Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
Frei

Evolva gibt das Finanzergebnis für 2013 bekannt Dienstag, 08. April 2014 - 07:01

MEDIENMITTEILUNG

Evolva gibt das Finanzergebnis für 2013 bekannt

Reinach, Schweiz, 8. April 2014 – Die Evolva Holding AG (SIX: EVE) gab heute die Finanzergebnisse für das Jahr 2013 bekannt. Der Geschäftsbericht von Evolva steht auf der Website des Unternehmens als Download zur Verfügung.

Wichtigste Highlights von 2013 und Anfang 2014:

  • Eine Kooperation mit Ajinomoto im Bereich Körperpflege
  • Eine Vereinbarung mit Cargill über die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung der Stevia-Produkte, welche Ende 2013 in die Pilotphase eintritt
  • Die gemeinsam mit IFF fortgeführte Weiterentwicklung des Vanillin-Produkts zur Marktreife und Abschluss der Pilotphase Ende des Jahres
  • Die Verbesserung der Produktionsverfahren für das Resveratrol-Produkt
  • Gute Fortschritte bei unseren Zusammenarbeiten, mit Meilensteinzahlungen von BASF (im Jahr 2013) und Roquette (Anfang 2014)
  • Die konsequente Rückbesinnung auf den Bereich Ingredienzien, etwa mit der Auslizenzierung von EV-077 an Serodus
  • Partnerschaft mit L’Oréal im Frühjahr 2014

Wichtigste Finanzkennzahlen:

  • Umsatzsteigerung, stabiler Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit, gestärkte Bilanz
  • Deutlich überzeichnete Kapitalerhöhung von CHF 31,3 Mio. im März 2013
  • Per 31. Dezember 2013 beliefen sich die liquiden Mittel und Festgeldanlagen auf CHF 29,3 Mio.
  • Zusätzliche CHF 42,5 Mio. im Rahmen einer Privatplatzierung im Februar 2014 aufgenommen

Neil Goldsmith, CEO von Evolva, sagte: „ Evolva hat im Jahr 2013 ihre Neuausrichtung auf die Entwicklung und das Brauen innovativer, qualitativ hochwertiger Spezialingredienzien konsequent vorangetrieben. Neben Erfolgen gab es natürlich auch Rückschläge zu verkraften. So wurde ein gemeinsam mit IFF verfolgtes Projekt zur Entwicklung einer Aromaingredienz vorzeitig abgebrochen. Dennoch ist 2013 klar als ein erfolgreiches Geschäftsjahr zu werten. Wir sind davon überzeugt, das Unternehmen rechtzeitig für den langfristigen Erfolg ausgerichtet zu haben. Der Einsatz einer Vielzahl wichtiger Ingredienzien ist aufgrund von Problemen in Bezug auf Aroma, Kosten, Reinheit, Lieferkette und Nachhaltigkeit eingeschränkt – Probleme, zu deren Lösung Evolva mit ihrem Ansatz beitragen kann. Vanillin, Resveratrol, Stevia und Saffron sind hier nur der Anfang.“

CFO Jakob Dynnes Hansen kommentierte: „Evolva verzeichnete im Geschäftsjahr 2013 eine insgesamt positive finanzielle Entwicklung, die den Prognosen von August 2013 entsprach. 2014 brachte einen guten Start mit einer Kapitalerhöhung von CHF 42,5 Mio. im Februar. Unserer Auffassung nach ist Evolva damit gut aufgestellt, um künftig Aktionärswert zu schaffen.”

Überblick über die Geschäftstätigkeit

Produkte

Die fermentationsbasierten Technologien von Evolva ermöglichen dem Unternehmen, die Produktion und die Eigenschaften einer breiten Palette natürlicher Ingredienzien zu verbessern, die in Lebensmitteln, Getränken, Kosmetika, Consumer-Health-Produkten und Pharmazeutika zum Einsatz kommen.

Resveratrol

Evolva hat ihr Resveratrol-Programm im November 2012 von Fluxome Sciences A/S (Dänemark) erworben. Das Produkt ist in den USA seit 2010 auf dem Markt, hat jedoch insbesondere aufgrund hoher Produktionskosten keine grossen Umsätze generiert. Das Produkt von Evolva hat in den USA den GRAS-Status (Generally Recognised As Safe) erhalten und wurde in der Europäischen Union als «Novel Food» (neuartiges Lebensmittel) zum Einsatz in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen. Eine Entscheidung des japanischen Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales aus dem Jahr 2013 dürfte den Zulassungsprozess für das Produkt in Japan erleichtern.

Seit der Akquisition des Programms hat Evolva grosse Fortschritte dabei erzielt, die Produktionskosten zu senken und das Produkt auf seine kommerzielle Neulancierung in der zweiten Hälfte des Jahres 2014 vorzubereiten. Die Arbeiten zur weiteren Senkung der Produktionskosten werden nach dem Relaunch fortgeführt. Zudem beraten wir sowohl mit Distributoren als auch mit Herstellern von Spezialingredienzien darüber, wie sich die Umsätze nach der Neulancierung beschleunigen liessen.

Vanillin – ein nachhaltiger Produktionsweg

Im Januar 2011 schloss Evolva eine Produktpartnerschaft mit IFF zur Zusammenarbeit bei der Realisierung eines wirtschaftlich tragfähigen Biosynthesewegs zur Herstellung von Vanillin ab. Gemäss Vertragsbedingungen der Partnerschaft besitzt IFF in bestimmten Marktsegmenten die Exklusivrechte für die Vermarktung des durch Fermentation hergestellten Vanillin-Produkts, das im Rahmen dieser Partnerschaft entwickelt wird.

Evolva hat einen Produktionsweg für die Herstellung von Vanillin gefunden und eine Reihe von Patentanträgen für diesen Herstellungsansatz eingereicht (einige davon wurden bereits genehmigt). Evolva hat die Ausbeute, den Titer (d.h. die Konzentration) und die Produktivität erreicht, die eine kommerzielle Einführung ihres Vanillin-Produkts ermöglichen.

Am 5. Februar 2013 gaben Evolva und IFF bekannt, dass sie in die Vorproduktionsphase eingetreten sind – die letzte Testphase vor der Massenproduktion. Diese Phase wurde Anfang 2014 erfolgreich abgeschlossen. IFF hat kürzlich mitgeteilt, dass das Material nun in einem nächsten Schritt Aromatikern und Anwendungsteams auf der ganzen Welt vorgestellt wird. Dies soll in den kommenden Monaten beginnen. IFF geht davon aus, dass in der zweiten Hälfte des Jahres 2014 erste Umsätze generiert werden. Evolva sucht derweil weiter nach Möglichkeiten, den Produktionsprozess weiter zu optimieren, um die Herstellungskosten im Laufe der Zeit zu senken und das Marktpotenzial zu verbessern.

Stevia – natürlicher Süssstoff ohne Kalorien

Am 5. März 2013 ging Evolva ein Produktpartnerschaft mit Cargill ein, um durch Fermentation

hergestellte Steviolglykoside gemeinsam zu entwickeln und zu vermarkten. Cargill ist hierbei für die Vermarktung verantwortlich und hat CHF 4,5 Mio. in eine Beteiligung an Evolva investiert. Evolva erhält darüber hinaus Meilensteinzahlungen in Höhe von bis zu USD 7,5 Mio. und besitzt das Anrecht auf eine Beteiligung in Höhe von 45% am resultierenden Geschäft. Sollte Evolva diese Option nicht wahrnehmen, erhält sie Lizenzgebühren aus dem weltweiten Verkauf des gemeinsam entwickelten Produkts. Diese Gebühren liegen abhängig vom Gesamtverkaufsvolumen und von anderen Parametern im mittleren einstelligen bis unteren zweistelligen Prozentbereich. Gemäss Vertragsbedingungen der Partnerschaft besitzt Cargill die Exklusivrechte für die Vermarktung der durch Fermentation hergestellten Steviolglykoside, die im Rahmen dieser Partnerschaft entwickelt werden.

Die Fermentation des Produkts im Pilotmassstab wurde Ende 2013 aufgenommen. Ausgehend vom gegenwärtigen Stand der Planung und Prognosen ist die Markteinführung des ersten Produkts für 2015/2016 zu erwarten.

Safran – Farbe, Geschmack und Duft

Evolva hat verschiedene Stoffwechselwege in Hefestämmen konstruiert, welche die gewünschten Endprodukte ergeben, und wo erforderlich Patentanträge gestellt. Nun optimiert das Unternehmen systematisch die Produktionseigenschaften seiner Hefestämme, um kommerziell attraktive Herstellkosten zu erreichen. Zudem hat Evolva die verschiedenen Endprodukte sensorisch auf ihre organoleptischen (Geschmack, Geruch) Eigenschaften hin beurteilt.

Im Jahr 2014 werden die genannten Aktivitäten fortgeführt. Die ersten Produkte dürften 2016 zur Verfügung stehen. Evolva plant derzeit, ihre Safran-Ingredienzien selbstständig zu vermarkten, wird dabei aber – ähnlich wie bei Resveratrol – mit Distributoren und anderen Parteien zusammenarbeiten.

Pomecin™ – natürliches Breitband-Antimykotikum

Pomecine™ sind unternehmenseigene Verbindungen, die als Breitband-Antimykotika in den Bereichen Pflanzenschutz, Körperpflege, Lebensmittelkonservierung sowie Consumer Health Care Anwendung finden könnten. Evolva hat beschlossen, die Familie der antimykotisch wirksamen Pomecin™ in Zusammenarbeit mit Partnern auszuschöpfen. Dabei wird Evolva nur begrenzte zusätzliche Investitionen in die Entwicklung über den jetzigen Stand hinaus vornehmen. Derzeit laufen eine Reihe von Gesprächen, wobei Evolva keine Gewissheit darüber hat, ob eines dieser Gespräche zum Abschluss eines Vertrags führen wird. Zudem gehen wir nicht davon aus, dass eine solche Partnerschaft in nächster Zeit nennenswerte Umsätze generieren wird.

Engagement für Biodiversität und naturwissenschaftliche Bildung

Bei der Entwicklung und Herstellung ihrer Produkte setzt Evolva unter anderem auf die Natur und das aus ihr gewonnene Wissen. Deshalb erachten wir es als unsere Pflicht, der Natur etwas zurückzugeben. Insbesondere sind wir bestrebt, die Grundsätze des Übereinkommens über die biologische Vielfalt einzuhalten, das 1992 in Rio de Janeiro ausgearbeitet wurde (CBD). 2013 gaben wir zudem bekannt, künftig 1% unseres Produktumsatzes zu spenden. Damit wollen wir den Erhalt der Biodiversität und die naturwissenschaftliche Grundbildung in den ärmeren Ländern unterstützen. Nähere Informationen finden sich im Jahresbericht.

Legacy-Produkte

Bis 2010 lag der Schwerpunkt der Aktivitäten von Evolva vor allem auf der Erforschung und der klinischen Entwicklung neuartiger pharmazeutischer Produkte. Evolva hat ihre Strategie seither jedoch allmählich auf die Erforschung, Entwicklung und Herstellung innovativer Ingredienzien zur Anwendung in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Wellness ausgerichtet. Die wenigen Pharma-Produktkandidaten von Evolva, die sich noch in der präklinischen oder klinischen Entwicklungsphase befinden, werden infolge der Neuausrichtung der Strategie als «Legacy-Produkte» betrachtet.

Im Dezember 2013 beschloss Evolva die Auslizenzierung von EV-077 an das norwegische Biopharmaunternehmen Serodus, das auf die Entwicklung von kardiovaskulären Medikamenten spezialisiert ist. Serodus will EV-077 durch die klinische Entwicklung führen und wird zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob das Unternehmen selbst oder ein Partner die abschliessenden klinischen Studien durchführen wird. Evolva hat Anspruch auf Lizenzgebühren, einschliesslich klinischer und regulatorischer Meilensteinzahlungen, sowie einstellige umsatzabhängige Lizenzzahlungen. Wenn Serodus zu einem späteren Zeitpunkt Unterlizenzen für den Wirkstoff vergibt, erhält Evolva bis zu 30% der gesamten Lizenzeinnahmen von Serodus.

Die US Defense Threat Reduction Agency (DTRA) gab im September 2013 bekannt, dass sie im Rahmen der Transformational Medical Technologies Initiative (TMTI) Vertragsverhandlungen mit Evolva über eine mögliche präklinische Finanzierung des Antibiotikums GC-072 von Evolva (der wichtigsten Verbindung der Reihe EV-035 des Unternehmens) aufnehmen wird. Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, ist mit einem Vertragsabschluss im Jahr 2014 zu rechnen. Die vertragliche Zuwendung könnte bis zu USD 16 Mio. betragen. Evolva wird auch in Zukunft Optionen für Partnerschaften bei der EV-035-Reihe prüfen.

Partnerschaften

Evolva unterhält und pflegt mehrere Partnerschaften im Technologie- und Forschungsbereich. Mithilfe unserer Technologie verschaffen wir Partnerunternehmen einen Wettbewerbsvorteil und partizipieren gleichzeitig an ihrem entsprechenden Erfolg. Das Jahr 2013 brachte mehrere Durchbrüche in unserem Partnerschaftsportfolio mit sich.

Bei diesen F&E-Partnerschaften kommt unsere Technologieplattform zum Einsatz, über die wir neue Produkte und Produktionsprozesse für neue und bestehende Produkte entwickeln, die für unsere Partner von Interesse sind. Wir gehen davon aus, dass diese F&E-Partnerschaften in den nächsten Jahren den überwiegenden Teil der Umsätze von Evolva generieren werden. Wir wollen allerdings durch die Vermarktung der eigenen Produkte schrittweise eine zusätzliche und auf längere Sicht vorrangige Einkommensbasis aufbauen. Weitere Informationen über unsere bestehenden Partnerschaften enthalten der Geschäftsbericht 2013 und der vorige Abschnitt „Produkte“.

Personal

Zum 31. Dezember 2013 belief sich der Gesamtpersonalbestand von Evolva auf 103 Vollzeitbeschäftigte (2012: 82). Davon waren 80 (2012: 61) direkt in der F&E tätig, während das übrige Personal im Management sowie im kommerziellen und administrativen Bereich tätig war.

Im Februar 2013 gab Evolva bekannt, dass Norbert Bender, Chief Medical Officer, das Unternehmen verlassen wird. Da sich Evolva derzeit auf Ingredienzien für Gesundheits-, Wellness- und Ernährungsprodukte konzentriert, wurde die freie Stelle nicht besetzt. Prof. Dr. Jutta Heim gab im April 2013 ihre Entscheidung bekannt, von ihrer Funktion als Chief Scientific Officer zurückzutreten. Sie engagiert sich als Beraterin weiterhin für Evolva. Im Mai 2013 wurde sie zudem in den Verwaltungsrat gewählt. Ihre Nachfolge hat Jørgen Hansen angetreten. Er hat in den letzten acht Jahren das dänische Forschungsteam von Evolva geleitet und war in dieser Zeit insbesondere für die Vanillin- und Stevia-Projekte verantwortlich.

Die Evolva-Aktie

Die Evolva-Aktie zeigte im Jahr 2013 eine starke Performance. Der Aktienkurs notierte am Jahresende bei CHF 0.99, gegenüber CHF 0.36 per Ende 2012. Auch die Liquidität der Aktie stieg sprunghaft an: 2013 wurden täglich 1,1 Mio. Aktien gehandelt (ggü. 0,2 Mio. im Jahr 2012). Noch stärker erhöhte sich nach dem Kurssprung der Aktie im Jahr 2013 der tägliche Handelswert (in CHF).

Finanzbericht

Wichtigste Finanzkennzahlen

CHF Mio. (IFRS, Konsolidiert)

2013

2012

1)

Umsatz

8,7

7,0

Forschungs- & Entwicklungsaufwand

-18,9

-19,5

Vertriebs- & Verwaltungsaufwand

-7,5

-7,5

Nettoergebnis

-16,2

-16,6

Eigenkapitalfinanzierung

33,8

1,9

Liquide Mittel und Festgeldanlagen (Jahresende)

29,3

2)

9,1

Netto Geldfluss

+20,1

2)

-13,4

Eigenkapital (Jahresende)

83,3

60,5

Gewinn pro Aktie (CHF)

-0,07

-0,09

1) Einige Finanzkennzahlen für 2012 wurden infolge einer rückwirkenden Bilanzierungsänderung angepasst.

2) Festanlagen mit mehr als drei Monaten Restlaufzeit belaufen CHF 3,5 Mio.

Überblick

Evolva verzeichnete im Geschäftsjahr 2013 eine insgesamt positive finanzielle Entwicklung, die den Prognosen von August 2013 entsprach. Der Umsatz stieg um 24%, der Betriebsaufwand sank um 2% und der Geldfluss aus Investitions- und betrieblicher Tätigkeit verbesserte sich leicht. Zudem nahm das Unternehmen knapp CHF 34 Mio. an frischem Eigenkapital auf. Im Februar 2014 konnte Evolva im Rahmen einer Privatplatzierung weitere Mittel in Höhe von rund CHF 41,0 Mio. (nach Abzug der Kapital-beschaffungskosten) beschaffen. Vor diesem Hintergrund ist das Unternehmen gut positioniert, um seine bestehenden und neuen Projekte durch die Forschung und Entwicklung bis zur Vermarktung zu bringen.

Erfolgsrechnung

Der Gesamtumsatz stieg von CHF 7,0 Mio. im Vorjahr um 24% auf CHF 8,7 Mio im Berichtsjahr. Rund 90% davon wurden bei F&E-Partnerschaften mit drei weltweiten Anbietern von Ingredienzien (IFF, Ajinomoto und Roquette) erwirtschaftet. Zudem erzielte Evolva ihre ersten Lizenzeinnahmen aus der Auslizenzierung von EV-077 an Serodus. Darüber hinaus konnte das Unternehmen Umsätze aus verschiedenen Forschungsprojekten verbuchen, die von der EU und nationalen Institutionen finanziert werden.

Der Forschungs- & Entwicklungsaufwand ging von CHF 19,5 Mio. auf CHF 18,9 Mio. zurück, was teilweise darauf zurückzuführen ist, dass Evolva im 2013 keine klinischen Aktivitäten mehr verfolgte. Über 50% des Forschungs- & Entwicklungsaufwands im Berichtsjahr entstanden im Rahmen von Projekten, die von Partnern (z.B. IFF oder Ajinomoto) durch Forschungsgebühren, Meilensteinzahlungen oder eine finanzielle Beteiligung mitfinanziert werden. Der Aufwand für die selbstentwickelten Produkte von Evolva (z.B. Resveratrol) stieg 2013 deutlich an, da die Produkte in kostenintensivere Entwicklungsphasen eintraten. In der zweiten Hälfte des Jahres 2013 wurde zusätzliches F&E-Personal rekrutiert, was sich in einem höheren Forschungs- & Entwicklungsaufwand für das Jahr 2014 niederschlagen wird.

Der Verwaltungsaufwand belief sich auf CHF 7,5 Mio. und blieb damit auf Vorjahresniveau. Etwa zwei Drittel dieses Betrags sind auf Personalkosten und das Optionsprogramm für die Geschäftsleitung, den Verwaltungsrat und das Verwaltungspersonal zurückzuführen, während der Rest auf die Geschäftsentwicklung, Investor Relations, die Finanzierungstätigkeit, Steuern und Gebühren sowie Verwaltungskosten entfällt.

2013 verbuchte das Unternehmen hinsichtlich seines Mitarbeiterptionsplans nicht-liquiditätswirksame Belastungen von CHF 2,2 Mio., gegenüber CHF 3,3 Mio. im Jahr 2012. Das Nettofinanzergebnis war 2013 mit CHF -0,3 Mio. negativ, nachdem im Vorjahr die Auflösung der bedingten Kaufpreisentschädigung in Zusammenhang mit der Übernahme von Abunda im 2011 zu einem ausserordentlichen Gewinn von CHF 1,9 Mio. geführt hatte.

Bilanz und liquide Mittel

Die Bilanzsumme stieg per Ende 2013 auf CHF 105,3 Mio. (2012: CHF 90,4 Mio.), was die deutliche Zunahme der liquiden Mittel auf CHF 29,3 Mio. (2012: CHF 9,1 Mio.) widerspiegelt. Darin enthalten sind auch CHF 3,5 Mio. in Form von Festgeldanlagen mit Restlaufzeiten zwischen drei und sechs Monaten, die in der Bilanz nicht als «Flüssige Mittel» ausgewiesen werden.

Der Barmittelabfluss durch Geschäftstätigkeiten verringerte sich auf CHF 12,5 Mio. (2012: CHF 13,4 Mio.), was primär auf die Umsatzsteigerung im Jahr 2013 zurückzuführen ist. Investitionen in Anlagevermögen stiegen infolge des Erwerbs zusätzlicher Fermentationsausrüstung um CHF 0,3 Mio.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit betrug CHF 33,4 Mio. (2012: CHF 0,6 Mio.), wovon CHF 31,3 Mio. dem Bruttoerlös aus der Aktienplatzierung im März 2013 entsprechen. Die Einnahmen aus SEDA-Finanzierung stiegen auf CHF 3,6 Mio. (2012: CHF 1,9 Mio.), da das Unternehmen infolge des zunehmenden Handelsvolumens im Jahr 2013 sein SEDA-Instrument aktiver nutzen konnte.

Beschränkt verfügbare Barmittel in Höhe von CHF 1 Mio. wurden für die Teilrückzahlung von Hypothekar-schulden verwendet. Die Verbindlichkeiten verringerten sich deutlich auf CHF 22,0 Mio. (2012: CHF 29,9 Mio.). Dies ist auf die Auflösung latenter Steuerverbindlichkeiten, den Verzicht der Minderheitsaktionäre von Evolva India auf das Barabfindungsrecht auf ihren Vorzugsaktien und die Teilrückzahlung der Hypothekarschuld zurückzuführen.

Infolge der Zunahme der Aktiven und der Verringerung der Verbindlichkeiten stieg das Eigenkapital per Ende der Berichtsperiode deutlich auf CHF 83,3 Mio. an (von CHF 60,5 Mio. per Ende 2012).

Ausblick 2014

Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von über CHF 10 Mio. (2013: CHF 8,7 Mio.).

Der Netto-Barmittelabfluss durch Geschäftstätigkeiten und Investitionen dürfte auf CHF 16 – 18 Mio. ansteigen (2013: CHF 13,3 Mio.), was auf erhöhte Investitionen in unsere Schlüsselprodukte (insbesondere Stevia und Resveratrol) sowie – wie im Februar 2014 angekündigt – die Verstärkung unserer Scale-up-Kapazitäten zurückzuführen sein wird.

Nach der Finanzierungsrunde im ersten Quartal 2014 ist das Unternehmen gut kapitalisiert. Unter Berücksichtigung des erwarteten Geldflusses aus Investitions- und betrieblicher Tätigkeit geht das Unternehmen davon aus, dass sich sein Bestand an liquiden Mitteln (inklusive Festgeldanlagen) per Ende 2014 auf über CHF 50 Mio. belaufen wird.

Generalversammlung 23. Mai 2014

Am 1. Januar 2014 trat die «Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften» (VegüV, «Minder-Verordnung») in Kraft, mit der sich die Corporate-Governance-Anforderungen an börsenkotierte Unternehmen mit Sitz in der Schweiz wesentlich verändert haben. Obwohl für die Umsetzung der Verordnung eine Übergangsfrist von zwei Jahren gewährt wird, hat Evolva entschieden, ihren Bestimmungen grösstenteils bereits 2014 nachzukommen. Eine dieser Bestimmungen sieht vor, dass börsenkotierte Unternehmen ihren Aktionären einen jährlichen Vergütungsbericht vorlegen müssen. Evolva hat einen solchen Bericht bereits 2013 bereitgestellt und tut dies auch im diesjährigen Geschäftsbericht.

Der Verwaltungsrat (VR) wird den Vergütungsbericht im Mai 2014 der jährlichen Generalversammlung (GV) der Aktionäre zu einer Konsultativabstimmung unterbreiten. An der gleichen Generalversammlung wird der VR verschiedene Änderungen der Vergütungspolitik vorschlagen, die auf a) Diskussionen mit den Aktionären von Evolva und ihren Stimmrechtsberatern sowie b) den neuen gesetzlichen Bestimmungen der Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften basieren.

– Ende –

Telefonkonferenz zur Präsentation des Abschlusses am 8. April 2014, 10.00 Uhr (MEZ)

Neil Goldsmith (CEO) und Jakob Dynnes Hansen (CFO) werden die Ergebnisse im Rahmen einer Telefonkonferenz für Medienschaffende und Analysten bekannt geben. Eine Teilnahme ist über die folgenden Einwahlnummern möglich.

+41 (0)58 310 50 00 Schweiz / Kontinentaleuropa

+44 (0)203 059 58 62 Grossbritannien

+1 (1)631 570 5613 USA

Nach der Telefonkonferenz wird eine Aufzeichnung als Podcast zwei Wochen lang zur Verfügung stehen. Der Link zum Podcast wird auf der Website von Evolva publiziert. Die Medienmitteilung, der Geschäftsbericht und die Powerpoint-Präsentation stehen auf der Website zum Download bereit.

Über Evolva

Evolva ist als Pionier weltweit führend auf dem Gebiet der nachhaltigen, auf Fermentation basierenden Herstellung von Inhaltsstoffen für die Gesundheits-, Wellness- und Ernährungsbranche. Die Produkte von Evolva umfassen Stevia, Vanille, Safran oder Resveratrol. Neben der Entwicklung der eigenen Ingredienzien setzt Evolva ihre Technologie für Partnerunternehmen ein, für die sie einen Wettbewerbsvorteil schafft und gleichzeitig an ihren entsprechenden Erträgen partizipiert. Weitere Informationen stehen auf www.evolva.comzur Verfügung.

Kontaktangaben

Neil Goldsmith, CEO

Jakob Dynnes Hansen

Paul Verbraeken, IR

neilg@evolva.com

jakobdh@evolva.com

paulv@evolva.com

+ 41 61 485 2005

+ 41 61 485 2034

+ 41 61 485 2035

Diese Medienmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die durch Begriffe wie „glaubt“, „nimmt an“, „erwartet“ oder ähnliche Ausdrücke gekennzeichnet sind. Diese zukunftsgerichteten Aussagen bergen bekannte und unbekannte Risiken, Unwägbarkeiten und andere Faktoren, durch die sich die tatsächlichen Ergebnisse bzw. die tatsächliche Finanzsituation, Entwicklung oder Leistung des Unternehmens wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen explizit oder implizit geäusserten Prognosen unterscheiden können. Angesichts dieser Ungewissheiten sollte sich der Leser nicht auf zukunftsgerichtete Aussagen verlassen. Das Unternehmen verpflichtet sich nicht, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren oder sie an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.