Nach starkem Quartal für Europa-Aktien-ETFs investieren europäische Anleger wieder breiter diversifiziert Analyse der monatlichen ETF-Mittelzuflüsse Data per 30. Juni 2025 - Aktien waren mit Blick auf die Zuflüsse in europäische UCITS-ETFs im zweiten Quartal die gefragteste Anlageklasse.
- Im Juni konzentrierten sich Anleger auf All-Country, World- und Schwellenländer-Indizes.
- Bei Anleihe-ETFs lagen Staatsanleihen sowohl im Juni als auch im zweiten Quartal an der Spitze.
Zuflüsse in europäische UCITS-ETF
Im europäischen Markt für UCITS-ETFs (börsengehandelte Fonds) summierten sich die Netto-Mittelzuflüsse im Juni auf 20,0 Mrd. Euro. Aktien-ETFs (+11,6 Mrd. Euro) lagen gefolgt von Anleihe-ETFs (+7,8 Mrd. Euro) vorn. Die ETF-Mittelzuflüsse im zweiten Quartal beliefen sich auf 64,0 Mrd. Euro und lagen damit über dem Wert von 55,9 Mrd. Euro im zweiten Quartal 2024. Auf Aktien-Exposures entfielen im zweiten Quartal 2025 mehr als 70 % der gesamten Netto-Neugelder. Europäische Aktienstrategien waren im zweiten Quartal am beliebtesten. Globale ETF-Mittelzuflüsse Global verzeichneten ETFs im Juni ein Plus von 116,3 Mrd. Euro. Dies ist auf einem vergleichbaren Niveau wie im Vormonat. 67,6 Mrd. Euro entfielen auf Aktien- und 38,6 Mrd. Euro auf Anleihe-ETFs. In Nordamerika flossen 41,9 Mrd. Euro in Aktien-ETFs. Die Zuflüsse in US-Aktien-ETFs waren ebenfalls stark, sie stammten aber hauptsächlich von in den USA domizilierten ETFs. Im Juni waren globale Aktien-ETFs mit Fokus auf Industrieländer am beliebtesten. Ihnen flossen 13,8 Mrd. Euro zu. Die zweitbeliebteste Strategie waren ultrakurzlaufende Anleihen mit einem Plus von 10,2 Mrd. Euro. Aus ETFs auf Energie-Aktien flossen 1,6 Mrd. Euro ab. 
Quelle: Amundi, Bloomberg. Beobachtete ETF-Mittelflüsse zwischen 01.04.2025 und 30.06.2025, Daten per 04.07.2025, in Mrd. Euro, sofern nicht anders angegeben. Vergangene Markttrends sind kein verlässlicher Indikator für künftige Trends. Nur zur Veranschaulichung, kann sich ohne vorherige Ankündigung ändern. 
Quelle: Amundi, Bloomberg. Beobachtete ETF-Mittelflüsse zwischen 01.06.2025 und 30.06.2025, Daten per 04.07.2025, in Mrd. Euro, sofern nicht anders angegeben. Vergangene Markttrends sind kein verlässlicher Indikator für künftige Trends. Nur zur Veranschaulichung, kann sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Aktien: Anleger investieren breit diversifiziert – Run auf Europa-Aktien-ETFs schwächt sich ab Europäische UCITS-Aktien-ETFs verzeichneten im Juni Zuflüsse in Höhe von 11,6 Mrd. Euro, was eine Verlangsamung gegenüber dem Vormonat bedeutet. Nachdem europäische Aktien-ETFs in den letzten Monaten die meisten Mittel zuflossen, wechselten Anleger im Juni ihre Präferenz. ETFs auf All-Country-Indizes legten um 3,9 Mrd. Euro zu, Schwellenländer-Aktien-ETFs um 2,7 Mrd. Euro und ETFs auf World-Indizes um 2,1 Mrd. Euro. ETFs auf europäische Aktien flossen hingegen nur 2,0 Mrd. Euro zu. Die Abflüsse aus gleichgewichteten ETF-Strategien beliefen sich im Quartal auf insgesamt 3,7 Mrd. Euro, während ETFs auf US-Aktien das Quartal mit Abflüssen von 100 Mio. Euro beendeten. Im zweiten Quartal waren europäische Aktien die beliebteste ETF-Strategie mit einem Plus von 15,4 Mrd. Euro, während Aktien-ETFs auf Welt-Indizes um 11,3 Mrd. Euro und ETFs auf All-Country-ETFs um 10,3 Mrd. Euro zulegten. ETFs auf Industrieaktien setzten ihren starken Lauf fort und legten im Juni um 1,8 Mrd. Euro zu, so dass sich die gesamten Mittelzuflüsse im zweiten Quartal auf 3,9 Mrd. Euro beliefen. Das Engagement der europäischen Regierungen zur Stärkung der Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben hat die Nachfrage nach entsprechenden ETFs weiter angetrieben. Aus Finanzwerten zogen Anleger im Juni 700 Mio. Euro ab. Damit summierten sich die Quartalsabflusse in diesem Bereich auf 1,5 Mrd. Euro. Die Zuflüsse in ESG-Aktien-ETFs erholten sich im Juni weiter (+1 Mrd. Euro). All-Country- und Schwellenländer-ETFs verzeichneten einen Zuwachs von 1,6 Mrd. Euro beziehungsweise 800 Mio. Euro. Aus US- und europäischen ESG-ETFs zogen Anleger im Juni 700 Mio. Euro beziehungsweise 900 Mio. Euro ab. Im zweiten Quartal flossen insgesamt 3,5 Mrd. Euro aus US-Aktien-ETFs ab, so dass sich die Gesamtabflüsse aus ESG-Aktien-ETFs auf 100 Mio. Euro beliefen. Anleihen: Staatsanleihen im Fokus Im Juni flossen 7,8 Mrd. Euro in europäische UCITS-Anleihe-ETFs, ein ähnliches Niveau wie im Vormonat. Die Zuflüsse summierten sich im zweiten Quartal damit auf 18,3 Mrd. Euro. Staatsanleihe-ETFs waren im Juni die beliebteste Kategorie. Anleger legten im Juni 3,1 Mrd. Euro in dieser Anlageklasse an, davon 1,6 Mrd. Euro in Mehrwährungsstrategien. Diese waren im zweiten Quartal mit 4,3 Mrd. Euro bei Staatsanleihe-ETFs führend und lagen knapp vor auf entsprechende Euro-Staatsanleihe-ETFs. Im Juni flossen Euro-Anleihe-ETFs 800 Mio. Euro zu, was auf die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank zur Lockerung der Leitzinsen zurückzuführen sein kann. Bei ETFs auf US-Anleihen gab es im zweiten Quartal eine klare Präferenz für Anleihen mit kurzen Laufzeiten. ETFs auf US-Dollar-Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit legten um 700 Mio. Euro zu, während bei ETFs auf langlaufende Anleihen Abflüsse von 900 Mio. Euro zu verzeichnen waren. Dies könnte die Besorgnis vor einem höheren US-Haushaltsdefizit und unsicheren Wirtschaftsaussichten widerspiegeln. ETFs auf Euro-Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating waren im Juni weiterhin sehr gefragt (+2,5 Mrd. Euro). Im Quartal summierten sich die Zuflüsse für diese Kategorie auf 5 Mrd. Euro. Aus ETFs auf US-Dollar-Unternehmensanleihen zogen Anleger im zweiten Quartal 900 Mio. Euro ab. ESG-Anleihe Strategien legten im Juni um 2,3 Mrd. Euro zu. Investment-Grade-Unternehmensstrategien waren mit einem Plus von 1,4 Mrd. Euro am beliebtesten, während High-Yield-Strategien um 500 Mio. Euro zulegten. Insgesamt beliefen sich die ETF-Zuflüsse in ESG-Anleihen im zweiten Quartal auf 3,6 Mrd. Euro. Ende Den ETF-Flow-Report sowie den Money Monitor für Juni sowie das zweite Quartal mit zahlreichen Grafiken zur Entwicklung des ETF-Markts erhalten Sie anbei. Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden. Pressekontakt: Anette Walker Tel: +49 172 3501101 a.walker@mediawalker.de |