Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
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Axpo im ersten Halbjahr mit Ergebnisrückgang – schwieriges Marktumfeld führt zu Abbau von 300 Stellen in den nächsten 3 Jahren Montag, 16. Juni 2014 - 06:59

Die massive Einspeisung subventionierter Energien und die dadurch immer tieferen Grosshandelspreise für Strom wirken sich substantiell auf das Halbjahres-Ergebnis 2013/14 der Axpo aus: Sowohl bei der Gesamtleistung als auch beim Betriebsergebnis (EBIT) musste Axpo gegenüber Vorjahr einen erheblichen Rückgang verzeichnen. Die konsolidierte Gesamtleistung ging von 3 980 Mio. CHF auf 3 568 Mio. CHF zurück, das Betriebsergebnis (EBIT) sank gar von 720 Mio. CHF auf 545 Mio. CHF. Um angesichts des immer schwieriger werdenden Marktumfelds kapitalmarktfähig und rentabel zu bleiben, setzt Axpo auf eine zurückhaltende und sehr gezielte Investitionspolitik, die Erschliessung neuer Einnahmequellen, die Optimierung des Kerngeschäfts sowie umfassende Kostensenkungen. Davon betroffen ist auch die Zahl der Mitarbeitenden. Axpo rechnet damit, dass sie in den nächsten drei Geschäftsjahren in der Grössenordnung von rund 300 Stellen sinken wird.

Die Ergebnisse im abgelaufenen Geschäftshalbjahr (1. Oktober 2013 bis 31. März 2014) waren mehr noch als in der Vergangenheit durch das anforderungsreiche Marktumfeld mit weiter sinkenden Preisen und Marktverzerrungen infolge subventionierter Erzeugung beeinflusst. Die Abnahme beim Nettoumsatz aus Energiegeschäft und Netznutzung, der sich auf 3 213 Mio. CHF (-7,7% gegenüber der Vorjahresperiode) belief, resultierte vor allem aus tieferen Preisen und einem gesunkenen Absatzvolumen. Während der Gasabsatz im ersten Semester auf 7 128 Mio. kWh (+ 20,9 %) stieg, reduzierte sich der Stromabsatz um 5,6% auf 32 684 Mio. kWh. Insgesamt nahm der Energieabsatz im ersten Halbjahr 2013/14 um 653 Mio. kWh (- 1,6%) auf 39 991 Mio. kWh ab. Unter den gegebenen Marktbedingungen ist für das laufende Geschäftsjahr keine Verbesserung der Marge im Kraftwerksgeschäft zu erwarten. Notwendige Anpassungen der Werthaltigkeit ihrer Anlagen wird Axpo für den Jahresabschluss Ende September 2014 vornehmen.

Tiefere Preise für Kantonswerke kosten Axpo rund 100 Mio. CHF im Jahr

Die Belieferung der Kantonswerke zu Marktpreisen seit dem 1. Januar 2014 verursachte einen Ergebnisrückgang in Höhe von rund 25 Mio. CHF per Ende März 2014. Hochgerechnet auf ein ganzes Geschäftsjahr würde das rund 100 Mio. CHF ausmachen. Der finanzielle Energiehandel entwickelte sich erfreulich, blieb aber mit 117 Mio. CHF unter dem Ergebnis des Vorjahres, als 187 Mio. CHF erreicht wurden. Zudem fielen in der jetzigen Berichtsperiode ergebnisverbessernde Einmaleffekte aus dem Vorjahr von über 100 Mio. CHF weg, so dass das operative Ergebnis (EBIT) um 175 auf 545 Mio. CHF abnahm. Das Unternehmensergebnis sank ebenfalls, von 603 Mio. CHF auf 502 Mio. CHF.

Investitionen mit Rendite – Grossprojekte auf Kurs

Axpo investiert aufgrund der schwierigen Marktlage zurückhaltend und gezielt entweder in den Betrieb und die Sicherheit ihrer Anlagen oder dann in erneuerbare Energien in Deutschland und Frankreich. Insgesamt gingen die Netto-Investitionen von 412 Mio. CHF in der Vorjahresperiode auf nun 399 Mio. CHF zurück. Zu den wichtigsten Investitionen zählten im ersten Semester 2013/14 die Bauarbeiten für die autarke Notstromversorgung im Kernkraftwerk Beznau, die voraussichtlich im Frühling 2015 abgeschlossen sein werden, sowie die Grossprojekte Transadriatic Pipeline (TAP), Linthal 2015 und Global Tech I. Diese sind auf Kurs: Der Windpark in der deutschen Nordsee erreichte mit der Installation der ersten beiden Rotorsterne an zwei der insgesamt 80 Windkraftanlagen im März einen weiteren Meilenstein. Bis heute konnten insgesamt 24 Rotorsterne erfolgreich installiert werden. Auch der Bau des Pumpspeicherkraftwerks und der längsten Staumauer Europas in den Glarner Alpen kommt gut voran; Ende 2015 soll die erste von vier Maschinengruppen an das Netz gehen.

Stellenabbau aufgrund erhöhten Margendrucks

Angesichts des anhaltend schwierigen Marktumfelds und des stetig steigenden Drucks auf die Rentabilität muss Axpo flexibler und effizienter werden. Zudem werden diverse Grossprojekte in absehbarer Zeit fertiggestellt sein, Investitionen in Zukunft noch gezielter als bisher erfolgen und das Auftragsvolumen dürfte in der Folge zurückgehen. Diese Entwicklungen haben einen weiteren Stellenabbau im Konzern zur Folge: In den kommenden drei Jahren wird Axpo rund 300 Stellen abbauen. Wo und wann genau die Stellen abgebaut werden, ist Gegenstand laufender, sorgfältiger Abklärungen. Für die betroffenen Mitarbeitenden kommt ein Sozialplan zur Anwendung, der gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung ausgearbeitet wurde. In Bereichen mit Wachstumspotenzial sowie in neuen Geschäftsfeldern wird Axpo in nächster Zeit jedoch auch zusätzliche Stellen schaffen.

Andrew Walo, CEO Axpo Holding AG: „Axpo steht vor grossen Herausforderungen. Die Anpassungen bei der Unternehmensstrategie sowie speziell umfassende Kostensenkungen sind für Axpo unabdingbar, um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können. Das erste Halbjahr 2013/14 hat es deutlich aufgezeigt: Die starke Kapitalbasis und unsere Expertise von der Produktion über den Handel bis zur Steckdose sind zwar wichtige Voraussetzungen, reichen aber alleine nicht mehr aus. Wir sehen keinen Trend, dass die Strompreise sich erholen würden – deshalb müssen wir rechtzeitig Gegenmassnahmen treffen.“

Kennzahlen des Axpo Konzerns

(1. Oktober 2013 – 31. März 2014)

 2013/142012/13
Gesamtleistung in Mio. CHF

3 568

3 980

EBIT in Mio CHF

545

720

EBIT in Prozent der Gesamtleistung

15,3

18,1

Unternehmensergebnis in Mio. CHF

502

603

Operativer Cashflow in Mio. CHF

146

203

Nettoinvestitionen in Mio. CHF-399-412
Eigenkapital in Mio. CHF

8 960

8 559

Eigenkapitalquote in %

41,7

42,3

Mitarbeitende (Vollzeitstellen)

 4 460

4 447

Über das Ergebnis des Geschäftsjahres 2013/14 informiert Axpo anlässlich der Bilanzmedienkonferenz vom 19. Dezember 2014.

Weitere Auskünfte

Axpo Holding AG
Corporate Communications
Media Hotline 0800 44 11 00 (Schweiz)
+41 44 278 41 10 (International)

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Drop in earnings for Axpo in first half of 2013/14 – challenging market environment will lead to 300 job losses over next three years

The massive feed-in of subsidised energy and ever lower wholesale electricity prices resulting from this have had a substantial impact on the result of Axpo for the first half year of 2013/14: Axpo posted a significant decline both in revenues and operating income (EBIT) compared to the previous year, with consolidated revenues dropping from CHF 3,980 million to CHF 3,568 million and EBIT falling from CHF 720 million to CHF 545 million. Given the increasingly difficult market environment, in order to remain profitable and fit for the capital markets Axpo is pursuing a cautious and highly targeted investment policy and is aiming to tap into new sources of income, optimise its core business and make wide-ranging cost savings. This will also have an impact on headcount, which Axpo anticipates will fall by around 300 over the next three financial years.

More so than in the past, the results for the first half of the financial year (1 October 2013 to 31 March 2014) were affected by a challenging market environment dominated by persistently falling prices and market distortions caused by the subsidised generation of electricity. The contraction in net sales from energy sales and grid usage, which amounted to CHF 3,213 million (7.7% down on the previous year) was mainly attributable to lower prices and lower sales volumes. While gas sales in the first six months rose to 7,128 million kWh (+20.9%), electricity sales fell by 5.6% to 32,684 million kWh. In total, energy sales declined by 653 million kWh (-1.6%) to 39,991 million kWh in the first half of 2013/14. In the current market environment, Axpo does not expect the margins in the power plant business to improve in the current financial year. Axpo will make the necessary impairment adjustments to assets in the annual financial statements at the end of September 2014.

Lower prices for cantonal utilities cost Axpo around CHF 100 million a year

Since 1 January 2014, the cantonal utilities have been supplied with electricity at market prices, causing a fall in earnings of around CHF 25 million as at the end of March 2014. Projected across an entire financial year, this would result in a decline of around CHF 100 million. The financial energy trading business performed well, but with a profit of CHF 117 million was still below the previous year's figure of CHF 187 million. Furthermore, one-off effects of more than CHF 100 million from the previous year were no longer recognised in the current reporting period, meaning that the operating result (EBIT) was CHF 175 million lower at CHF 545 million. Net profit also declined, from CHF 603 million to CHF 502 million.

Investments with returns - major projects on track

Given the difficult market situation, Axpo is making cautious and targeted investments either in the operation and security of its plants or in renewable energies in Germany and France. In total, net investments fell from CHF 412 million in the prior-year period to CHF 399 million. The most important investments in the first half of 2013/14 included construction work for the emergency power supply for the Beznau nuclear power plant, which is expected to be completed in spring 2015, and the Transadriatic Pipeline (TAP), Linthal 2015 and Global Tech I major projects. These are on track: the installation of the first two rotor stars on two of the 80 wind turbines in March marked another milestone for the wind farm in Germany's North Sea. To date, a total of 24 rotor stars have been successfully installed. The construction of the pumped-storage power plant and Europe's longest dam wall in the Alps in the Canton of Glarus is progressing well; the first of four machine groups should be on line by the end of 2015.

Job losses due to increased margin pressure

In view of the persistently difficult market environment and the ever increasing pressures on profitability, Axpo must become more flexible and more efficient. In addition, various major projects will soon be completed, investments will be made on an even more targeted basis than previously and order volumes are likely to fall as a result. These developments will cause further job losses in the Group: over the next three years, Axpo will cut around 300 jobs. Careful investigations are currently underway to determine where and when exactly these jobs will be lost. A social compensation plan, developed jointly with the Employee Representation, will be put in place for the affected employees. However, over the coming years Axpo will create new jobs in areas where there is growth potential and in new business areas.

Andrew Walo, CEO of Axpo Holding AG: "Axpo is facing enormous challenges. Axpo had to make changes to its corporate strategy and in particular take wide-ranging cost-cutting measures in order to be successful going forward. The first half of 2013/14 clearly demonstrated this: While our solid capital base and expertise ranging from production to trading right through to the socket are key requirements, these are not enough on their own. We see no indication that electricity prices will recover – that is why we must take appropriate countermeasures in good time."

Key figures for the Axpo Group

(1 October 2013 – 31 March 2014)

 2013/142012/13
Revenues in CHF million

3 568

3 980

EBIT in CHF million

545

720

EBIT as % of revenues

15,3

18,1

Net profit in CHF million

502

603

Operating cash flow in CHF million

146

203

Net investments in CHF million-399-412
Equity in CHF million

8 960

8 559

Equity ratio (in %)

41,7

42,3

Number of employees (full-time
equivalents)

 4 460

4 447

Axpo will announce its results for the 2013/14 financial year at the financial media conference on 19 December 2014.

More Information

Axpo Holding AG | Corporate Communications
Media Hotline 0800 44 11 00 (Switzerland)
+41 44 278 41 10 (International)

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