Julius Bär Gruppe AG: Veröffentlichung des Geschäftsberichts und des Vergütungsberichts 2013 – Leonhard H. Fischer tritt aus dem Verwaltungsrat zurück Montag, 03. März 2014 - 21:45
03.03.2014 – Julius Bär Gruppe AG
Veröffentlichung des Geschäftsberichts und des Vergütungsberichts 2013 – Leonhard H. Fischer tritt aus dem Verwaltungsrat zurück
Veröffentlichung des Geschäftsberichts und des Vergütungsberichts 2013 – Leonhard H. Fischer tritt aus dem Verwaltungsrat zurück
Die Julius Bär Gruppe AG hat heute den Geschäftsbericht 2013 sowie den Vergütungsbericht 2013 veröffentlicht. Beide Publikationen sind online verfügbar unter www.juliusbaer.com – Leonhard H. Fischer hat beschlossen, aus dem Verwaltungsrat zurückzutreten, um mögliche Interessenskonflikte im Zusammenhang mit der angestrebten Übernahme der BHF-Bank durch die Kleinwort Benson Group zu vermeiden. Die Kleinwort Benson Group ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der RHJ International SA, wo er die Funktion des CEO innehat und Mitglied des Verwaltungsrates ist.
Zürich, 3. März 2014 – Nach der letzten Ordentlichen Generalversammlung im April 2013 initiierte der Verwaltungsrat von Julius Bär eine Überarbeitung des Vergütungsplans und des Vergütungsberichts der Gruppe. Unter Berücksichtigung der konstruktiven Beiträge der wichtigsten Anspruchsgruppen sowie unter Einhaltung der gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen wurde ein neues Vergütungssystem entwickelt und vor kurzem vom Verwaltungsrat genehmigt.
Dazu Daniel J. Sauter, Präsident des Verwaltungsrates: „Wir glauben, dass das neu gestaltete Vergütungssystem, wie in unserem umfassenden Vergütungsbericht beschrieben, gut geeignet ist, um weiterhin die besten Fachleute für Julius Bär gewinnen zu können. Wir haben die Vergütung der leitenden Angestellten direkt und transparent an zwei wesentliche Kennzahlen zur Leistungsmessung (sogenannte Key Performance Indicators, KPIs) gekoppelt: an den über den Kapitalkosten liegenden wirtschaftlichen Gewinn und an die relative Gesamtrendite für die Aktionäre. Damit verfolgen wir den Ansatz einer leistungsorientierten Vergütung (‚pay for performance‘).“
Wesentliche Merkmale der neuen Vergütungsstruktur und wichtige Änderungen
- Die leistungsorientierte Vergütung wurde auf Geschäftsleitungsebene für alle variablen Vergütungselemente eingeführt.
- Auf Grund detaillierter Benchmark-Analysen wurde der Vergütungsmix der Mitglieder der Geschäftsleitung geändert, um ihn stärker auf die vorherrschende Marktpraxis auszurichten.
- Für die Vergütung der Mitglieder der Geschäftsleitung wurden klar definierte Obergrenzen festgelegt.
- Der neue Vergütungsplan besteht aus einem aufgeschobenen Bonusprogramm (Deferred Bonus Plan, DBP) und einem Aktien-Performance-Plan (Equity Performance Plan, EPP).
- Der DBP ist ein auf Barzahlung basierender variabler Vergütungsplan, der an verschiedene gruppenspezifische und individuelle Ziele gekoppelt ist, die einen direkten Zusammenhang mit der Wertschöpfung für Julius Bär haben. Der neue DBP wurde für die Vergütung 2013 umgesetzt. Die Koppelung an eine nachhaltige Wertschöpfung wird verstärkt durch eine strengere Aufschubregelung. Dabei wird im Vergleich zur früheren Struktur prozentual ein grösserer Betrag aufgeschoben und die Sperrfrist von drei auf fünf Jahre erhöht. Alle aufgeschobenen Beträge unterliegen den üblichen Rückforderungsbestimmungen.
- Der EPP ist ein aktienbasierter Plan, welcher der Entwicklung von performance- und service-basierten Übertragungskriterien unterliegt. Er wird nach drei Jahren vollumfänglich umgewandelt und ist gültig für Zuwendungen, die im Jahr 2014 geleistet wurden. Jede Zuweisung von Performance Units (entsprechen einer Aktie) im Rahmen des EPP setzt das Erreichen der beiden Key-Performance-Indicators (KPI)-Ziele „cumulative economic Profit“ (cEP) und „relative Total Shareholder Return“ (rTSR) am Ende der Performance-Periode voraus. Die maximale Anhebung des EPP beträgt 50% der ursprünglich zugeteilten Performance Units, wobei das Risiko nach unten unbegrenzt ist.
- Für die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung wurden Richtlinien für den Aktienbesitz eingeführt, um ihr Engagement für Julius Bär zu verstärken.
Julius Bär wird alle zukünftigen Entwicklungen sorgfältig beobachten und die als notwendig erachteten Änderungen vornehmen, um sicherzustellen, dass das Vergütungssystem von allen wichtigen Anspruchsgruppen als korrekt, fair und angemessen betrachtet wird.
Rücktritt von Leonhard H. Fischer
Leonhard H. Fischer hat sich entschieden, an der Ordentlichen Generalversammlung 2014 aus dem Verwaltungsrat der Julius Bär Gruppe AG und der Bank Julius Bär & Co. AG zurückzutreten. Er hat diesen Entscheid gefasst, um Interessenskonflikte im Zusammenhang mit der beabsichtigten Übernahme der BHF-Bank durch die Kleinwort Benson Group zu vermeiden, nachdem die BaFin grünes Licht zur Akquisition gegeben hat. Die Kleinwort Benson Group ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von RHJ International SA, wo Leonhard H. Fischer die Funktion des CEO innehat und Mitglied des Verwaltungsrates ist.
Daniel J. Sauter, Präsident des Verwaltungsrates, sagte: „Ich möchte mich bei Lenny Fischer ganz herzlich für seine ausserordentliche Arbeit bedanken, die er als Mitglied des Verwaltungsrates in den vergangenen fünf Jahren geleistet hat. Seine eingehenden Kenntnisse der Finanzbranche sowie sein aussergewöhnliches strategisches Geschick waren in den Jahren der Transformation, in denen die Gruppe ihre Präsenz weltweit ausgebaut hat, von unschätzbarem Wert. Meine Kollegen und ich haben sehr gern mit ihm zusammengearbeitet.”
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Über Julius Bär
Julius Bär ist die führende Private-Banking-Gruppe der Schweiz, ausgerichtet auf die Betreuung und Beratung anspruchsvoller Privatkunden sowie eine erstklassige Marke im globalen Wealth Management. Per Ende 2013 betreute Julius Bär Kundenvermögen von CHF 348 Milliarden, einschliesslich verwalteter Vermögen von CHF 254 Milliarden. Die Bank Julius Bär & Co. AG, die renommierte Privatbank, deren Ursprünge bis ins Jahr 1890 zurückreichen, ist die wichtigste operative Gesellschaft der Julius Bär Gruppe AG, deren Aktien an der SIX Swiss Exchange (Ticker-Symbol: BAER) kotiert und Teil des Swiss Market Index (SMI) sind, der die 20 grössten und liquidesten Schweizer Aktien umfasst.
Gegenwärtig integriert Julius Bär Merrill Lynchs International-Wealth-Management-Geschäft ausserhalb der USA. Dadurch wird die Präsenz der Gruppe auf mehr als 25 Länder und über 50 Standorte ausgeweitet. Mit Hauptsitz in Zürich sind wir von Dubai, Frankfurt, Genf, Hongkong, London, Lugano, Monaco, Montevideo, Moskau, Singapur bis Tokio vertreten.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter www.juliusbaer.com
