Der europäische ETF-Markt verzeichnet ein starkes drittes Quartal – Anleger suchen nach Diversifizierung Analyse der monatlichen ETF-Mittelzuflüsse Daten per 30. September 2026
- Für den europäischen ETF-Markt zeichnet sich nach Mittelzuflüssen in Höhe von 127,4 Mrd. Euro im 3. Quartal (+12 % ggü. dem 2. Quartal) ein Rekordjahr ab.
- Aktien-ETFs verzeichneten Mittelzuflüsse von fast 100 Mrd. Euro, angeführt von ETFs auf All-Country- und klassische Industrieländer-Welt-Indizes (+29 Mrd. Euro sowie +25,5 Mrd. Euro).
- Gold-ETPs und -ETCs verzeichneten im 3. Quartal Netto-Neugeldzuflüsse von mehr als 10 Mrd. Euro. Dies übertrifft die besten Jahreszuflüsse aus 2022 in Höhe von 7,6 Mrd. Euro.
Zuflüsse in europäische UCITS-ETF in den ersten neun Monaten 
Quelle: Amundi/Bloomberg. Daten per Ende September 2026. Nur in Europa domizilierten ETFs. Mittelzuflüsse in UCITS-ETFs Die Zuflüsse im 3. Quartal lagen deutlich über denen des 3. Quartals 2025 (+89,1 Mrd. Euro) und über den 113,6 Mrd. Euro, die im 2. Quartal 2026 verzeichnet wurden. Das gesamte verwaltete Vermögen des europäischen ETF-Markts belief sich Ende September auf 3,2 Billionen Euro. Auf Aktien-ETFs entfielen mit fast 100 Mrd. Euro der Großteil der Allokationen. Mit einem Plus von 26,4 Mrd. Euro stießen Anleihe-ETFs vor dem Hintergrund einer höheren Zinsvolatilität ebenfalls auf großes Interesse. Das 3. Quartal war insgesamt vom Anlegerwunsch nach höherer Diversifikation geprägt: Gefragt waren weiterhin breit diversifizierte Engagements in Industrieländern. Gleichzeitig verlagerten ETF-Anleger ihre Investments jedoch in Richtung Europa. Außerdem investierten sie in Japan- und Schwellenländer-ETFs. Gold war eines der Themen des Quartals. Die Zuflüsse in Gold-ETCs und -ETPs beschleunigten sich im August und September stark, da Anleger auf den Ausverkauf am Anleihemarkt und steigende Renditen bei US-Staatsanleihen reagierten. Netto-Neuzuflüsse von mehr als 10 Mrd. Euro im 3. Quartal bringen Gold-ETCs und -ETPs auf Kurs zu einem Rekordjahr. Das bisherige Maximum für ein Gesamtjahr lag 2022 bei 7,6 Mrd. Euro. 

Quelle: Amundi. Flows zwischen 01. und 30.09.2026, Daten per 30.09.2026, in Mio. Euro, sofern nicht anders angegeben. Die vergangene Wertentwicklung ist kein Indikator für künftige Entwicklungen. Nur zur Illustration. Änderungen können ohne vorherige Ankündigung auftreten. Anleger suchen bei Aktien-ETFs nach mehr Diversifikation Aktien-ETFs zogen im 3. Quartal Neugelder in Höhe von 99.3 Mrd. Euro an und waren der wesentliche Motor im ETF-Markt. Das Anlegerverhalten war von der Suche nach Diversifizierung geprägt, wobei Engagements in All-Country- sowie in globale Industrieländer-Indizes mit 29 Mrd. Euro und 25,5 Mrd. Euro die dominierenden Anlagekategorien waren. Während ETFs auf US-Aktien mit 25,5 Mrd. Euro weiterhin starke Zuflüsse verzeichneten, gab es keine Regionen, denen auffällig hohe Mittel zuflossen. ETFs auf europäische Aktien verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 9,9 Mrd. Euro, nachdem diese Anlageklasse im schwachen 2. Quartal Abflüsse hinnehmen musste. Auch ETFs auf Schwellenländeraktien entwickelten sich weiterhin positiv, wobei sich die Zuflüsse von 5,6 Mrd. Euro im 2. Quartal auf knapp 6,8 Mrd. Euro erhöhten. Japan-ETFs zogen als Value-Markt im 3. Quartal stetige Zuflüsse in Höhe von 2,3 Mrd. Euro an. Auffallend war weiterhin das Interesse von ETF-Anlegern an der IT-Branche auf (+4,4 Mrd. Euro). Dieser Sektor war damit bei den Mittelzuflüssen auf Branchenniveau erneut führend. Gestützt wurde die Nachfrage durch eine positive Gewinnentwicklung und Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Auch die Sektoren Gesundheitswesen (1,7 Mrd. Euro), Rohstoffe (1,4 Mrd. Euro) und Industrie (1,1 Mrd. Euro) verzeichneten nennenswerte Zuflüsse, was den Trend zur Sektorrotation widerspiegelt. Anleihe-ETFs: Fokus auf kurze Laufzeiten bei US- und alle Laufzeiten bei Europa-Exposures
Die ETF-Mittelzuflüsse im Anleihebereich signalisieren, dass Anleger infolge der höheren Volatilität an den Märkten und der Perspektiven für die Leitzinsentwicklung vorsichtiger agieren. Staatsanleihe-ETFs standen weiterhin im Fokus und verzeichneten einen Nettomittelzufluss von 11,9 Mrd. Euro bei regional unterschiedlichen Schwerpunkten. In Europa bevorzugten Anleger Staatsanleihe-ETFs aller Laufzeiten (+2,4 Mrd. Euro), was auf eine Umschichtung hin zu Kernlaufzeiten hindeutet. In den USA hingegen blieben die Anleger defensiver und setzten auf ETFs mit kurzen (1,4 Mrd. Euro) und ultrakurzen (+1,7 Mrd. Euro) Laufzeiten. Bei ETFs auf Unternehmensanleihen zeigte sich ein ähnlich differenziertes Bild. So war bei ETFs auf Euro-High-Yield-Anleihen war eine Nachfrageabschwächung zu verzeichnen. Infolge des geringeren Interesses an risikoreicheren Anlagen ging die Nachfrage im 3. Quartal auf 564 Mio. Euro gegenüber 3,2 Mrd. Euro im 2. Quartal zurück. Auch bei Euro-Unternehmensanleihen war eine Abschwächung zu beobachten: Im letzten Quartal flossen 3,7 Mrd. Euro zu, verglichen mit 4,4 Mrd. Euro im Vorquartal. Dies deutet darauf hin, dass ETF-Anleger weiterhin auf Carry-Erträge setzen. Geldmarkt- und inflationsgebundene ETF-Strategien blieben das gesamte 3. Quartal hinüber relevant. Geldmarknahe ETFs zogen weiterhin Kapital an, wobei die Zuflüsse im 3. Quartal auf 4,1 Mrd. Euro stiegen – gegenüber rund 3 Mrd. Euro im 2. Quartal. Dies bestätigt die aktuelle Attraktivität von Engagements mit kurzer Laufzeit und hoher Liquidität. Auch inflationsgebundene Anleihen stießen erneut auf Interesse und verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 1,4 Mrd. Euro gegenüber 1 Mrd. Euro im Vorquartal. Rückläufige Nachfrage nach ESG-Anleihe-ETFs Die Mittelzuflüsse in ESG-ETFs blieben im Vergleich zum Vorquartal weitgehend stabil, auch wenn sich die Zusammensetzung der Nachfrage verändert. Bei Aktien blieben die ESG- und nicht-ESG-Allokationen relativ ausgewogen, ohne dass sich das Gesamtbild wesentlich verändert hätte. Die ESG-Aktienzuflüsse in Höhe von 16,5 Mrd. Euro im 3. Quartal entsprechen einem Anstieg von 19 % gegenüber dem Vorquartal. Die auffälligere Verschiebung ist im Anleihebereich zu beobachten, wo der Anteil von ESG- an den Gesamtkapitalzuflüssen weiter zurückgeht. Während ESG-Exposures einst rund 30 % der Allokationen bei Anleihe-ETFs ausmachten, ist dieser Anteil inzwischen auf etwa ein Viertel gesunken. Die Netto-Neuzuflüsse in ESG-Anleihe-ETFs summierte sich im 3. Quartal auf 5,5 Mrd. Euro, nach 7,4 Mrd. Euro im 2. Quartal. Zuflüsse in Gold-ETFs auf rekordhohem Niveau Da Anleger nach Diversifizierung suchten, entwickelte sich Gold im 3. Quartal zu einer wichtigen Anlage. Im August flossen rund 6 Mrd. Euro in Gold-ETPs und -ETCs, gefolgt von weiteren 3,5 Mrd. Euro im September. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass Anleger auf den Ausverkauf am Anleihemarkt, steigende Renditen für US-Staatsanleihen und eine ausgeprägtere Risikoaversion reagierten. Seit Jahresbeginn beliefen sich die Mittelzuflüsse in Gold- ETPs und -ETCs auf rund 10,4 Mrd. Euro und lagen damit bereits deutlich über dem bisherigen Jahresrekord aus dem Jahr 2022. Die Stärke dieser Zuflüsse spiegelt eine Kombination aus makroökonomischen und technischen Faktoren wider. Dazu zählen Bedenken hinsichtlich der Entwicklung der Leitzinsen, der Schulden- und Defizitentwicklung sowie der allgemeinen Marktvolatilität, die alle zum Anstieg der Nachfrage beigetragen haben. Ende Den ETF-Flow-Report für September 2026 mit zahlreichen Grafiken zur Entwicklung des ETF-Markts finden Sie anbei. Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden. DISCLAIMER Quelle: Bloomberg Finance LP - Amundi ETF | Die in diesem Dokument veröffentlichten Nettomittelkapitalflüsse basieren auf europäischen Primärmarktdaten, Stand 30.9.2026. Amundi ETF interne Datenbasis: Jeder ETF der Datenbasis wird von Amundi AM hinsichtlich seines Basiswerts klassifiziert. |
Dieses Dokument wurde ausschließlich für die Informationsbedürfnisse von Journalisten und Medienvertretern mit dem Ziel erstellt, diesen einen Überblick über den globalen und den europäischen ETF-Markt zu verschaffen. Amundi Asset Management ist nicht dafür verantwortlich, wie diese Informationen durch die Medien genutzt und verbreitet werden. Dieses Dokument richtet sich nicht an Gebietsansässige oder Staatsangehörige der Vereinigten Staaten von Amerika und „U.S. Persons" im Sinne der Definition der „Regulation S" der SEC kraft des „U.S. Securities Act von 1933". Die Definition von „US-Persons" kann unter amundi.com abgerufen werden. Vertraglich nicht verbindliche Werbeinformation. Dieses Dokument ist keine Anlageberatung, persönliche Anlageempfehlung, Aufforderung für ein Investmentangebot oder einen Kauf. Die Genauigkeit, Vollständigkeit oder Relevanz der Informationen, Prognosen und Analysen werden nicht garantiert. Sie basieren auf Quellen, die als zuverlässig angesehen werden und können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Sie sind unweigerlich nicht vollständig und stützen sich auf zu einem bestimmten Moment gültige Marktdaten, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern können. Stand der Information: Oktober 2026 – Daten per Ende September 2026. Das ETF-Geschäft von Amundi Asset Management wird unter der Marke Amundi ETF geführt. Amundi Asset Management, eine französische „Société par Actions Simplifiée" – SAS, mit einem Kapital von € 1'143'615'555, als Vermögensverwaltungsgesellschaft von der französischen Finanzmarktaufsicht unter der Nummer GP 04000036 zugelassen. Gesellschaftssitz: 90 boulevard Pasteur - 75015 Paris – Frankreich – 437 574 452 RCS Paris. Gestaltung: Art'6 - Foto: Getty. |