrauen bei Frauen (40 % gegenüber 60 % der Männer) und jüngeren Anlegern (45 % bei den 21- bis 30-Jährigen gegenüber 70 % bei den 51- bis 60-Jährigen).
Der Umfrage zufolge schätzen Privatanleger eine persönliche, professionelle Anlageberatung – vor allem, wenn es um die langfristige Finanzplanung geht. Gleichzeitig sind aber auch Anleger, die keine Online-Plattformen nutzen, Online-Angeboten gegenüber aufgeschlossen. Als Empfehlung für Anbieter im Privatkundengeschäft lässt sich daraus ableiten, dass sie die Einführung eines hybriden Modells in Betracht ziehen sollten, um die Anlegerbedürfnisse ganzheitlich zu erfüllen.
Finanzielle Sicherheit im Alter ist das primäre Anlageziel
Das wichtigste Anlagemotiv ist der Umfrage zufolge die finanzielle Absicherung im Alter (41 %), dicht gefolgt vom Wunsch, so viel Rendite wie möglich zu erwirtschaften (39 %). In der Schweiz sind die jüngeren Anleger (21- bis 30-Jährige) entgegen dem weltweiten Trend weit weniger motiviert, für die Altersvorsorge zu investieren (21 % gegenüber 35 % der gleichen Altersgruppe weltweit). Stattdessen sind die Gründung einer Familie (32 %) und der Wunsch zu reisen (31 %) die Hauptanlagemotive.
Die Ergebnisse der aktuellen Studie machen deutlich, dass viele Anleger ihr Renteneintrittsalter und ihren Finanzbedarf im Ruhestand nicht realistisch einschätzen können. Dies mag unterschiedliche Gründe haben, fehlendes Finanzwissen sowie fehlende Anreizsysteme und mangelnde Planung scheinen eine Rolle dabei zu spielen. In vielen Fällen sorgt erst das nahende Renteneintrittsalter für eine realistische Einschätzung. Die Daten der Studie zeigen, dass die Erwartungen an den Finanzbedarf im Alter bei Menschen über 50 deutlich steigen. Anbieter sollten daher darüber nachdenken, wie sie diese Informationen nutzen können, um Anleger aufzuklären und zu mehr Vorsorge zu bewegen.
Im Durchschnitt gehen die Schweizer Anleger davon aus, dass sie im Ruhestand 56 % ihres derzeitigen Einkommens benötigen werden. Weniger als jeder Fünfte (17 %) gibt jedoch an, dass er diesen Betrag erreichen oder übertreffen wird. Bei Frauen (11 %) ist dieser Anteil deutlich niedriger als bei Männern (23 %).
37% der Schweizer Anleger gehen davon aus, dass sie in den nächsten fünf Jahren den Anteil ihres Portfolios erhöhen werden, der über digitale Kanäle und ohne die Unterstützung eines Experten investiert wird. Dies ist deutlich weniger als der weltweite Durchschnitt.
„Die zweite Ausgabe unserer Studie 'Decoding Digital Investment' bietet viele Informationen für alle, die die veränderten Erwartungen und Verhaltensweisen von Anlegern verstehen möchten. Die Studie unterstreicht die Bedeutung einer professionellen Anlageberatung: Fast dreimal so viele Anleger, die sich beraten lassen – sei es durch persönliche Gespräche oder digitale Mittel – haben einen strukturierten Anlageplan erstellt“, so Fannie Wurtz, Head of Distribution & Wealth Division, Passive Business Line. „Während die Nutzung digitaler Kanäle weltweit weiter zunimmt, ist die Entwicklung eines hybriden Beratungsmodells für die Erreichung und Unterstützung langfristiger Anlageziele unerlässlich."
Vertiefende Information zur Studie finden Sie hier!
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Über Amundi Amundi, der führende europäische Vermögensverwalter und einer der Top 10 Global Player[1], bietet seinen 100 Millionen Kunden – Privatanlegern, Institutionen und Unternehmen – ein umfassendes Angebot an aktiven und passiven Spar- und Anlagelösungen, in herkömmlichen Vermögenswerten oder in Sachwerten. Dieses Angebot wird durch IT-Tools und -Dienstleistungen ergänzt, um die gesamte Wertschöpfungskette der Geldanlage abzudecken. Amundi, eine Tochtergesellschaft der Crédit Agricole Gruppe, ist börsennotiert und betreut aktuell ein verwaltetes Vermögen von mehr 2 200 Milliarden Euro[2].
Mit seinen sechs internationalen Investmentzentren[3], den Researchkapazitäten im finanziellen und nichtfinanziellen Bereich sowie dem langjährigen Bekenntnis zu verantwortungsvollem Investieren ist Amundi einer der wichtigsten Akteure im Asset Management.
Die Kunden von Amundi profitieren von der Expertise und der Beratung von 5.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 35 Ländern.
Amundi, ein zuverlässiger Partner, der täglich im Interesse seiner Kunden und der Gesellschaft handelt.
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Amundi Asset Management ist eine Aktiengesellschaft nach französischem Recht mit einem Kapital von 1.143.615.555 Euro und ein von der französischen Finanzaufsichtsbehörde AMF beaufsichtigter und unter der Nummer GP 04000036 eingetragener Portfoliomanager. Sitz der Gesellschaft: 90, Boulevard Pasteur, 75015 Paris, Frankreich. Eingetragen im Handelsregister von Paris unter der Nummer 437 574 452."
Dieses Material wurde nicht von einer Aufsichtsbehörde geprüft, und keine Aufsichtsbehörde übernimmt die Verantwortung für die finanzielle Richtigkeit oder für die in diesem Dokument enthaltenen Bestimmungen oder Meinungen.
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1 Quelle: IPE „Top 500 Asset Managers“, veröffentlicht im Juni 2024 auf der Grundlage der verwalteten Vermögen zum 31.12.2023 2 Daten von Amundi am 31.03.2025 3 Paris, London, Dublin, Mailand, Tokio und San Antonio (über unsere strategische Partnerschaft mit Victory Capital) |
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