«Wir werden innovative FLIRT-Fahrzeuge der neuesten Generation nach Grosspolen liefern – moderne und energieeffiziente Triebzüge, von denen weltweit bereits mehr als 3000 Einheiten in 24 Ländern verkauft wurden. Die FLIRT-Flotte hat ihre Zuverlässigkeit und ihren Komfort seit Jahren eindrucksvoll bewiesen», sagt Radosław Banach, Vorstandsvorsitzender von Stadler Polska bei der Vertragsunterzeichnung am 12. März 2026. Allein im Stadler Werk in Siedlce wurden mehr als 650 FLIRT-Züge für Betreiber aus 18 Ländern gebaut – 127 davon fahren auf polnischen Gleisen.
Das Auftragsvolumen für Grosspolen liegt bei rund 263 Millionen Euro und umfasst zunächst 10 fünfteilige FLIRT-Elektrotriebzüge, mit einer Option auf weitere 10 Fahrzeuge. Die ersten Züge sollen Anfang 2028 in Betrieb gehen.
Bedeutender Auftrag für Polen
Die Umsetzung des Vertrags ist für die Region besonders wichtig – sowohl für die Entwicklung eines modernen und sicheren Bahnverkehrs als auch für die Stärkung der Ingenieurskompetenz von Stadler in Grosspolen.
«Die Ingenieurinnen und Ingenieure von Stadler Polska – darunter unser Team in Poznań – werden die neuen Fahrzeuge für Grosspolen entwickeln und damit einen direkten Mehrwert für die Region schaffen. Unser lokales Engineering-Team besteht derzeit aus 100 Fachkräften, etwa die Hälfte davon arbeitet in Poznań. Dieses Jahr wollen wir weitere 20 Ingenieure einstellen», ergänzt Radosław Banach.
3000 FLIRT-Züge in 24 Ländern
FLIRT ist das weltweit meistverkaufte Zugmodell von Stadler. In Polen verkehren FLIRT-Züge unter anderem für Koleje Mazowieckie, die Łódzka Kolej Aglomeracyjna, Koleje Śląskie und PKP Intercity. Fahrgäste schätzen den hohen Komfort, Betreiber die Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Die Leichtbauweise aus Aluminium sorgt für einen besonders niedrigen Energieverbrauch und reduziert Betriebskosten sowie den ökologischen Fussabdruck im Vergleich zu herkömmlichen Stahlzügen. Damit eignen sie sich ideal für Regionen, die auf nachhaltigen öffentlichen Verkehr setzen.
Die fünfteiligen Züge enthalten:
- Grosszügige Einstiegsbereiche
- Viel Niederflurfläche
- Vollständige Barrierefreiheit für mobilitätseingeschränkte Personen, Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Radfahrer
- ETCS Level 2
- Klimaanlage
- Videoüberwachung
- Modernes Fahrgastinformationssystem
- WLAN
- Sicherheitsausstattung wie Defibrillatoren und Notrufsprechanlagen
Jeder Zug bietet Platz für bis zu 632 Fahrgäste, davon über 250 Sitzplätze, und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.
Lokale Entwicklung, Produktion und Lieferketten
Stadler ist seit 2006 in Polen aktiv und baut seine Präsenz kontinuierlich aus – durch Investitionen in lokale Produktion, Serviceeinrichtungen und Engineering-Kapazitäten. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 2000 Mitarbeitende in Polen:
- drei Produktionsstandorte in Siedlce, Środa Wielkopolska und Białystok
- Engineering-Büros in Poznań, Siedlce und Warschau
- Servicezentren in Łódź und Sochaczew
Bildlegende Bild Mitte (v.l.n.r.): Arkadiusz Świerkot, Vorstandsmitglied Stadler Polen; Radosław Banach, Vorstandsvorsitzender Stadler Polen; Marek Woźniak, Marschall der Woiwodschaft Grosspolen; Wojciech Jankowiak, Stellvertretender Marschall der Woiwodschaft Grosspolen
Bildlegende Bild rechts (v.l.n.r.): Wojciech Jankowiak, Stellvertretender Marschall der Woiwodschaft Grosspolen; Marek Woźniak, Marschall der Woiwodschaft Grosspolen; Radosław Banach, Vorstandsvorsitzender Stadler Polen; Arkadiusz Świerkot, Vorstandsmitglied Stadler Polen