Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
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Wer gewinnt, wer verliert? Europas Branchen im Energiekrisen-Check | Amundi Investment Institute Donnerstag, 23. April 2026 - 14:22

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Sehr geehrte Damen und Herren

 

Die Situation an der Straße von Hormus bleibt weiter unübersichtlich. Die Folgen für die Öl- und Gasversorgung ebenso. Vincent Mortier, Group CIO Amundi, und Monica Defend, Head of Amundi Investment Institute, haben sich die Auswirkungen der Energiekrise auf die wichtigsten europäischen Branchen im Detail angesehen. Einen Auszug aus der Cross Asset Investment Strategy April haben wir für Sie übersetzt. Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre.

 

 

Mit freundlichen Grüssen

Anette Walker

 

Von Vincent Mortier, Group CIO Amundi, und Monica Defend, Head of Amundi Investment Institute

Wer gewinnt, wer verliert? Europas Branchen im Energiekrisen-Check

Wir gehen davon aus, dass die Gewinne europäischer Unternehmen im ersten Quartal relativ stabil bleiben. Da der Iran-Konflikt erst Ende Februar begann, dürften die Auswirkungen in den Berichten zum zweiten Quartal und darüber hinaus deutlich sichtbarer werden.

Während der Invasion in die Ukraine 2022 wurde das EPS-Wachstum für viele Sektoren nach oben korrigiert, wobei der Energiesektor hier besonders herausstach. Dies dürfte auch im Falle des Iran-Konflikts wieder der Fall sein. Ebenso könnten die Umsätze des Finanzsektors von dem Umfeld höherer Renditen profitieren, wenngleich dies durch eine mögliche Vorziehung von Kreditrückstellungen gemäß den neuen IFRS-9-Rechnungslegungsvorschriften bei einigen Instituten – vor allem bei britischen und asiatischen Banken, die Engagements in der Nahostregion haben – ausgeglichen werden könnte. Chemieunternehmen wiederum könnten von Versorgungsengpässen profitieren, und Fluggesellschaften sind kurzfristig durch Treibstoff-Hedging-Programme abgesichert, obwohl sie mit einer Verknappung von Flugbenzin konfrontiert sind, sollte die Situation anhalten.

Die Bemühungen der politischen Entscheidungsträger, die Energieversorgung Europas in den kommenden Jahren zu sichern, dürften sich ebenfalls verstärken, was die Branche der erneuerbaren Energien sowie Unternehmen, die am Ausbau des Stromnetzes beteiligt sind, stützen dürfte.

Je länger der aktuelle Konflikt jedoch andauert, desto stärker wird das Wirtschaftswachstum in der gesamten Region beeinträchtigt, was zu einem Druck auf Margen und Gewinne führen würde.

Und die makroökonomischen Bedingungen für die meisten Unternehmen sind derzeit schlechter als zu Beginn des Ukraine-Krieges, so dass eine vollständige Weitergabe der Kosten an die Verbraucher kaum möglich sein wird. Dies würde sich auf die Margen auswirken. Höhere Energiepreise würden nicht nur Sektoren benachteiligen, in denen die Energiekosten einen hohen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen, sondern auch solche, die einem intensiven Wettbewerb und einer begrenzten Preissetzungsmacht ausgesetzt sind.

Hier ein Überblick wie sich die Energiepreise auf die Gewinne der wichtigsten Sektoren auswirken könnten:

 

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Quelleninformationen und weitere Angaben finden Sie in der Cross Asset Investment Strategy April sowie im Amundi Research Center.

 

 

 

Wenn Sie Rückfragen haben oder ein Foto der Autoren wünschen, können Sie sich gerne bei uns melden.

 

Mit freundlichen Grüssen

Anette Walker

 

 

 

 

MediaWalker GmbH

Dr. Anette Walker

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