zRating AG: Nationale Suisse / Helvetia – Der Schein des Gleichgewichts im Aktionariat Mittwoch, 09. Juli 2014 - 08:41
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Helvetia will die kleinere Nationale Suisse übernehmen. Der Verwaltungsrat der Nationale Suisse hat das Übernahmeangebot im Wert von CHF 80 pro Aktie einstimmig angenommen. Gemäss unserer Einschätzung ist das Angebot absolut angemessen. Dennoch bleiben für die Aktionäre ein paar wesentliche Fragen offen.
Die lange, hochgejubelte, aber heute verfluchte Aktionärsstruktur mit Kernaktionären bei der Nationale bildet den Grund für die Flucht in den angekündigten Schulterschluss. Wie kam es dazu? In den vergangenen Jahren wurden immer wieder massive Veränderungen im Aktionariat registriert. Es herrschte ein reges Kommen und Gehen. Diese sogenannten Kernaktionäre wurden mittels Vinkulierung in der eigenen Stimmkraft gemessen am Kapitaleinsatz eingeschränkt und bevormundet. Auch platzierte die Nationale Suisse etliche Aktienpakete selber bei den ihr genehmen Partnern. So wurde zusätzlich Öl ins Feuer gegossen. Das Ergebnis spitzte sich zu. Ein Aktionariat mit starken, aber konkurrierenden Parteien war die Folge. Dies konnte nicht nachhaltig sein. Die Interessenskonflikte unter den Aktionären war aber stets ein schwelendes Problem. Börsenkotierte Firmen sollten sich nicht ihre Aktionäre aussuchen, sondern die Aktionäre suchen sich ihre Anlagen, sprich Unternehmen selber aus.
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