Bank Linth mit Gewinnsprung im ersten Halbjahr 2014 Dienstag, 12. August 2014 - 07:01
Uznach, 12. August 2014 – Die Bank Linth LLB AG verzeichnete mit einem Gewinn von 11.5 Mio. Franken (+30.4 Prozent) das beste Halbjahresergebnis seit fünf Jahren. Der Geschäftsertrag konnte gegenüber der Vorjahresperiode erhöht werden (+6.6 Prozent). Gleichzeitig nahmen die Aufwände weiter ab (-5.5 Prozent). Das Netto-Neugeld (Net New Money) beträgt 55.0 Mio. Franken und die Ausleihungen wurden um 73.1 Mio. Franken gesteigert.
«Das erste Halbjahr 2014 fällt für uns sehr erfreulich aus», kommentiert David Sarasin, Vorsitzender der Geschäftsleitung, das Ergebnis. Ein Grund dafür ist die erfolgreiche Umsetzung der Massnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung. «Aber nicht nur geringere Kosten haben zu diesem besseren Ergebnis geführt, sondern auch deutlich höhere Erträge», erklärt Sarasin.
So konnte der Geschäftsaufwand um 5.5 Prozent gesenkt und der Geschäftsertrag um 6.6 Prozent erhöht werden. Eine markante Zunahme verzeichnete der Zinserfolg (+5.0 Prozent), unter anderem durch das erneute Wachstum bei den Hypothekarforderungen. Die weitere Stärkung des Anlagegeschäfts führte zu einer Zunahme im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft von über 7 Prozent. «Hier zeigt sich, dass unsere Kundinnen und Kunden das Leistungsangebot der Bank Linth im Anlagegeschäft im Verbund mit der Liechtensteinischen Landesbank positiv wahrnehmen und auch aktiv nutzen», erläutert Luc Schuurmans, Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für das Anlagegeschäft der Bank Linth.
Die Kombination von Wachstum bei Ausleihungen und Kundengeldern sowie gesteigerten Erträgen bei tieferen Aufwänden führt zum höchsten Halbjahres-Bruttogewinn seit 2009 und insgesamt einem der erfolgreichsten Erstsemester in der 165-jährigen Geschichte der Bank Linth.
Im letzten Frühling hatte die Geschäftsleitung der Bank Linth ihre strategischen Zielsetzungen erläutert: eine bessere Kosteneffizienz, weiteres Wachstum im Anlagegeschäft, der zielgerichtete Ausbau des Dienstleistungsangebots sowie eine optimierte Vertriebsorganisation. «Der vorliegende Halbjahresabschluss zeigt, dass wir weiterhin gut auf Kurs sind, um die Bank Linth als regional orientierte Finanzdienstleisterin erfolgreich im Markt zu positionieren», bekräftigt Sarasin.
Details zur Bilanz
Die Kundenausleihungen konnten um CHF 73.1 Mio. bzw. 1.5 Prozent auf CHF 5'043.2 Mio. gesteigert werden. Das Wachstum bei den Hypothekarforderungen mit einem Plus von CHF 135.2 Mio. bzw. 2.9 Prozent liegt leicht über demjenigen des Vorjahressemesters von 2.2 Prozent. Dies ist auf eine erfolgreiche Akquisitionsleistung zurückzuführen, wobei die Bank Linth an den hohen Ansprüchen an die Kreditfähigkeit der Kunden konsequent festhielt. Dies spiegelt sich in historisch tiefen Zinsausständen sowie einer Nettoauflösung von Wertberichtigungen für Kreditrisiken wider.
Die Kundengelder wuchsen gegenüber Ende 2013 um CHF 184.0 Mio. bzw. 4.9 Prozent auf CHF 3'938.4 Mio. Einen Rückgang verzeichnen einmal mehr die Kassenobligationen. Aufgrund der anhaltenden Tiefzinsphase nahm der Bestand netto um 8.1 Prozent auf CHF 129.3 Mio. ab. Das Netto-Neugeld (Net New Money) beträgt im ersten Halbjahr CHF 55.0 Mio.
Die bankengesetzlich anerkannten Eigenmittel haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2013 um 2.0 Prozent erhöht und betragen CHF 414.0 Mio., womit die Bank Linth über eine solide Eigenmittelausstattung verfügt.
Details zur Erfolgsrechnung
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft nahm im ersten Semester 2014 gegenüber dem Vorjahressemester um CHF 1.5 Mio. bzw. 5.0 Prozent zu. Dies ist auf ein erfreuliches Ausleihungswachstum zurückzuführen. Gleichzeitig war das Ergebnis belastet von höheren Zinsabsicherungskosten als Folge des tiefen Zinsniveaus sowie dem anhaltenden Margendruck. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft macht unverändert über 70 Prozent des Geschäftsertrages aus.
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte um 7.3 Prozent auf CHF 8.8 Mio. erhöht werden. Der Anteil am Bruttoertrag beträgt 20 Prozent.
Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg auf CHF 2.3 Mio., was CHF 0.8 Mio über dem Ergebnis des Vorjahressemesters liegt. Der Handelserfolg resultiert fast ausschliesslich aus dem Devisengeschäft mit Kunden. Der gesamte Geschäftsertrag liegt mit CHF 43.6 Mio. um CHF 2.7 Mio. oder 6.6 Prozent über demjenigen der Vorjahresperiode.
Der Geschäftsaufwand wurde in den ersten sechs Monaten 2014 gegenüber der Vorjahresperiode nochmals um 5.5 Prozent auf CHF 27.6 Mio. reduziert. Beim Personalaufwand und beim Sachaufwand betragen die Einsparungen je CHF 0.8 Mio. Diese Einsparungen sind Ausdruck der anhaltenden und konsequenten Umsetzung des Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramms.
Als Folge des gesteigerten Geschäftsertrags und des tieferen Geschäftsaufwandes konnte der Bruttogewinn im ersten Semester 2014 gegenüber dem Vorjahr um CHF 4.3 Mio. bzw. 36.5 Prozent auf CHF 16.1 Mio. markant erhöht werden.
Bei der Position Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste ergibt sich für das erste Semester 2014 eine Nettoauflösung von CHF 1.7 Mio. Neben den tiefen Marktzinsen ist diese erfreuliche Situation insbesondere dem Grundsatz des qualitativen Wachstums zu verdanken.
Das Zwischenergebnis liegt mit CHF 16.0 Mio. um 52.9 Prozent über demjenigen des Vorjahres. Mit einem ausgewiesenen Halbjahresgewinn von CHF 11.5 Mio. wurde das Vorjahresergebnis um CHF 2.7 Mio. oder 30.4 Prozent deutlich übertroffen.
Ausblick
Die bisherigen Anstrengungen zur weiteren Steigerung des Geschäftsertrags und zur Reduktion des Geschäftsaufwands werden auch im zweiten Semester 2014 konsequent weitergeführt. Ein freundliches Börsen- und stabiles Marktumfeld sowie das Ausbleiben unerwarteter Ereignisse vorausgesetzt, rechnet die Bank Linth für das zweite Semester 2014 mit einem weiterhin guten Geschäftsgang und einem Gewinnausweis für das Geschäftsjahr 2014 über demjenigen des Vorjahres.
