Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
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BLKB erzielt 2025 trotz Sondereffekt gutes Resultat und hält Ausschüttungen stabil Donnerstag, 26. März 2026 - 06:56

Liestal, 26.3.2026
Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR

Die BLKB hat im Geschäftsjahr 2025 operativ erfolgreich gearbeitet und konnte in den relevanten Ertragspfeilern weiter zulegen. Zum operativ guten Resultat trugen unter anderem die positive Entwicklung im Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäft sowie im Handelsgeschäft bei. Der Geschäftsertrag der BLKB auf Konzernstufe stieg um 4,6 % auf 499.1 Mio. CHF. Bedingt durch einen Sondereffekt liegt der Konzerngewinn um 7,1 % unter der Vorjahresperiode und beträgt 154.5 Mio. CHF. Die BLKB hält die Ausschüttungen an den Kanton sowie an die Zertifikatsinhaberinnen und -inhaber gleichbleibend hoch.

 

Die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Geschäftsjahr 2025 im Überblick:

  • Geschäftsergebnis: Der Geschäftsertrag liegt mit 499.1 Mio. CHF um 4,6 % über der Vorjahresperiode; der Konzerngewinn sank – bedingt durch einen Sondereffekt – um 7,1 % auf 154.5 Mio. CHF.
  • Zinsengeschäft: Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft in Höhe von 344.3 Mio. CHF liegt mit einer Steigerung um 0,3 % auf Vorjahresniveau. Die umsichtige Bewirtschaftung des Kreditportfolios führte zu einer Nettoauflösung von Wertberichtigungen für die Ausleihungen in Höhe von 18.1 Mio. CHF.
  • Diversifikation: Das Wachstum im Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäft setzte sich im Berichtsjahr fort. Der erwirtschaftete Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft in Höhe von 97.4 Mio. CHF liegt 5,6 % über dem Vorjahresergebnis. Der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft stieg um 9,4 % auf 75.2 Mio. CHF. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft betrug 32.3 Mio. CHF (+11,0%).
  • Effizienz: Die Cost-Income-Ratio I auf Konzernebene beträgt 53,2 % und auf Stammhausebene 48,1 %.
  • Kundenvertrauen: Der Netto-Neugeldzufluss beträgt 726.0 Mio. CHF. Die verwalteten Vermögen belaufen sich auf 29.3 Mia. CHF (Vorjahr: 27.7 Mia. CHF) und konnten somit um 6,1 % gesteigert werden.
  • Eigenmittel: Die Eigenkapitalrentabilität beträgt aufgrund des Sondereffekts 3,5 % bei einer soliden Eigenmitteldeckung (Gesamtkapitalquote) von 21,2 %.
  • Ausschüttung: Die Ausschüttung an den Kanton Basel-Landschaft beläuft sich auf 71.7 Mio. CHF und die Dividende bleibt unverändert bei 42 CHF pro Zertifikat. An die Inhaberinnen und Inhaber von BLKB-Zertifikaten werden damit insgesamt 23.9 Mio. CHF ausgeschüttet.
  • radicant: Der Ausstieg aus der radicant holding ag (radicant) verläuft ordnungsgemäss. Er belastete das Konzernergebnis 2025 insgesamt mit 102.2 Mio. CHF und wurde durch die Auflösung von Reserven in Höhe von 50 Mio. CHF teilweise kompensiert.

«Die BLKB war auch im Geschäftsjahr 2025 operativ erfolgreich und ist in den relevanten Geschäftsbereichen weiter gewachsen. Dadurch konnten wir die Ertragskraft der Bank im vergangenen Jahr erneut stärken. Das BLKB-Stammhaus hat insbesondere den Ausbau des Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäfts weiter vorangetrieben», sagt Christoph Schär, CEO a.i. der BLKB. «Im tieferen Konzernresultat zeigt sich der durch den Ausstieg aus radicant bedingte negative Einmaleffekt. Die Entwicklung von radicant entsprach weder unseren Erwartungen noch unserem Leistungsanspruch, und wir bedauern diese Entwicklung. Die Stabilität der BLKB wurde jedoch durch die Entwicklungen bei radicant zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt.» Christoph Schär sagt weiter: «Unsere Kundennähe zeigt sich auch darin, dass wir 2025 über 60 000 Beratungsgespräche geführt haben. Zudem registrierten wir auf unserer E-Banking-App jeden Monat fast eine Million Log-ins, was das Mobile Banking zu einem wichtigen Kanal für das Alltagsgeschäft macht.»

Thomas Bauer, Bankratspräsident der BLKB, sagt: «Die BLKB hat im zweiten Halbjahr 2025 wichtige Weichen gestellt und die Governance gestärkt. Die Arbeit der Gremien war stark durch die Veränderungen bei der Digitalbank radicant geprägt. Als Mehrheitsaktionärin von radicant hat die BLKB im vergangenen November entschieden, die Banklizenz der radicant ag (vormals radicant bank ag) zurückzugeben und deren geordnete Liquidation einzuleiten. Der Ausstieg aus radicant verläuft ordnungsgemäss. Zudem arbeitet die BLKB mit den Behörden auf Kantons- und Bundesebene die Abläufe und Hintergründe der radicant-Numarics-Transaktion weiter auf.» Thomas Bauer sagt weiter: «Aufgrund der teilweisen Auflösung von Reserven konnte die BLKB die Ausschüttungen auf hohem Niveau stabil halten und schüttet insgesamt rund 95.7 Mio. CHF an den Kanton und die Zertifikatsinhaberinnen und -inhaber aus. Die Gesamtkapitalquote des Konzerns ist auf 21,2 % (Vorjahr: 19,6%) gestiegen und liegt damit deutlich über dem regulatorisch vorgeschriebenen Minimum von 13,4 %. Das zeigt, dass die BLKB nach wie vor eine der sichersten und stabilsten Regionalbanken in der Schweiz und in Europa ist.»

Nachhaltige Entwicklung im Kredit- und Hypothekargeschäft

Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft beträgt 362.4 Mio. CHF (+6,0%) und war unter anderem durch die Auflösung von Wertberichtigungen beeinflusst. Der Brutto-Zinserfolg blieb 2025 trotz des deutlich gesunkenen Zinsniveaus infolge der Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank stabil. Rückläufige Zinserträge wurden teilweise durch höhere Erträge aus dem Finanzanlagenportfolio kompensiert. Die umsichtige Bewirtschaftung des Kreditportfolios führte zu einer Auflösung von Wertberichtigungen für Ausfallrisiken. Das Kreditvolumen stieg im Berichtsjahr moderat um 32.6 Mio. CHF auf 26.2 Mia. CHF.

Diversifiziertes Wachstum

Auch im Berichtsjahr konnte das Wachstum im indifferenten Geschäft ausgebaut werden. Der erwirtschaftete Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft in Höhe von 97.4 Mio. CHF liegt 5,6 % über dem Vorjahresergebnis. Die Zunahme der verwalteten Vermögen gegenüber dem Vorjahr um 1.7 Mia. CHF auf 29.3 Mia. CHF wirkte sich positiv auf den Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft aus, der deutlich auf 75.2 Mio. CHF (+9,4%) stieg. Das Anlagegeschäft profitierte von einer positiven Marktentwicklung, der guten Vertriebsleistung und der positiven Performance der bankinternen Anlagelösungen. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft in Höhe von 32.3 Mio. CHF notierte 11 % über dem Vorjahr. Alle Handelssparten konnten dabei zulegen und profitierten von der regen Marktdynamik an den Börsen.

Kundinnen und Kunden vertrauen der BLKB

Die Bilanzsumme des BLKB-Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2025 insgesamt 37.6 Mia. CHF. Das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in die BLKB bleibt wie in den Vorjahren hoch. Der Netto-Neugeldzufluss beträgt 726 Mio. CHF. Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen betragen 21.2 Mia. CHF. Das Kreditvolumen blieb gegenüber dem 31. Dezember 2024 mit einer Steigerung um 0,1 % nahezu konstant und beläuft sich auf 26.2 Mia. CHF. Die Refinanzierungsquote bleibt mit 81,1 % weiterhin auf hohem Niveau.

Investitionen in die Zukunft

Strategische Projekte, Investitionen in die Digitalisierung, regulatorisch bedingte Projekte sowie die generelle Teuerung führen zu einem um 11.4 Mio. CHF höheren Sachaufwand (+12,0%). Der Personalaufwand hat im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um 1.4 Mio. CHF auf 158.9 Mio. CHF (+0,9%) zugenommen. Diese Zunahme ist auf Investitionen in den Umfang und die Qualität bei der Kundenberatung sowie auf zusätzlichen Projektbedarf zurückzuführen.

Nachfolgelösung für radicant-Kundinnen und -Kunden

Die Rückgabe der Banklizenz der radicant ag ist am 11. November 2025 angekündigt worden, und am 16. Dezember 2025 hat radicant eine Vereinbarung mit der Schweizer Bank Alpian SA zur Übernahme der Kundinnen und Kunden unterzeichnet. Der Ausstieg aus radicant verläuft ordnungsgemäss. Er belastete das Konzernergebnis 2025 insgesamt mit 102.2 Mio. CHF und wurde durch die Auflösung von Reserven in der Höhe von 50 Mio. CHF teilweise kompensiert. Seit dem Start von radicant im Jahr 2021 bis zum Abschluss der Liquidation der radicant holding ag erwartet die BLKB aus heutiger Sicht Gesamtkosten von 180 bis 190 Mio. CHF. Mit dem Abschluss 2025 sind die erforderlichen Kosten für die getätigten Investitionen und die geplante Liquidation von radicant vollumfänglich berücksichtigt.

BLKB Fund Management AG lanciert Immobilienfonds

Die BLKB Fund Management AG hat 2025 den nachhaltigen Immobilienfonds BLKB (CH) Sustainable Property Fund mit geografischem Fokus Nordwestschweiz lanciert. Der Immobilienfonds entwickelte sich positiv. Er investiert direkt in energieeffiziente Immobilien, vorwiegend in Städten und Agglomerationen in der Nordwestschweiz. Der Immobilienfonds konnte im Juli 2025 nur teilweise bei den Investoren platziert werden. Die BLKB hat in der Folge Fondsanteile gezeichnet. Die BLKB beabsichtigt, nach der Veröffentlichung des positiven Jahresabschlusses des Immobilienfonds ihren Eigenbestand schrittweise weiter zu reduzieren.

Gestärkte Gesamtkapitalquote

Der BLKB-Konzern hat das Eigenkapital weiter gestärkt. Die Gesamtkapitalquote konnte von 19,6 % auf 21,2 % gesteigert werden. Das regulatorisch vorgeschriebene Minimum liegt bei 13,4 %. Hierbei leistete der konsequente Fokus auf die optimierte Kapitalallokation einen zusätzlichen Beitrag. Die Cost-Income-Ratio I ist mit 53,2 % weiterhin auf tiefem Niveau.

Stabile Dividende und Gewinnablieferung

Die BLKB hält die Ausschüttung an den Kanton und die Zertifikatsinhaberinnen und inhaber im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibend hoch. Dem Haupteigner werden im Frühjahr 2026 eine Gewinnablieferung und eine Abgeltung der Staatsgarantie in Höhe von insgesamt 71.7 Mio. CHF zugeführt. Den Inhaberinnen und Inhabern von BLKB-Zertifikaten wird eine Dividende von 42 CHF ausbezahlt. Die Dividendenrendite bei einem Schlusskurs von 984 CHF per 31. Dezember 2025 (31. Dezember 2024: 860 CHF) beträgt 4,3 %.

BLKB schafft Mehrwert für die Region

Auch für die Bevölkerung in der Region entfaltet die BLKB spürbar Wirkung. Im vergangenen Geschäftsjahr flossen rund 254 Mio. CHF in Form von Aufträgen, Löhnen, Gewinnbeteiligungen und Sponsoringengagements in den Kanton und die Nordwestschweiz. Mit «BLKB bei uns» hat die BLKB erneut die Menschen aus der Region zusammengebracht: Allein anlässlich von «BLKB bei uns» auf dem Domplatz in Arlesheim konnte die BLKB 6000 Besucherinnen und Besucher begrüssen. Die BLKB wird das Format, von dem auch die lokalen Vereine sowie die regionalen Gastrobetriebe und das Gewerbe profitieren, im Jahr 2026 weiterführen. Mit der Initiative «100 fürs Baselbiet», die die BLKB seit 2020 gemeinsam mit der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Standortförderung Baselland vorantreibt, leistet die BLKB einen wertvollen Beitrag zur Förderung des Innovations- und Wirtschaftsstandorts. Seit dem Start der Initiative haben sich rund 300 Unternehmen beworben, wobei 36 heute Teil von «100 fürs Baselbiet» sind und mit insgesamt 15.5 Mio. CHF unterstützt werden.

Ausblick

Die Entwicklung der Weltwirtschaft bei moderaten Inflationsraten und weniger restriktiven Notenbanken ist eine stabile Basis für den Finanzmarkt und gibt Rückenwind für Anlagen wie Aktien. In der Schweiz geht die BLKB trotz sehr starker Währung von einem leicht positiven Wachstum bei tiefer Inflation aus. Eine ungewisse Geopolitik stellt für den Finanzmarkt das grösste Risiko dar. Solange dieses Risiko nicht zu nachhaltigen und längerfristigen Engpässen in der Energieversorgung oder Unterbrüchen in den Lieferketten führt, bleibt der Einfluss auf die Realwirtschaft jedoch überschaubar. Die BLKB geht im laufenden Geschäftsjahr, welches durch das geänderte Zinsumfeld geprägt ist, von einem leicht tieferen Geschäftsgang im Vergleich zum Vorjahr (ohne Sondereffekt) aus. In den kommenden Wochen werden die Nachfolgerinnen beziehungsweise Nachfolger für die vakante CEO-Position sowie für das Bankratspräsidium gewählt.

 

Für Rückfragen: Sandro Spaeth, Telefon: +41 61 925 81 53, Mail: medien@blkb.ch

Alle Informationen finden Sie auf www.blkb.ch/medien.