Neue Ergebnisse mit NW-3509 auf der SIRS-Konferenz vorgestellt; Einzigartiger Wirkmechanismus mit potenziellen Vorteilen für Schizophrenie-Patienten mit eingeschränkter Ansprache auf Antipsychotika; NW-3509 gut toleriert und sicher in Phase-I-Studie; Newron startet Phase-II-Studie in 2014 Dienstag, 08. April 2014 - 07:00
Neue Ergebnisse mit NW-3509 auf der SIRS-Konferenz vorgestellt
Einzigartiger Wirkmechanismus mit potenziellen Vorteilen für Schizophrenie-Patienten mit eingeschränkter Ansprache auf Antipsychotika
NW-3509 gut toleriert und sicher in Phase-I-Studie
Newron startet Phase-II-Studie in 2014
Mailand, Italien – 8. April 2014 - Newron Pharmaceuticals S.p.A. ('Newron'), ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen mit Schwerpunkt auf innovativen Therapien für Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) und Schmerzen, gab heute bekannt, dass die Ergebnisse neuer mechanistischer und Verhaltensstudien mit NW-3509 das Potenzial des Wirkstoffs in Patienten mit Schizophrenie bestätigen. Zusammen mit vorläufigen Ergebnissen einer amerikanischen Phase-I-Studie wurden diese Studien am Montag, 7. April 2014, auf der 4th Biennial Schizophrenia International Research Society (SIRS) Conference in Florenz (Italien) vorgestellt.
Basierend auf der Auswertung von mehr als 130 Targets, darunter u. a. Rezeptoren, Kanäle, Transporter und Enzyme, bestätigten neue mechanistische Studien die Selektivität von NW-3509 bei der Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle (VGSC). Besagte Blockade hemmt die von gängigen Antipsychotika nicht adressierte exzessive Freisetzung von Glutamat. Diese Wirkmechanismen von NW-3509 sind einzigartig und eröffnen das Potenzial, als Zusatztherapie zu marktgängigen Antipsychotika die inadäquate Ansprache bei Schizophrenie-Patienten zu verbessern.
Neue Verhaltensstudien mit NW-3509, entweder allein oder in Kombination mit Antipsychotika der 1. oder der 2. Generation eingesetzt, zeigten in Schizophrenie-Tiermodellen (verstärkte Bewegung, Aggression, Präpulsinhibition, kognitive Beeinträchtigung) signifikante Aktivität, unabhängig von dem zur Verursachung des Defizits verwendeten Stimulus (Amphetamine, MK-801, PCP, Scopolamin, Schlafentzug, natürliche Beeinträchtigung). Vorteile konnten im Tierversuch auch bei Manien, Depression und Zwangsstörungen aufgezeigt werden.
Ergebnisse aus einer laufenden Phase-I-Studie mit gesunden Testpersonen in den USA zeigen, dass NW-3509 in den verabreichten Dosen gut toleriert wird, und die Exposition mit zunehmender Dosierung steigt. Die bei aktueller Dosierung am Menschen gemessene Exposition überschneidet sich mit der Exposition im Tiermodell bei Dosierungen, die mit signifikanten Verbesserungen einhergingen.
Dazu Ravi Anand, CMO von Newron: «Ein grosser Teil der Patienten mit Schizophrenie erfährt trotz adäquater Blockade der serotoninergen, mesolimbischen und mesokortikalen dopaminergen Systeme eine unzureichende Ansprache auf die gängige Behandlung mit Antipsychotika. NW-3509 moduliert die abnorme elektrische Aktivität im Gehirn und mindert die exzessive Glutamatfreisetzung und bietet somit zusätzliche Wirkmechanismen, die den Nutzen gängiger Antipsychotika verstärken. Für das vierte Quartal 2014 plant Newron den Beginn einer placebo-kontrollierten Sicherheits- und Wirksamkeitsstudie mit Schizophrenie-Patienten, die auf gängige Therapien nur eingeschränkt ansprechen.»
Marco Caremi, Newron's Executive Vice President Business Development, fügte hinzu: «2013 wurde Newron in den USA für NW-3509 das „composition of matter“-Patent erteilt. Das Patent gilt auch für andere Territorien, inkl. Japan. In Europa wird die Patentanmeldung noch geprüft. Durch dieses Patent wird der Wirkstoffkandidat bis ins Jahr 2028, zuzüglich möglicher Verlängerungen, geschützt. Diese Laufzeit bietet künftigen Partnern in der Entwicklung von NW-3509 eine ausreichend lange Periode, um ihre Investition wieder einzuspielen.»

