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Stadler setzt positive Entwicklung fort: Deutlich mehr Umsatz, höhere EBIT-Marge Mittwoch, 26. August 2026 - 07:04

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Ad hoc-Mitteilung
gemäss Art. 53 KRBussnang, 26. August 2026Stadler setzt positive Entwicklung fort: Deutlich mehr Umsatz, höhere EBIT-Marge
Stadler konnte die positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2025 im abgeschlossenen ersten Halbjahr 2026 weiter bestätigen. Die Kennzahlen entwickeln sich sehr positiv. Der Umsatz stieg deutlich um 40 Prozent auf 2.0 Milliarden Franken – gegenüber 1.4 Milliarden Franken im ersten Halbjahr 2025. Die EBIT-Marge konnte von 2.6 Prozent im Halbjahr 2025 um 1.4 Prozentpunkte auf 4.0 Prozent gesteigert werden. Mit 2.7 Milliarden Franken war der Auftragseingang ebenfalls sehr hoch. Der Auftragsbestand erreicht den Höchststand von 33.3 Milliarden Franken. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der branchenüblich höheren Anzahl an Fahrzeugauslieferungen in der zweiten Jahreshälfte bestätigt Stadler den Ausblick. Stadler erwartet für das Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von deutlich über 5 Milliarden Franken und eine EBIT-Marge von über 5 Prozent.

Die Nachfrage nach Schienenfahrzeugen und Dienstleistungen von Stadler war im ersten Halbjahr unverändert hoch. Der Auftragseingang beträgt in den ersten sechs Monaten CHF 2.7 Milliarden (Vorjahr: CHF 1.7 Mia.). Der Auftragsbestand wuchs weiter an auf CHF 33.3 Milliarden.
 
40 Prozent mehr Umsatz in den ersten sechs Monaten 2026
Der Umsatz beläuft sich auf CHF 2.0 Milliarden und konnte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 40 Prozent gesteigert werden (H1 2025: CHF 1.4 Mia.). Hauptgrund dafür ist die Auslieferung zahlreicher Fahrzeuge im ersten Halbjahr 2026 und die hohe Produktionsleistung im Vorjahr. In den vergangenen Jahren hat Stadler aufgrund des anhaltend hohen Auftragseingangs gezielt in seine Werke investiert und die Produktionskapazitäten ausgebaut. Diese Investitionen zeigen jetzt zunehmend Wirkung.
 
Zwischen einem erfolgreichen Vertragsabschluss und bis zur Auslieferung der letzten Fahrzeuge liegen teils bis zu zehn Jahre Entwicklung und Produktion. Im Umsatz von Stadler erscheinen die Fahrzeuge jedoch erst, wenn sie erfolgreich an die Kunden ausgeliefert worden sind. Diese konservative Rechnungslegung unterscheidet Stadler in der Branche von der Konkurrenz. Belastet wurde der Umsatz hingegen durch den starken Schweizer Franken, der den konsolidierten Umsatz um CHF 30 Millionen schmälerte.
 
EBIT: Deutlich verbesserte Profitabilität
Die Profitabilität verbesserte sich ebenfalls deutlich. Der EBIT liegt bei CHF 79.5 Millionen und konnte damit um CHF 43 Millionen gesteigert werden (H1 2025: CHF 36.9 Mio.). Mit 4.0 Prozent ist auch die EBIT-Marge stark gestiegen (H1 2025: 2.6 Prozent). Das Konzernergebnis fällt mit CHF 31.2 Millionen ebenfalls höher aus als in der Vorjahresperiode (H1 2025: CHF 30.9 Millionen).
 
Der verglichen mit dem EBIT tiefere Anstieg des Konzernergebnisses ist im Wesentlichen auf den Wegfall eines einmaligen positiven Währungseffekts im Ergebnis der Vorperiode von rund CHF 20 Millionen zurückzuführen. Im ersten Halbjahr 2026 sind Währungseffekte aus der Bewertung von Bilanzpositionen negativ ausgefallen. Zudem haben sich die auftragsbezogenen Bankgarantiekosten sowie die Zins- und Steueraufwendungen gegenüber der Vergleichsperiode erhöht.
 
Umweltkatastrophe von Valencia wirkt weiterhin aus
Seit dem Börsengang 2019 wurde Stadler wiederholt von externen Ereignissen schwer getroffen. Schwerwiegend waren die Folgen der Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine. In Folge  des Kriegs musste Stadler das Werk in Minsk praktisch stilllegen. Noch immer wirkt sich die Umweltkatastrophe in Valencia vom Oktober 2024 negativ auf das Ergebnis aus. Stadler konnte mit einem umgehend umgesetzten Aufholprogramm die Lieferketten inzwischen weitgehend stabilisieren, Produktionsprozesse anpassen und neue Zulieferer gewinnen. Die im Zuge der massiven Überschwemmung entstandenen Folgen auf die Kosten und Rückstände bei der Auslieferung von Fahrzeugen werden jedoch bis ins Jahr 2027 spürbar bleiben.
 
Grossaufträge für S-Bahn und U-Bahn Berlin
Nebst den Folgen der Unwetterkatastrophe belastet das schwierige wirtschaftliche Umfeld in Deutschland das Konzernergebnis weiterhin stark. Stadler setzt seit Anfang 2025 am Standort Berlin ein Effizienzsteigerungsprogramm konsequent um. Die eingeleiteten Verbesserungsmassnahmen zeigen Wirkung, die operativen Zwischenziele konnten erreicht werden. So konnte Stadler die Abläufe im Werk effizienter gestalten und die Produktivität erhöhen.
 
Zusätzlich sorgt der Zuschlag für die S-Bahn Berlin im Juli 2026 für eine langfristige Auslastung des Stadler-Werks in Berlin-Pankow. Der Grossauftrag, den Stadler im Konsortium mit Siemens und der Deutschen Bahn umsetzt, umfasst für Stadler die Lieferung von 350 neuen vierteiligen S-Bahn-Zügen sowie die Wartung über 30 Jahre. Stadler baut die Züge in seinem Werk in Berlin. Sehr erfreulich ist zudem, dass die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ebenfalls im Juli 166 zusätzliche Wagen für das Grossprofilnetz der Berliner U-Bahn bestellt haben. Damit werden alle neuen S-Bahn- und U-Bahn-Fahrzeuge von Stadler gebaut. Aus Berlin für Berlin.
 
Markus Bernsteiner, Group CEO: «Die positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2025 hat sich im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt. Die Steigerungen bei der Produktionskapazität und der EBIT-Marge zeigen, dass die eingeleiteten Massnahmen greifen. Dank dem qualitativ starken Auftragsbestand und unserer technologischen Kompetenz sind wir überzeugt, dass wir diesen Kurs fortsetzen werden.»
 
Stadler liefert Schienenfahrzeuge in 50 Länder
Im ersten Halbjahr 2026 konnte Stadler erneut einige bedeutende Aufträge gewinnen. Dies zeigt, dass Stadler in einem wachsenden Markt hervorragend positioniert ist und bei den Kunden grosses Vertrauen als pünktlicher Lieferant von zuverlässigen Schienenfahrzeugen geniesst. 

  • Ende Mai unterzeichneten Stadler und die montenegrinische Bahngesellschaft ŽPCG einen Vertrag über die Lieferung von drei FLIRT-Zügen. Damit liefert Stadler weltweit Züge in 50 Länder in Europa, Nordamerika, Asien, Ozeanien und Afrika. 
  • Zum ersten Mal baut Stadler Züge für Irland. Die Bahngesellschaften Iarnród Éireann und Translink bestellten Anfang Mai acht FLIRT-Intercity-Züge inklusive 15-jährigem Wartungsvertrag. Die Fahrzeuge werden ab 2030 auf der symbolträchtigen Strecke Dublin – Belfast verkehren, die Reisezeit verkürzen und den Komfort deutlich steigern. 
  • Gemeinsam mit Siemens liefert Stadler 226 vollautomatisierte S-Bahn-Züge für Kopenhagen. Das 3-Milliarden-Euro-Projekt schafft das weltweit grösste Bahnsystem mit fahrerlosem Betrieb und soll künftig bis zu zehn Millionen zusätzliche Fahrten pro Jahr ermöglichen. Stadler liefert die Wagenkästen und die Innenausstattung, übernimmt die Endmontage und stärkt seine Position in Nordeuropa. 
  • Stadler liefert 35 moderne EURO4001-Lokomotiven an die türkische TCDD Taşımacılık. Die Fahrzeuge kombinieren hohe Leistungsfähigkeit mit deutlich reduzierten Emissionen. Die Türkei wird immer mehr zu einer internationalen Logistikdrehscheibe für den Schienengüterverkehr zwischen Europa, Asien und dem Nahen Osten. 
  • Dank vielen gewonnenen Aufträgen ist der Auftragseingang im Segment «Service & Components» stark gestiegen. Dieser belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf insgesamt CHF 515.1 Millionen. Er liegt damit 95 Prozent über dem Vorjahreswert (H1 2025: CHF 263.8 Mio.). Der Auftragsbestand steigt im Service-Geschäft um 3 Prozent auf CHF 9.7 Milliarden (31.12.2025: CHF 9.3 Mia.). 
Investitionen schaffen Grundlage für profitables Wachstum
Der rekordhohe Auftragseingang der vergangenen Jahre führt zu einem markanten Anstieg von Produktionsleistung und Umsatz. Dies führt wie erwartet zu einer temporären Belastung des Free Cashflows, des Net Working Capitals und der Net Cash Position.
 
Der Free Cashflow ist im ersten Halbjahr 2026 mit CHF -54.4 Millionen leicht negativ ausgefallen (H1 2025: CHF -744.2 Mio.). Das Net Working Capital bleibt mit CHF -324.2 Millionen weiterhin negativ (31.12.2025: CHF -421.8 Mio.). Damit ist die Höhe der geleisteten Zahlungen durch die Kunden insgesamt höher als die aufgelaufenen Kosten für die Produktion der Aufträge in Abwicklung. Die Net Cash Position beträgt per 30. Juni 2026 CHF -424.0 Millionen (31.12.2025: CHF -275.5 Mio.). Der Free Cashflow und die Net Cash Position sind in der Regel durch den saisonalen Geschäftsverlauf geprägt, da Auslieferungen und die damit verbundenen Schlusszahlungen zu einem grossen Teil in der zweiten Jahreshälfte anfallen. Zudem wurde in der ersten Jahreshälfte die Dividende ausbezahlt.
 
Stadler bestätigt Ausblick: EBIT-Marge soll auf über 5 Prozent steigen
Aufgrund der starken Marktposition und der positiven Geschäftsentwicklung bestätigt Stadler seinen zum Jahresabschluss Mitte März 2026 kommunizierten Ausblick.
 
Für das Geschäftsjahr 2026 und die folgenden Jahre erwartet Stadler einen Umsatz von deutlich über CHF 5 Milliarden. Dank dem guten Auftragseingang und Auftragsbestand mit qualitativ hochwertigen Aufträgen, dem erhöhten Produktionsoutput und dem in Deutschland eingeleiteten Effizienzsteigerungsprogramm wird für 2026 eine EBIT-Marge von über 5 Prozent erwartet. Der Auftragseingang soll im Bereich des 1- bis 1.5-fachen Jahresumsatzes liegen. Dies bildet die Basis für eine nachhaltige Auslastung und weiteres Wachstum. Zudem rechnet Stadler 2026 mit gesamthaften Investitionen von rund CHF 250 Millionen.
 
Bei stabilen Lieferketten erwartet Stadler, die EBIT-Marge mittelfristig auf 6 bis 8 Prozent steigern zu können, bei einem konstanten Umsatz von über CHF 5 Milliarden. Die mittelfristige Guidance wird deshalb unverändert bestätigt.
 
Raphael Widmer, Group CFO, betont: «Dank unserem hohen Auftragsbestand, der steigenden Produktionsleistung und der konsequenten Umsetzung unserer Projekte sind wir gut aufgestellt, unsere Ziele für 2026 zu erreichen und den profitablen Wachstumskurs fortzusetzen.»
 
Die Kennzahlen zum 1. Halbjahr 2026 auf einen Blick:
  • Auftragseingang: CHF 2.7 Mrd. (H1 2025: CHF 1.7 Mrd.)
  • Auftragsbestand: CHF 33.3 Mrd. (31.12.2025: CHF 32.3 Mrd.)
  • Umsatz: CHF 2.0 Mrd. (H1 2025: CHF 1.4 Mia)
  • EBIT-Marge: 4.0 Prozent (H1 2025: 2.6 Prozent)
  • Konzernergebnis: CHF 31.2 Mio. (H1 2025: CHF 30.9 Mio.)
  • Ausblick für 2026 bestätigt: über 5 Prozent EBIT-Marge, deutlich über 5 Milliarden CHF Umsatz.


Telefonkonferenz per Webcast heute, 26. August 2026, um 10.00 Uhr
Markus Bernsteiner, Group CEO, und Raphael Widmer, Group CFO, werden die Geschäftsergebnisse des ersten Halbjahres heute um 10.00 Uhr an einer Telefonkonferenz präsentieren. Die Präsentation sowie den ausführlichen Halbjahresbericht finden Sie auf unserer Website unter Investor Relations.
  • Telefonkonferenz auf Deutsch oder Englisch (nur Ton per Telefon)
  • Link zum Webcast auf Deutsch oder Englisch (Präsentation wird übertragen)
  • Link zu den Kennzahlen Halbjahr 2026 im Excel-Format
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