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CPH Geschäftsjahr 2025: Strategische Weichenstellungen in forderndem Umfeld Mittwoch, 18. Februar 2026 - 07:03

Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR
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Geschäftsjahr 2025

Strategische Weichenstellungen in forderndem Umfeld

 

Die CPH Group erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von CHF 334 Mio. (Vorjahr: CHF 323 Mio.) Das EBITDA ging um 6.5 % auf CHF 50.3 Mio. zurück und es resultierte eine EBITDA-Marge von 15.0 %. Das Nettoergebnis erreichte CHF 23.4 Mio. Der Generalversammlung wird die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von CHF 2.00 pro Aktie vorgeschlagen.

 

in CHF Mio. (Weitergeführte Bereiche)

2025

2024

±

± in %

 

 

 

 

 

Nettoumsatz

334.1

323.3

+10.8

+3.3 %

Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)

50.3

53.8

-3.5

-6.5 %

   EBITDA-Marge

15.0 %

16.6 %

-1.6 %

 

Betriebsergebnis (EBIT)

32.8

39.2

-6.4

-16.3 %

   EBIT-Marge

9.8 %

12.1 %

-2.3 %

 

Nettoergebnis

23.4

34.4

-11.0

-32.0 %

   Eigenkapitalrendite (ROE)

11.3 %

16.2 %

-4.9 %

 

 

 

Perlen, 18. Februar 2026 – Geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und daraus resultierende Zölle verunsicherten die Weltwirtschaft und trugen zur Abkühlung der Konjunktur bei. In diesem herausfordernden Umfeld verzeichnete die CPH Group insbesondere im zweiten Halbjahr des Berichtsjahrs eine vorübergehende Abschwächung der Geschäftsentwicklung. Dennoch konnte sie ihre globale Expansionsstrategie mit der Akquisition von zwei Unternehmen erfolgreich fortsetzen, das Produktangebot beider Geschäftsbereiche erweitern und ihre Marktposition stärken. Zusätzlich war die CPH Group durch den starken Schweizer Franken, den schwachen US-Dollar sowie Überkapazitäten im pharmazeutischen Blisterverpackungsmarkt gefordert. Eine leicht erhöhte Kostenbasis nach der Ausgliederung des Bereichs Papier und tendenziell rückläufige Verkaufspreise wirkten sich ebenfalls auf das Jahresergebnis aus.

 

Akquisitionsbedingte Umsatzsteigerung

Im Berichtsjahr erwirtschaftete die CPH Group einen um 3.3 % höheren Umsatz von CHF 334 Mio. (Vorjahr: CHF 323 Mio.). Die Akquisitionen trugen mit 8.1 % zum Umsatz bei, während der starke Schweizer Franken einen reduzierenden Effekt von 3.8 % hatte. Währungs- und akquisitionsbereinigt ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1.0 % zurück, was unter anderem auf zusätzliche Produktionskapazitäten im Blisterverpackungsmarkt zurückzuführen ist, die in einem Volumen- und Preisdruck resultierten. Obwohl im Bereich Zeochem insbesondere dank der positiven Entwicklung des Geschäfts mit deuterierten Verbindungen und Chromatographie-Gelen erneut ein EBITDA-Höchststand erzielt werden konnte, ging das EBITDA auf Gruppenstufe um 6.5 % auf CHF 50.3 Mio. zurück. Die EBITDA-Marge beläuft sich auf 15.0 % und liegt somit unterhalb des mittelfristigen Zielkorridors von 16 bis 18 %. Das tiefere EBITDA kombiniert mit akquisitionsbedingt höheren Abschreibungen ergaben ein um CHF 6.4 Mio. bzw. 16.3 % tieferes EBIT von CHF 32.8 Mio. (Vorjahr: CHF 39.2 Mio.). Auf Stufe Nettoergebnis kamen im Vergleich zum Vorjahr der Wegfall einmaliger Finanz- und betriebsfremder Erträge sowie akquisitionsbedingt höhere Finanzaufwendungen zum Tragen: Die CPH Group weist mit CHF 23.4 Mio. ein um 32.0 % unter dem Vorjahresniveau (CHF 34.4 Mio.) liegendes Nettoergebnis aus.

 

«Die Akquisitionen von LOG Pharma und von SiliCycle waren die strategischen Höhepunkte des Berichtsjahrs. Die beiden Gesellschaften verfügen über starke Standbeine in ihren jeweiligen Märkten und über viel Potenzial mit ihren Technologien und Produkten. Mit der Integration steigern wir den Wert und die Zukunftsfähigkeit der CPH Group insgesamt», sagt Dr. Alois Waldburg-Zeil, CEO der CPH Group.

 

EBITDA-Marge über 20 % bei Zeochem

Das Geschäft mit hochwertigen Molekularsieben zur Erdgasreinigung wies einen Wachstums-trend auf, während die Absatzentwicklung bei Molekularsieben für Industriegase rückläufig war. Zusätzlich kam es bei lithiumbasierten Produkten für die Aufkonzentration von industriellem und medizinischem Sauerstoff zu einem preisgetriebenen Umsatzrückgang, da die im Berichtsjahr weiter gesunkenen Lithiumkosten an die Kunden weitergegeben wurden. Bei den deuterierten Lösungsmitteln für den Einsatz in OLED-Displays und in pharmazeutischen Anwendungen konnte der Geschäftsbereich den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erneut steigern. Insgesamt konnte mit deuterierten Verbindungen über die letzten fünf Jahre ein profitables jährliches Umsatzwachstum von durchschnittlich 21 % erreicht werden. Die Übernahme von Sorbchem India im Vorjahr und der SiliCycle im Berichtsjahr führten beim Geschäft mit Chromatographie-Gelen zu einer klaren Stärkung der Marktposition und zu einem deutlichen Umsatzwachstum. Insgesamt ging der Umsatz von Zeochem im Berichtsjahr um 2.2 % auf CHF 115 Mio. zurück (währungs- und akquisitionsbereinigt 0.0 %). Das EBITDA nahm um 4.5 % auf einen neuen Höchststand von CHF 23.9 Mio. zu. Die EBITDA-Marge stieg auf 20.8 % (Vorjahr: 19.5 %). Das EBIT beträgt CHF 15.1 Mio. (Vorjahr: CHF 14.9 Mio.); die EBIT-Marge 13.2 % (Vorjahr: 12.7 %).

 

Weichenstellung bei Perlen Packaging mit Akquisition von LOG Pharma

Mit der Anfang des Berichtsjahrs vollzogenen Übernahme von LOG Pharma erweiterte Perlen Packaging ihr Angebot an pharmazeutischen Primärverpackungen von Medikamenten um Fläschchen und Behälter. Die strategische Akquisition stärkte Perlen Packaging in einem von Handelszöllen sowie Preis- und Margendruck geprägten Marktumfeld, das auch kostenseitig ein gemischtes Bild abgab: Die Energiekosten sowie die Transportkosten an Land stiegen, die Rohmaterialpreise gingen dank guter Verfügbarkeit tendenziell zurück. Insgesamt erhöhte sich der weltweite Blisterabsatz von Perlen Packaging im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr, wobei sich eine Verschiebung im Verkaufsmix hin zu Monoblistern ergab. Der Auftragseingang lag über das ganze Geschäftsjahr betrachtet im Vergleich zum Vorjahr wieder höher, was den Abbau der während der Pandemie aufgebauten Sicherheitsbestände bei Kunden widerspiegelt.

 

Der Umsatz von Perlen Packaging nahm um 6.5 % auf CHF 219 Mio. zu (Vorjahr: CHF 206 Mio.). Währungs- und akquisitionsbereinigt sank der Umsatz um 1.5 %. Das EBITDA ging um 22.2 % auf CHF 25.9 Mio. zurück (Vorjahr: CHF 33.3 Mio.), was neben der oben erwähnten Verschiebung im Verkaufsmix auch auf zusätzliche Produktionskapazitäten im Markt zurückzuführen ist. Eine nach der Ausgliederung des Papierbereichs leicht gestiegene Kostenbasis belastete zudem das Ergebnis auf Stufe EBITDA. Entsprechend fiel die EBITDA-Marge mit 11.8 % deutlich tiefer aus als im Vorjahr (Vorjahr: 16.1 %). Das EBIT erreichte CHF 17.1 Mio. und lag damit infolge des tieferen EBITDA und von akquisitionsbedingt höheren Abschreibungen um 35.7 % unter dem Vorjahr (Vorjahr: CHF 26.6 Mio.). Entsprechend wurden im Berichtsjahr im Geschäftsbereich Perlen Packaging Kostenreduktionen eingeleitet. Investitionen in Kapazitätserweiterungen, in Rationalisierungen und in die Produktentwicklung trugen zudem zur Sicherung der Ertragskraft bei.

 

Gezielte Investitionen bei solider Finanzierung

Die CPH Group investierte im Berichtsjahr CHF 21.2 Mio. in Kapazitäts- und Effizienzsteigerungen sowie in Produktentwicklungen (Vorjahr: CHF 20.0 Mio.). Der Free Cashflow vor Akquisitionen reduzierte sich von CHF 34.9 Mio. auf CHF 16.4 Mio. (−53.0 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung des Nettoumlaufvermögens um CHF 8.4 Mio. zurückzuführen, nachdem im Vorjahr stichtagsbedingt eine Abnahme um CHF 10.4 Mio. zu verzeichnen war. Die Finanzierung der Akquisitionen von SiliCycle und LOG Pharma erfolgte aus dem Free Cashflow sowie aus einer Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten. Entsprechend ergab sich per Ende des Berichtsjahrs eine Nettoverschuldung von CHF 26.2 Mio., was einem tiefen Verschuldungsfaktor von 0.5x (Nettoverschuldung/EBITDA) entspricht. Damit und mit einer Eigenkapitalquote von 55 % (Vorjahr: 63 %) ist die CPH Group weiterhin solide finanziert.

 

Unveränderte Dividende von CHF 2.00 pro Aktie beantragt

Der Verwaltungsrat der CPH Group beantragt der Generalversammlung vom 17. März 2026 für das Berichtsjahr trotz des Ergebnisrückgangs eine unveränderte Ausschüttung von CHF 2.00 pro Aktie, was am oberen Rand der kommunizierten Dividendenpolitik von 25 bis 50 % des Nettoergebnisses liegt. Der Antrag widerspiegelt die Zuversicht der Gesellschaft, dass das erweiterte Portfolio sowie die verstärkte Präsenz in den Nischenmärkten Wachstum bei attraktiven Margen ermöglichen wird.

 

Ausblick 2026

Wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten wirken sich nach wie vor auf das Verhalten der Kunden aus. «Das Umfeld der CPH Group bleibt anspruchsvoll, wobei die langfristigen Megatrends Gesundheit & Demografie sowie Energie intakte Wachstumstreiber darstellen, deren Potenzial die global präsente und in ihren Marktsegmenten stark positionierte CPH Group ausschöpfen kann», sagt Dr. Alois Waldburg-Zeil. «Wir rechnen deshalb mit einer positiven Nachfrage- und Umsatzentwicklung.» Sowohl das EBITDA und EBIT als auch das Nettoergebnis auf Gruppenstufe sollten das Ergebnis des Berichtsjahrs übertreffen. Beide Bereiche rechnen für das Jahr 2026 mit einem höheren Umsatz und mit einem höheren EBITDA als im Vorjahr.

 

Der vollständige Geschäftsbericht der CPH Group steht auf der Website des Unternehmens unter https://reports.cph.ch/25/de/ zur Verfügung.

 

Webcast Medien- und Investorenkonferenz

Heute findet um 9.00 Uhr eine Medien- und Investorenkonferenz zum Jahresergebnis 2025 der CPH Group statt. Die Präsentationen werden auf Deutsch gehalten. Unter folgendem Link können Sie am Webcast teilnehmen: Webcast Medien- und Investorenkonferenz


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