BCGE Gruppe 2025: Höheres Nettoergebnis und höhere Dividende Dienstag, 17. März 2026 - 06:56
Das breit aufgestellte Geschäftsmodell und die starke Geschäftsdynamik der BCGEGruppe sowie die Kontrolle der Kostenbasis haben sich im vergangenen Jahr bezahlt gemacht. Das verwaltete Vermögen stieg um 9,3 % auf 40,4 Milliarden Franken, während die Hypothekar- und Kundenforderungen um 3,9 % auf 21,4 Milliarden Franken zunahmen. Die Kosten sind ebenfalls unter Kontrolle. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) liegt bei 53,7 %. Das Betriebsergebnis ging um 9,6 % auf 233 Millionen Franken zurück, während der Reingewinn einen leichten Zuwachs von 0,8 % auf 221 Millionen Franken verzeichnen konnte. Das Eigenkapital stieg um 6,5 % auf 2,5 Milliarden Franken. Der Eigenmitteldeckungsgrad konnte weiter auf 16,9 % erhöht werden und liegt damit deutlich über den regulatorischen Anforderungen von 12,7 %. Der Generalversammlung wird daher eine Dividendenerhöhung auf CHF 0.70 pro Aktie vorgeschlagen. Die Bank rechnet für 2026 mit einem anspruchsvollen Umfeld, erwartet aber dennoch ein vergleichbares Resultat.

Anstieg des Reingewinns dank anhaltender Geschäftsdynamik
Der Umsatz belief sich aufgrund der intensiven Geschäftstätigkeit auf 554 Millionen Franken (–5,4 %). Zudem ist er auch breiter abgestützt, wie sich an der Umsatzstruktur erkennen lässt. So macht der Nettoertrag aus dem Zinsgeschäft 307 Millionen Franken (–18,6 %) aus, während die Kommissionserträge um 4,9 % auf 155 Millionen Franken und die Erträge aus dem Handelsgeschäft um 5,3 % auf 44 Millionen Franken zunahmen. Der übrige Erfolg belief sich auf 48 Millionen Franken, was einem Plus von 155 % entspricht. Der Anteil des Umsatzes in EUR und USD von 28,1 % belegt die internationale Ausrichtung der Geschäfte der BCGE-Gruppe.
Der Betriebsaufwand ging um 1,5 % auf 298 Millionen Franken zurück und ist somit unter Kontrolle. Die Cost-IncomeRatio bewegt sich mit 53,7 % im Rahmen der langfristigen Zielvorgaben. Die BCGE-Gruppe beschäftigt derzeit 958 Mitarbeitende (in Vollzeitäquivalenten). Sowohl das Betriebsergebnis von 233 Millionen Franken (–9,6 %) wie auch der Reingewinn von 221 Millionen Franken (+0,8 %) sind angesichts des ungünstigen Zinsumfelds und der schwächelnden Konjunktur durchaus bemerkenswert und werden vom Geschäftswachstum der gesamten Gruppe getragen.
Zunahme der Kreditvergabe
Die an Firmen und Privatpersonen gewährten Kredite belaufen sich insgesamt auf 21,4 Milliarden Franken (+3,9 %). Davon entfallen 15 Milliarden Franken auf Hypothekarkredite und 6,4 Milliarden Franken auf Kundenforderungen. Die Hypothekarforderungen machen 43 % der Bilanzsumme aus und belegen eine gewollt breite Diversifikation der Vermögenswerte. Die Bank betreut 258 632 Kundinnen und Kunden; darunter auch 23 429 Unternehmen sämtlicher Grössen, wobei im letzten Jahr 673 neue Firmenkunden hinzukamen. Sie alle schenken der BCGE ihr Vertrauen.
Anhaltender Zufluss von Kundengeldern
Die Bank konnte im vergangenen Jahr rekordhohe Mittelzuflüsse verzeichnen. Das verwaltete Vermögen stieg um 9,3 % auf 40,4 Milliarden Franken. Dieser Anstieg belegt den geschäftlichen Erfolg der BCGE, wobei zwei Drittel des Anstiegs auf Kundeneinlagen entfallen – ein Ausdruck des Vertrauens, dass die Kundinnen und Kunden der Bank entgegenbringen.
Stärkung des Eigenkapitals
Das Eigenkapital stieg im vergangenen Jahr um 153 Millionen Franken und beläuft sich derzeit auf rund 2,5 Milliarden Franken. Die konsolidierte Eigenkapitalquote steigt somit auf 16,9 %, was weit über den regulatorischen Anforderungen von 12,7 % liegt. Daraus ergibt sich ein besonders robustes Risikoprofil, was sich auch am Rating von AA-/A-1+/stabil ablesen lässt, welches von S&P am 29. Oktober 2024 bestätigt wurde.
Aktiensplit und Wertentwicklung der BCGE-Aktie
Der Aktienkurs erwies sich während der Berichtsperiode als stabil und schloss zum Jahresende bei CHF 24.60. Das entspricht 71 % des inneren Wertes, der CHF 34.71 pro Aktie beträgt. Im vergangenen Oktober kam es zu einem Split der BCGE-Aktie im Verhältnis 1:10, um sie für Kleinanlegerinnen und Kleinanleger interessanter zu machen. Der Kreis der privaten und institutionellen Aktionäre erweiterte sich in der Folge auf 15 290 Anteilseignerinnen und Anteilseigner (per 31. Dezember 2025). Die Aktien sind breit gestreut, da 82 % der Aktionärinnen und Aktionäre lediglich zwischen 1 und 500 Aktien halten.
Ausblick für das Jahr 2026
Die Bank rechnet für 2026 mit einem anspruchsvollen Umfeld, erwartet aber dennoch ein vergleichbares Resultat.
[1] Vorschlag an die Generalversammlung vom 28. April 2026.
[2] Die für das Geschäftsjahr 2024 angegebene Dividende wurde angesichts des am 15. Oktober 2025 erfolgten Aktiensplits entsprechend angepasst.
