Europas fulminantes Comeback 
| Wir befinden uns an einem Wendepunkt für Europa, der trotz moderater Wachstumsprognosen in diesem Jahr mittelfristig vielversprechende Aussichten für die ganze Region signalisiert. Anstehende Reformen, strukturelle Veränderungen und geplante Investitionen dürften die Wirtschaftstätigkeit in ganz Europa ankurbeln. Die Region befindet sich an einem Scheideweg und erwartet ein neues Verteidigungsparadigma und einen fiskalischen Impuls in Deutschland, der darauf abzielt, die in Draghis Bericht aufgezeigten Mängel zu beheben. Diese Initiative soll Produktivität und Innovation steigern und damit das wirtschaftliche Potenzial Europas freisetzen. | 
| Nachdem sie mehrere Jahre lang im Schatten der USA standen, haben die europäischen Märkte eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen, ihre amerikanischen Pendants übertroffen und sind für ausländische Investoren zunehmend attraktiv geworden, wie der jüngste Anstieg der Kapitalzuflüsse nach Europa zeigt. Der Euro entwickelt sich zu einer potenziellen globalen Alternative zum Dollar, was EZB-Präsidentin Lagarde kürzlich betonte. Die aktuellen Veränderungen schaffen die Voraussetzungen für einen „globalen Euro-Moment". | 
| Wir denken, dass sich dieser positive Langzeittrend für Europa aus zwei Gründen fortsetzen könnte: Erstens haben die steigenden Sorgen über Handelsspannungen und fiskalische Disziplinlosigkeit die Wahrnehmung von US-Vermögenswerten als einzigen sicheren Hafen geschwächt, und zweitens sind Europas Stabilität und die Bereitschaft zu strategischer Autonomie deutlich stärker geworden. | 
| Der alte Kontinent macht sich wieder auf der Weltkarte bemerkbar. |
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