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St.Galler Kantonalbank: Übernahme Vadian Bank AG - Halbjahresabschluss 2014 im Rahmen der Erwartungen Dienstag, 12. August 2014 - 06:45

St. Gallen, 12. August 2014

Die St.Galler Kantonalbank (SGKB) kauft von der Ortsbürgergemeinde St. Gallen die Vadian Bank AG. Die SGKB übernimmt alle 26 Mitarbeitenden sowie 100% der Aktien. Die Bank und deren Kundenbeziehungen werden im Verlauf der nächsten zwölf Monate vollständig in die SGKB integriert. Die Geschäftsentwicklung der SGKB verlief im ersten Semester 2014 insgesamt im Rahmen der Erwartungen; die Kundenvolumen verzeichneten erfreuliche Zuwächse. Der Reingewinn per 30. Juni 2014 betrug rund 73 Mio. Franken (+13%) und widerspiegelt die solide Finanzlage der Bank.

Die St.Galler Kantonalbank kauft von der Ortsbürgergemeinde St. Gallen die Vadian Bank AG. Die Vadian Bank AG ist eine traditionsreiche, gut geführte und erfolgreiche Bank mit Sitz in St. Gallen. Sie beschäftigt derzeit 26 Mitarbeitende (21 Vollzeitstellen) und verwaltet Kundenvermögen von rund 700 Mio. Franken sowie ein Kreditportfolio von rund 400 Mio. Franken. Der Ortsbürgerrat hat sich entschieden, frühzeitig aus einer Position der Stärke eine für die Kunden und Mitarbeitenden sichere sowie langfristige Lösung für die Zukunft zu suchen. Der Präsident des Bürgerrats, Arno Noger, hält fest: "Wir sind glücklich, mit der St.Galler Kantonalbank die optimale Lösung gefunden zu haben. Sie stellt für die Kunden und Mitarbeitenden der Vadian Bank eine starke, verlässliche Partnerin dar, die sich nachhaltig für deren Wohlergehen und für die volkswirtschaftliche Prosperität unserer Region einsetzt.“ Die Vadian Bank passt optimal zur SGKB. Roland Ledergerber, Präsident der Geschäftsleitung: „Für die St.Galler Kantonalbank fügt sich der Kauf konsequent in die im letzten Jahr eingeleitete strategische Fokussierung auf den Heimmarkt Ostschweiz ein. Gleichzeitig unterstreichen wir damit unsere führende Rolle in der Region.“ Die Vadian Bank wird innerhalb der nächsten zwölf Monate vollständig in die St.Galler Kantonalbank integriert. Alle Mitarbeitenden und sämtliche Kundenbeziehungen werden von der SGKB übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Strategieanpassung erfolgreich vorangetrieben

Ein Jahr nach Bekanntgabe der strategischen Neuausrichtung hat die St.Galler Kantonalbank (SGKB) die damit verbundenen Strukturanpassungen abgeschlossen. Sie hat sich weitgehend aus dem grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäft zurückgezogen und konzentriert sich künftig auf den Heimmarkt in der Ostschweiz sowie ergänzend dazu auf die übrige Deutschschweiz und Deutschland. Sehr gute Fortschritte machte auch die Durchsetzung der konsequenten Steuertransparenz bei Auslandsvermögen, welche bis Ende 2015 abgeschlossen sein wird. Der damit zusammenhängende Abfluss von Kundenvermögen war tiefer als erwartet, was das grosse Vertrauen in die St.Galler Kantonalbank und ihr überzeugendes Leistungsangebot widerspiegelt. Die strategischen Weichenstellungen – Fokussierung auf Heimmarkt und Steuertransparenz der Auslandsvermögen – hatten erwartungsgemäss einen starken Einfluss auf die finanzielle Berichterstattung, weshalb diese nicht direkt mit dem Vorjahr vergleichbar ist. Aufgrund des Wegfalls der ehemaligen Tochtergesellschaften verzeichnete die SGKB einen Abfluss von insgesamt 4 Mia. Franken Geschäftsvolumen sowie einen Minderertrag von 17 Mio. Franken.

Halbjahresabschluss 2014: Solider Zuwachs bei den Kundenvolumen

Die Kundenausleihungen verzeichneten im ersten Halbjahr 2014 ein solides Wachstum von 172.7 Mio. Franken (+0.7%) auf 23.2 Mia. Franken, wobei das Hypothekargeschäft beim selbstbewohnten Wohneigentum eine Abflachung erfuhr. Demgegenüber präsentiert sich die Risikosituation unverändert gut, was sich im tiefen Niveau der Kreditrückstellungen zeigt.

Der Zuwachs bei den Verwalteten Vermögen liegt klar über den Erwartungen. Die Verwalteten Vermögen erhöhten sich aufgrund von Akquisitionserfolgen und positiver Entwicklung an den Börsen um 0.4% auf 36.2 Mia. Franken. Der Netto-Neugeldzufluss belief sich auf 0.6 Mia. Franken. Das Zinsengeschäft entwickelte sich aufgrund des soliden Ausleihungsgeschäfts im Rahmen der Erwartungen. Das weiterhin tiefe Zinsniveau, wobei vor allem die Zinssätze mit längerer Laufzeit erneut deutlich sanken, spiegelt sich im Zinsergebnis (147.8 Mio. Franken, -3.4%).

Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (58.1 Mio. Franken, -19.3%) lag auch bei Berücksichtigung der Restrukturierungseffekte unter unseren Erwartungen. Grund dafür war die gegenüber dem relativ starken 1. Semester 2013 zurückhaltende Investitionstätigkeit der Anleger. Dennoch trugen die im letzten Jahr lancierten neuen, innovativen Dienstleistungspakete fürs Anlagegeschäft massgeblich dazu bei, dass sich die Quote der Kunden mit Vermögensverwaltungsmandaten deutlich erhöhte. Dabei profitierten die Kundinnen und Kunden von der sehr guten Performance, welche auch bei den bankeigenen Fonds erzielt werden konnte.

Der Geschäftsaufwand betrug im ersten Semester 126.6 Mio. Franken (-8.3%). Darin machten sich die positiven Effekte der Strategieanpassung sowie die hohe Kostendisziplin der Bank bemerkbar. Die tiefen Wertberichtigungen und Rückstellungen widerspiegeln die ausgezeichnete Qualität des Kreditportefeuilles. In der Summe resultierten ein Betriebsergebnis von 90.5 Mio. Franken (+0.8%) und ein Reingewinn von 73.2 Mio. Franken (+12.8%).

US-Programm: Planmässiger Fortschritt

Wie Ende 2013 bekanntgegeben, beteiligt sich die St.Galler Kantonalbank am US-Programm zur Bereinigung des Steuerstreits der Schweizer Banken mit den Vereinigten Staaten. Die Einstufung in der Kategorie 2 erfolgte aus Gründen der Vorsicht und der Rechtssicherheit sowie mit dem Ziel, eine rasche, definitive Regelung zu erreichen. Die Arbeiten verlaufen planmässig und die vorgegebenen Fristen können eingehalten werden. Die SGKB geht davon aus, dass die Verhandlungen mit den US-Behörden im zweiten Halbjahr 2014 stattfinden und per Jahresende abgeschlossen werden können.

CEO Roland Ledergerber
zum Kauf der Vadian Bank
zum Semesterergebnis 2014
zum Ausblick 2014

Ausblick 2014

Das Jahr 2014 bleibt für die St.Galler Kantonalbank weiter im Zeichen der Konzentration auf ihre Kernmärkte und der gleichzeitigen Durchsetzung der Steuertransparenz bei ausländischen Kunden. Die St.Galler Kantonalbank hält an ihrer Prognose fest, wonach sie 2014 mit einem Reingewinn im Rahmen des Geschäftsjahres 2012 und somit deutlich über dem Vorjahr rechnet.

Kennzahlen SGKB Gruppe
(in CHF Mio.)
       30.06.2014      31.12.2013  Veränderung
Bilanzsumme27'89927'852+0.2 %
Kundenausleihungen23'21523'042+0.7 %
Verwaltete Vermögen36'19736'066+0.4 %
Eigenkapital1'9551'962-0.4 %

Mitarbeiter
(teilzeitbereinigt, Lehrstellen zu 50%)

1'0491'133-7.4 %


(in CHF Mio.)


30.06.2014

30.06.2013

Veränderung
Bruttogewinn97.8110.3-11.3 %
Betriebsergebnis90.589.8+0.8 %
Konzerngewinn73.2

64.9

+12.8 %