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Zuger Kantonalbank erzielt ein gutes Jahresergebnis 2025 Montag, 02. Februar 2026 - 07:03

02.02.2026 – Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR

Zuger Kantonalbank erzielt ein gutes Jahresergebnis 2025

Die Zuger Kantonalbank steigert 2025 ihren Geschäftsertrag um 4,3 Prozent auf 328,5 Mio. Franken. Der Konzerngewinn wächst auf 131,1 Mio. Franken (+7,1 Prozent), was vor allem dem Ausbau des Vermögensverwaltungsgeschäfts und Sondereffekten im Zinsengeschäft zu verdanken ist. Die Dividende soll sich um 10 Franken auf 230 Franken pro Aktie erhöhen.

Im Berichtsjahr sorgen geopolitische Spannungen und die US-Zollpolitik für schwankende Finanzmärkte. Die Schweizerische Nationalbank senkt mehrfach die Leitzinsen. Trotzdem erreichen die Aktienmärkte neue Höchststände. Der Dienstleistungssektor unterstützt das globale Wirtschaftswachstum. Das gilt auch für die Schweiz, während der Exportbereich unter Druck stand.

«Ich freue mich, dass wir in einem anspruchsvollen Umfeld ein starkes operatives Ergebnis erzielen und unseren Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen konnten. Der Geschäftsertrag steigt um 4,3 Prozent auf 328,5 Mio. Franken, getragen von einer deutlichen Zunahme der indifferenten Erträge. Diese erfreuliche Entwicklung ist das Resultat eines gezielten Ausbaus des Vermögensverwaltungsgeschäfts», kommentiert Hanspeter Rhyner, CEO der Zuger Kantonalbank, das Geschäftsjahr 2025.

Herausforderndes Zinsumfeld

Der Bruttozinsertrag reduziert sich im Berichtsjahr um 0,1 Prozent auf insgesamt 212,5 Mio. Franken. Hauptursache hierfür sind die rückläufigen Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, die im anhaltend tiefen Zinsumfeld weiter unter Druck stehen. Zusätzlich belastet die Senkung des SNB-Leitzinses auf 0 Prozent im Juni 2025 die Zinsmarge auf der Passivseite spürbar. Trotz dieser negativen Einflüsse ermöglichen einmalige Sondereffekte in der Höhe von 16,4 Mio. Franken, den Zinserfolg insgesamt auf dem Niveau des Vorjahrs zu halten.

Die Zuger Kantonalbank bildet im Berichtsjahr, basierend auf ihrer umsichtigen Kreditpolitik, Einzelwertberichtigungen im Umfang von 9,8 Mio. Franken, während sie Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken über 7,1 Mio. Franken auflöst. Insgesamt weist die Position «Veränderungen von ausfallbedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft» 2025 eine Nettobildung von 2,8 Mio. Franken aus. Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft beträgt 209,7 Mio. Franken und liegt damit 2,8 Prozent über dem Vorjahr. Nach dem bedeutenden Anstieg im Jahr 2023 kann mit diesem Ergebnis das substanziell höhere Zinserfolgsniveau bereits zum zweiten Mal in Folge gehalten werden.

Umsichtiges Bilanz- und Liquiditätsmanagement

Das Kreditvolumen sinkt im Berichtsjahr um 0,3 Mrd. auf 15,3 Mrd. Franken. Margenschwache Finanzierungen bei institutionellen Immobilieninvestoren werden bewusst reduziert. Die Zuger Kantonalbank fokussiert auf das Eigenheimgeschäft, das auch im Berichtsjahr erfolgreich ausgebaut wird. Mit diesen Verschiebungen im Hypothekarportfolio kann insgesamt die Belehnungshöhe optimiert werden. Die Kunden vertrauen der Zuger Kantonalbank 128,9 Mio. Franken zusätzliche Gelder an. Als Folge dieser beiden Entwicklungen steigen die flüssigen Mittel auf mehr als 3 Mrd. Franken.

Ausbau des Anlagegeschäfts

Im Jahr 2025 steigert die Zuger Kantonalbank ihren Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 5,4 Prozent auf 91,6 Mio. Franken. Dieses Wachstum ist vor allem dem Anstieg der Kommissionserträge aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft zu verdanken. Besonders das Vermögensverwaltungsgeschäft trägt dazu bei und verzeichnet gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 7,2 Mio. Franken oder 12,3 Prozent. Die Zahl der Mandate wächst um 10 Prozent. Zum Jahresende belaufen sich die Kundenvermögen auf 29,4 Mrd. Franken, was einem Anstieg von 1,8 Mrd. Franken entspricht. Davon entfallen 663 Mio. Franken auf Zuflüsse. Die Kundenvermögen entwickeln sich damit entlang eines erfreulichen, kontinuierlichen Wachstumspfads.

Immofonds Asset Management AG (IFAM) erzielt erneut gutes Ergebnis

Die Tochtergesellschaft IFAM trägt als unabhängige Fondsleitung und Asset Manager mit Investitionen in Schweizer Immobilien massgeblich zum positiven Ergebnis bei. Durch das wachsende Anlagevermögen steigert die IFAM die Ertragskraft. Der Geschäftsertrag beträgt insgesamt 14,1 Mio. Franken und fliesst vollumfänglich in den Konzernabschluss ein.

Gutes Handelsergebnis

Gegenüber dem Vorjahr steigert die Zuger Kantonalbank das Handelsergebnis um 2,1 Mio. Franken auf 20,7 Mio. Franken. Das aktive Management der Fremdwährungspositionen und die hohe Marktvolatilität an den Devisenmärkten führen zu diesem starken Handelsergebnis.

Rückläufiges Kostenwachstum

Nach einer Phase gezielter Investitionen in Wachstums- und Innovationsprojekte hat sich das Kostenwachstum im Berichtsjahr wie geplant abgeflacht. Der Geschäftsaufwand beträgt 145,4 Mio. Franken und liegt damit um 3,1 Prozent über dem Vorjahr.

Der Personalaufwand steigt um 2,3 Prozent oder 2,1 Mio. Franken auf 93,7 Mio. Franken. Der Sachaufwand erhöht sich um 2,3 Mio. Franken beziehungsweise um 5,0 Prozent auf 48,5 Mio. Franken. Besonders die Kosten für Drittleistungen nehmen aufgrund des höheren Geschäftsvolumens und aufgrund von Preissteigerungen zu. Als Folge des höheren Geschäftsaufwands steigt das Kosten-Ertrags-Verhältnis im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 43,9 Prozent.

Stabile Abschreibungen und tiefere Rückstellungen

Die Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten sind mit 31,5 Mio. Franken um 0,2 Mio. Franken unter dem Vorjahreswert. Darin enthalten sind ordentliche Goodwill-Abschreibungen in der Höhe von 12,6 Mio. Franken auf der Beteiligung an der IFAM. Die operationellen Verluste liegen wie in den Vorjahren mit 45’000 Franken weiterhin auf einem sehr tiefen Niveau.

Höheres Jahresergebnis

Der Geschäftserfolg steigt im Berichtsjahr um 6,7 Prozent oder 9,5 Mio. Franken auf 151,7 Mio. Franken. In der Folge ergibt sich ein erfreulicher Konzerngewinn in der Höhe von 131,1 Mio. Franken; dies entspricht einem Plus von 7,1 Prozent oder 8,7 Mio. Franken.

Starke Kapitalbasis

Die Eigenkapitalquote steigt von 19,8 Prozent im Vorjahr auf 23,3 Prozent und übertrifft die aktuelle Eigenmittelanforderung von 13,6 Prozent signifikant. Die Ertragskraft der Bank führt neben tieferen Belehnungen im Hypothekarportfolio und angepassten Eigenmittelvorschriften zu einer höheren Kapitalquote.

Bestätigtes AA+-Rating

Die Zuger Kantonalbank wird von der Ratingagentur Standard & Poor’s mit der Note AA+ erneut ausgezeichnet bewertet. Sie gehört damit global zu den bestkapitalisierten Banken. Zu den im Ratingbericht ausgewiesenen Stärken der Bank zählen ihre ausgezeichnete Wettbewerbsposition in der Wirtschaftsregion Zug, ihre Ertragskraft, die grundsolide Kapitalisierung und der finanzstarke Kanton Zug als Mehrheitsaktionär und Garant. Der Ratingausblick bleibt stabil. Die Zuger Kantonalbank lässt das Rating jährlich überprüfen.

Zuger Kantonalbank Aktie – Dividendenerhöhung um 10 Franken pro Aktie

Die Aktie der Zuger Kantonalbank notiert per Ende 2025 bei 8’840 Franken. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Anstieg von 7,3 Prozent. Die erfreuliche Ertragsentwicklung und die hohe Eigenmittelbasis der Bank ermöglichen dem Bankrat, der Generalversammlung vom 9. Mai 2026 eine Erhöhung der Dividende auf 230 Franken pro Aktie zu beantragen. Mit dieser Ausschüttung ergibt sich bezogen auf den Jahresendkurs 2025 eine Dividendenrendite von 2,6 Prozent.

Ausblick auf 2026

Die Ertragsbasis der Zuger Kantonalbank ist breit abgestützt und die Kapitalisierung solide. Dank der starken Marktposition im Wirtschaftsraum Zug, der hohen Kundennähe und der konsequenten Umsetzung der strategischen Initiativen ist die Bank überzeugt, auch im kommenden Jahr nachhaltig Wert zu schaffen. Sie setzt weiterhin auf eine gesund strukturierte Entwicklung des Kreditgeschäfts, selektive Investitionen in digitale Lösungen und die Stärkung zentraler Geschäftsfelder wie Anlage- und Vermögensverwaltung. Die Bank ist dank ihrer robusten Bilanzstruktur und der stabilen Refinanzierung gut positioniert, um auch in einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld erfolgreich zu bestehen.

Das wirtschaftliche Umfeld im Kanton Zug bleibt positiv, auch wenn weltweit Unsicherheiten bestehen. Die Zuger Kantonalbank legt in ihrer neuen Strategie den Fokus auf ihre Rolle als Premium Partner im Wealth Management und strebt eine höhere Effizienz an. Aufgrund der Sondereffekte im Jahr 2025 und des geänderten Zinsumfelds erwartet die Zuger Kantonalbank allerdings für 2026 tiefere Zinserträge und somit ein niedrigeres Ergebnis als im Vorjahr.

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