Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
Frei

Swissmem beendet Fusionsprojekt aufgrund mangelnder Unterstützung durch Swissmechanic-Regionalsektionen Dienstag, 27. Oktober 2026 - 08:22

26.10.2026

Am vergangenen Samstag hatte die Swissmechanic-Delegiertenversammlung mit Mehrheitsentscheid zwar einen positiven Grundsatzentscheid zum Fusionsprojekt gefällt. Zwei gewichtige Regionalsektionen sprachen sich aber dagegen aus, und GIM als regionaler Verband in der Romandie hat die Übernahme der verhandelten Statuten und Verträge abgelehnt. Damit sind die grundsätzliche Unterstützung aller Swissmechanic-Regionalsektionen und entsprechend die Aussicht auf den Verbleib genügender Swissmechanic-Mitglieder im neuen Verband als zentrale Erfolgsfaktoren leider nicht gegeben. So ist das gemeinsame Ziel eines einzigen national geeinten Verbands mit regionaler Präsenz nicht erreichbar. Das war für den Vorstand von Swissmem bereits im Vorfeld Voraussetzung für eine erfolgreiche Fusion. Die ausserordentliche Generalversammlung von Swissmem hat heute deshalb die angestrebte Fusion mit Swissmechanic abgelehnt. Swissmem bedauert, dass die Unterstützung für die Fusion offenbar in gewissen Sektionen nicht genügend gross war. Swissmem dankt den unterstützenden Kräften von Swissmechanic, insbesondere dem Präsidenten und dem Direktor, für ihr grosses Engagement und das aufgebaute Vertrauen. Dieses ist wichtig für die Weiterführung der erfolgreichen Zusammenarbeit im bereits fusionierten Berufsbildungsbereich. Swissmem wird sich weiterhin mit aller Kraft für seine über 1'500 Mitgliedfirmen und einen wettbewerbsfähigen Schweizer Industriestandort einsetzen.

Swissmem und Swissmechanic hatten im Frühjahr 2026 ein gemeinsames Fusionsprojekt gestartet. Ziel war es, einen gemeinsamen Verband für die Schweizer Tech-Industrie zu schaffen und damit das Dienstleistungsangebot für die Mitgliedfirmen weiter auszubauen, die politische Schlagkraft der Branche zu erhöhen und den Industriestandort Schweiz zu stärken.

Nun kommt die geplante Fusion wegen der lückenhaften Unterstützung beim Schwesterverband nicht zustande.

Martin Hirzel, Präsident von Swissmem: «Wir bedauern, dass mehrere Sektionen die Fusion nicht unterstützt haben. Ohne Aussicht auf den Übertritt eines grossen Teils der Swissmechanic-Firmen in den gemeinsamen Verband lässt sich die Fusion aber nicht stemmen. Insbesondere finanziell wäre die Aufrechterhaltung der hohen Qualität unserer Aktivitäten aufgrund des grossen Zuwachses von Kleinstfirmen von Swissmechanic gefährdet gewesen. Insofern ist der Entscheid unseres obersten Verbandsgremiums folgerichtig.»  

Swissmem Direktor Stefan Brupbacher sagt: «Swissmem wird sich weiterhin mit voller Kraft für seine Mitgliedfirmen und den Industriestandort Schweiz einsetzen. Die gemeinsame Arbeit mit Swissmechanic im Bildungsbereich werden wir natürlich mit vollem Engagement weiterführen.»  

Die beiden Verbände hatten ihre Aktivitäten in der nationalen beruflichen Grundbildung bereits Anfang 2026 unter dem Dach von Swissmem gebündelt.

«Die Herausforderungen für die Schweizer Tech-Industrie bleiben gross. Entscheidend ist deshalb, dass wir unsere Kräfte auf das konzentrieren, was unseren Unternehmen konkret hilft: gute Rahmenbedingungen, offene Märkte, genügend Fachkräfte und eine starke Berufsbildung. Dafür wird Swissmem weiterhin mit aller Konsequenz einstehen», kommentiert Martin Hirzel.

Weitere Auskünfte erteilen: 

Noé Blancpain, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Kommunikation & Public Affairs
Tel. +41 44 384 48 65 / Mobile +41 78 748 61 63
E-Mail n.blancpain@swissmem.ch

Philippe Cordonier, membre de la direction et responsable Suisse romande
Tel. +41 44 384 42 30 / Mobile +41 79 644 46 77
E-Mail p.cordonier@swissmem.ch