Fidelity International Analystenumfrage 2026: KI Boom trifft Konsumflaute - die Wirtschaft driftet auseinander Freitag, 27. März 2026 - 08:49
Presseinformation - Fidelity International Analystenumfrage 2026
Zürich, 27. März 2026 – Unternehmen sind mit so viel Zuversicht in das neue Jahr gestartet wie seit der Covid‑Pandemie nicht mehr – angetrieben von einem Investitionsboom in künstlicher Intelligenz.
Dies sind die Kernergebnisse der Analystenumfrage 2026* von Fidelity International. Sie basiert auf den Einschätzungen von mehr als 120 Aktien‑ und Anleiheanalysten und mehr als 20.000 Gesprächen mit Unternehmensleitungen weltweit. Die Umfrage erfasste die Stimmungslage bis Anfang März; seither hat der anhaltende Konflikt im Nahen Osten – einschliesslich zunehmender Angriffe auf Energieinfrastruktur – einen nachhaltigeren Kosten‑ und Inflationsschock ausgelöst, der das kurzfristige makroökonomische Umfeld prägt.
Während sich die Unternehmensstimmung verbessert hat, zeigt die Umfrage zugleich, dass sich unter der Oberfläche neue Belastungsfaktoren aufbauen. Hohe Rohstoffpreise und eine sich abschwächende Lohnentwicklung setzen Verbraucher zunehmend unter Druck und bergen Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft. Gleichzeitig hat sich der Konflikt im Nahen Osten zu einer realen Angebotsstörung entwickelt, die die Preise steigen lässt. Ein Ende des Konflikts ist bislang noch nicht absehbar.
KI‑Investitionen breiten sich aus Die Umfrage zeigt gleichwohl: Der Anteil der Analysten, die von einem steigenden Vertrauen unter Unternehmensführern in Investitionen im kommenden Jahr berichten, ist wieder fast so hoch wie zur Zeit der Pandemie.
Für die Analysten ist die Quelle dieses Optimismus klar. Die Weltwirtschaft erlebt derzeit einen ihrer grössten Investitionszyklen seit Jahren – getragen von Ausgaben für künstliche Intelligenz und die Infrastruktur, die hierfür erforderlich ist.
Diese Investitionen stützen die Nachfrage entlang der gesamten Lieferkette und verbessern die Visibilität der Umsätze auf mehrere Jahre hinaus. Die deutlichsten Profiteure sind Unternehmen aus dem IT‑Sektor, doch die Effekte zeigen sich ebenso im Rohstoff‑ und Energiesektor. Dort sorgt die steigende Nachfrage nach Strom sowie nach den Materialien, die für den Bau von Rechenzentren und den Ausbau der Erzeugungskapazitäten benötigt werden. In mehreren Bereichen ist ein regelrechter Boom zu beobachten.
Rund 81 % der IT‑Unternehmensleiter sind moderat oder deutlich zuversichtlicher für das kommende Jahr – ebenso 65 % im Rohstoffsektor.
Niamh Brodie‑Machura, CIO Equities bei Fidelity International, kommentiert: „Die Umfrage unter unseren Analysten zeigt, dass es sich nicht nur um eine eng begrenzte Technologierally handelt. Die KI‑Investitionen strahlen entlang der gesamten Energie- und Industrie-Wertschöpfungskette aus und verlängern den Investitionszyklus über die grossen Tech‑Plattformen hinaus."
Kosten bleiben ein begrenzender Faktor Die Umfrage zeigt allerdings auch zunehmenden Druck auf die Kostenbasis der Unternehmen.
Nur 8 % der Analysten erwarten, dass der Inflationsdruck in den kommenden zwölf Monaten nachlassen wird. Rund die Hälfte geht davon aus, dass der Kostendruck auf dem aktuellen Niveau verharren wird, während 40 % weitere Steigerungen erwarten. Besonders stark ist der Aufwärtsdruck in den Rohstoff‑ und Industriesektoren ausgeprägt.
Höhere Rohstoffpreise, Energiekosten und Handelsfriktionen – verstärkt durch geopolitische Spannungen – halten den angebotsseitigen Inflationsdruck aufrecht und erhöhen gleichzeitig den Druck auf die Nachfrage.
Die vierteljährlichen Indikatoren von Fidelity zeigen zudem, dass die Erwartungen an das Wachstum der Arbeitskosten auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren zurückgegangen sind. Die zunehmende Diskrepanz zwischen anhaltend hohen Inputkosten und einer schwächeren Lohndynamik wirft Fragen zur Kaufkraft der Haushalte auf.
Eine auseinanderdriftende Entwicklung Für Analysten, die Unternehmen aus den Bereichen Basiskonsumgüter und zyklische Konsumgüter abdecken, stehen Bezahlbarkeit und Nachfragerisiken inzwischen im Mittelpunkt. Während industrie‑ und KI‑nahe Sektoren vom starken Kapitalmarktumfeld und umfangreichen Infrastrukturinvestitionen profitieren, sehen sich Verbraucher mit mittleren Einkommen steigenden Kraftstoffpreisen und einer gedämpften Lohnentwicklung gegenüber. Auch Healthcare‑Analysten verweisen auf zunehmend schwierige fiskalische Abwägungen: Da Regierungen ihre Verteidigungsausgaben erhöhen, könnte der Druck auf öffentliche Gesundheitsbudgets weiter zunehmen.
Das Ergebnis ist eine zunehmend unausgewogene wirtschaftliche Landschaft. Unternehmen, die direkt mit der KI‑Infrastruktur verbunden sind, sind sehr zuversichtlich in puncto Investitionen und Gewinnerwartungen. Im Gegensatz dazu kämpfen Sektoren, die von finanziell angespannten Verbrauchern abhängen oder politischem Preisdruck ausgesetzt sind, mit engeren Margen und Gegenwind auf der Nachfrageseite.
Niamh Brodie‑Machura ergänzt:
Vor dem Hintergrund eines volatiler werdenden geopolitischen Umfelds bleibt die zentrale Botschaft der Umfrage, dass KI‑Investitionen den Unternehmenszyklus neu formen. Die Breite der Ausgaben entlang von Infrastruktur und Lieferketten deutet darauf hin, dass die Auswirkungen weit über die Technologieriesen hinausreichen. Gleichzeitig bedeutet das Zusammenspiel von Preisen, Politik und Lohndynamik, dass die Vorteile noch nicht gleichmässig verteilt sind – ein weiteres Zeichen für eine K‑förmige Entwicklung der Weltwirtschaft."
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*Quelle: Fidelity International Analystenumfrage 2026. Die Umfrage wurde vom 20. Februar bis 2. März 2026 durchgeführt, mit anschliessenden Interviews mit dem Team nach Beginn des Konflikts im Nahen Osten. Insgesamt umfasst die Erhebung die Antworten von 122 Analystinnen und Analysten weltweit
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Angaben vom 31. Dezember 2025.
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