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Amundi: ETF-Anleger richten ihre Portfolios neu aus - Quartalszuflüsse gegenüber 2025 gestiegen - ETF Flow Report Montag, 13. April 2026 - 09:46

 

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                        ETF Flow Report April 2026
                      

 

 

 

ETF-Anleger richten ihre Portfolios infolge der Auswirkungen des Iran Konflikts neu aus


Analyse der monatlichen ETF-Mittelzuflüsse
Dat
en per 31. März 2026

 

  • Wegen der Unsicherheit an den Kapitalmärkten präferierten ETF-Anleger breit anlegende Aktienengagements und Anleihestrategien mit kürzerer Laufzeit.
  • ETFs auf All-Country-Strategien verzeichneten mehr als die Hälfte der gesamten Mittelzuflüsse.
  • Bei Anleihe-ETFs flossen Mittel vor allem in Cash-nahe Strategien und Staatsanleihen mit extrem kurzer Laufzeit.

 

Zuflüsse in europäische UCITS-ETF 

Mittezuflüsse in UCITS-ETFs

Die Zuflüsse im Markt für europäische UCITS-ETFs haben sich im März verlangsamt. Infolge der wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran schichteten ETF-Anleger in defensivere Positionen um und richteten ihre Portfolios breiter aus.

Der Konflikt hat die Aktien- und Anleihemärkte getroffen, zu einem Anstieg der Ölpreise geführt und Inflationssorgen wieder angefacht. Die Netto-Neugeldzuflüsse (NNA) summierten sich im März auf 10,6 Mrd. Euro, was deutlich unter den Werten vom Februar (+48 Mrd. Euro) und Januar (+46,9 Mrd. Euro) lag – den beiden Rekordmonaten des ETF-Marktes bezogen auf die Zuflüsse. Trotz der Verlangsamung im März beliefen sich die NNA im ersten Quartal 2026 auf 105,8 Mrd. Euro gegenüber 87,1 Mrd. Euro im ersten Quartal des Vorjahres.

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Aktien-ETFs verzeichneten im März Zuflüsse in Höhe von 9,5 Mrd. Euro, was etwa einem Viertel der Februar-Zuflüsse in diese Anlageklasse entspricht. Anleger bevorzugten mit Blick auf eine höhere Diversifizierung breit anlegende Strategien und setzten insbesondere auf All-Country-Strategien (+6 Mrd. Euro).

Die Nettozuflüsse in Anleihe-ETFs summierten sich auf 500 Mio. Euro (Februar: 8,5 Mrd. Euro), was vor allem auf Abflüsse aus risikoreicheren ETF-Anleihestrategien zurückzuführen ist. Die größten Zuflüsse gingen in Cash-Alternativen (+2,5 Mrd. Euro) und Staatsanleihen mit ultrakurzer Laufzeit (+1,7 Mrd. Euro).

 

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?_task=mail&_action=get&_mbox=INBOX&_uid=138133&_token=2LSO2hsZMn9dDz9Vn3YMm58ukxJif5JC&_part=1.5&_embed=1&_mimeclass=imageQuelle: Amundi. Flows zwischen 01.03. und 31.03.2026, Daten per 31.03.2026, in Mio. Euro, sofern nicht anders angegeben. Die vergangene Wertentwicklung ist kein Indikator für künftige Entwicklungen. Nur zur Illustration. Änderungen können ohne vorherige Ankündigung auftreten.

 

Aktien-ETFs: breit ausgerichtete globale und Themenstrategien im Anlegerfokus

Aktien-ETF-Anleger präferierten im März breit diversifizierte und Themen-Strategien gegenüber Länder- oder zyklischen Allokationen. Globale Strategien lagen an der Spitze und verzeichneten mehr als die Hälfte der gesamten Nettoneugeldzuflüsse. Europäische Industrieländer folgten mit einem Plus von 3,7 Mrd. Euro, wobei ein großer Teil davon (+2,1 Mrd. Euro) in europäische Länder außerhalb der Eurozone floss. Die Nettoneugeldzuflüsse in Schwellenländer beliefen sich wegen des stärkeren US-Dollars auf lediglich 29 Mio. Euro (Februar: +9,5 Mrd. Euro).

Aus ETFs auf US-Aktien gab es Mittelabflüsse in Höhe von 543 Mio. Euro. Abflüsse verzeichneten auch ETFs mit Fokus auf die entwickelten Märkten Asiens (-823 Mio. Euro), wobei diese besonders von der Blockade der Straße von Hormus betroffen waren. Aus Sektorperspektive bevorzugten ETF-Anleger Bereiche, die mit dem aktuellen makroökonomischen und geopolitischen Umfeld in Verbindung stehen, darunter Energie (+1,9 Mrd. Euro) und Industrie (+1,4 Mrd. Euro). Bei Themen-ETFs verzeichnete der Verteidigungssektor Zuflüsse in Höhe von 885 Mio. Euro, was die allgemeine Politik widerspiegelt, mit der Länder angesichts erhöhter geopolitischer Risiken ihre Sicherheit und Widerstandsfähigkeit stärken wollen. Im Gegensatz dazu verzeichneten Finanzwerte erhebliche Abflüsse (-3,4 Mrd. Euro) – dies vor allem mit Blick auf ein stagflationäres Umfeld, in dem höhere Kosten und eine schwächere Verbrauchernachfrage die Rentabilität von Unternehmen unter Druck setzen können.

Anleihe-ETFs: Anleger switchen in defensive Strategien

Bei Anleihe-ETFs nahmen Anleger angesichts der Unsicherheit und einer deutlichen Neubewertung der Zinserwartungen eine defensivere Haltung ein, da davon ausgegangen wird, dass die US-Notenbank ihre Zinssenkungen aussetzt und sowohl die Europäische Zentralbank als auch die Bank of England ihre Leitzinsen anheben werden. Vor diesem Hintergrund wurden Strategien mit kürzerer Laufzeit und geringerem Kreditrisiko bevorzugt.

ETF-Anleger präferierten in diesem Umfeld Cash-Alternativen, die Zuflüsse in Höhe von 2,5 Mrd. Euro verzeichneten. US- und europäische Staatsanleihen verzeichneten eine Nachfrage von 1,3 Mrd. Euro bzw. 932 Mio. Euro, wobei sich der Großteil der Mittelzuflüsse auf Engagements mit kürzeren Laufzeiten konzentrierte.  ETFs auf ultrakurzlaufende Staatsanleihen verzeichneten einen Zufluss von 1,7 Mrd. Euro. ETFs auf Indizes für ultrakurzlaufende US-Staatsanleihen legten um 1,2 Mrd. Euro zu, während kurzfristige ETFs auf US-Staatsanleihen ein Plus von 389 Mio. Euro verbuchten. In Europa flossen ETFs auf ultrakurzlaufende Staatsanleihen 567 Mio. Euro zu.  In den risikoreicheren Segmenten des Anleihemarkts reduzierten ETF-Anleger ihre Engagements. Die Abflüsse bei ETFs auf Schwellenländeranleihen und hochverzinslichen Unternehmensanleihen beliefen sich auf 1,3 Mrd. Euro bzw. 2 Mrd. Euro.

 

ESG-ETFs stoßen erneut auf Nachfrage

ESG-ETFs haben sich im März gut behauptet, insbesondere im Bereich festverzinslicher Wertpapiere. Während es bei ETFs auf Investment-Grade-Anleihen insgesamt zu Mittelabflüssen kam, zeigten sich ESG-Anleihe-ETFs mit Investment-Grade-Rating mit Zuflüssen in Höhe von 606 Mio. Euro widerstandsfähiger – ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach ESG-Anlagen möglicherweise durch strukturelle Präferenzen der Anleger gestützt wird und nicht nur durch kurzfristige Marktdynamik.

 

Ende

 

Den ETF-Flow-Report für März sowie das erste Quartal 2026 mit zahlreichen Grafiken zur Entwicklung des ETF-Markts finden Sie anbei.

Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.

Pressekontakte:

Anette Baum                                               Dr. Anette Walker
Tel: +49 69 5060 37 668                           Tel: +49 172 3501101
Anette.baum@amundi.com                 a.walker@mediawalker.de

 

 

 

DISCLAIMER

 

Quelle: Bloomberg Finance LP - Amundi ETF

Die in diesem Dokument veröffentlichten Nettomittelkapitalflüsse basieren auf europäischen Primärmarktdaten, Stand 31.03.2025. Amundi ETF interne Datenbasis: Jeder ETF der Datenbasis wird von Amundi AM hinsichtlich seines Basiswerts klassifiziert.

 

Dieses Dokument wurde ausschließlich für die Informationsbedürfnisse von Journalisten und Medienvertretern mit dem Ziel erstellt, diesen einen Überblick über den globalen und den europäischen ETF-Markt zu verschaffen. Amundi Asset Management ist nicht dafür verantwortlich, wie diese Informationen durch die Medien genutzt und verbreitet werden.

Dieses Dokument richtet sich nicht an Gebietsansässige oder Staatsangehörige der Vereinigten Staaten von Amerika und „U.S. Persons" im Sinne der Definition der „Regulation S" der SEC kraft des „U.S. Securities Act von 1933". Die Definition von „US-Persons" kann unter amundi.com abgerufen werden. Vertraglich nicht verbindliche Werbeinformation. Dieses Dokument ist keine Anlageberatung, persönliche Anlageempfehlung, Aufforderung für ein Investmentangebot oder einen Kauf. Die Genauigkeit, Vollständigkeit oder Relevanz der Informationen, Prognosen und Analysen werden nicht garantiert. Sie basieren auf Quellen, die als zuverlässig angesehen werden und können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Sie sind unweigerlich nicht vollständig und stützen sich auf zu einem bestimmten Moment gültige Marktdaten, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern können.

 

Stand der Information: April 2026 – Daten per Ende März 2026.

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