Raiffeisen mit solidem Wachstum: Schweizerische Nationalbank erklärt Raiffeisen als systemrelevant Mittwoch, 13. August 2014 - 06:09
Raiffeisen Zwischenabschluss per 30. Juni 2014
13.08.14
St. Gallen/Zürich, 13. August 2014. Das Wachstum der Raiffeisen Gruppe blieb auch im ersten Halbjahr 2014 konstant. Mit einem Betriebsertrag von knapp 1,4 Milliarden Franken wurde das Vorjahresergebnis um 1,3 Prozent übertroffen. Der Bruttogewinn von 533 Millionen und der Gruppengewinn von 363 Millionen Franken entsprechen dem sehr guten Vorjahresergebnis. Zugleich gibt Raiffeisen bekannt, dass sie von der Schweizerischen Nationalbank als systemrelevant eingestuft wurde.
Der Betriebsertrag konnte dank sehr guten Ergebnissen im Zinsen- und
Kommissionsgeschäft um 18 Millionen auf 1,4 Milliarden Franken
gesteigert werden. Das Hypothekargeschäft wuchs um 2,4 Prozent auf
147,2 Milliarden und die verwalteten Vermögen um 2,8 Prozent auf
192,3 Milliarden Franken. Mit Ausnahme des Handelsgeschäfts, das
insbesondere aufgrund schwieriger Marktbedingungen Mindererträge
verzeichnete, legten alle Ertragspositionen zu. Der Geschäftsaufwand
erhöhte sich um 20 Millionen auf 867 Millionen Franken.
Solides Kerngeschäft
Das Hypothekargeschäft wuchs mit 3,5 Milliarden oder 2,4 Prozent auf
147,2 Milliarden Franken etwas moderater als im Vorjahr. Die Risiken
im Kreditgeschäft bleiben tief, mit einem Bestand von 254 Millionen
Franken erreichten die Wertberichtigungen für Ausfallrisiken einen
neuen Tiefststand. Die Kundengelder erhöhten sich im ersten Semester
um 2,7 Milliarden oder 1,9 Pro-zent auf 140,7 Milliarden Franken.
Pierin Vincenz, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Raiffeisen
Gruppe: «Bei den verwalteten Vermögen verzeichnen wir eine
erfreuliche Steigerung von 2,8 Prozent, also 5,2 Milliarden Franken.
Dies ist einerseits ein Erfolg der Raiffeisenbanken, andererseits
entwickelten sich die Volumen der Tochtergesellschaften positiv.»
Eigenmittelanforderungen erfüllt
Im Januar erhöhte der Bundesrat per 30.06.2014 den antizyklischen
Kapitalpuffer bei Krediten auf Wohnliegenschaften im Inland von einem
Prozent auf zwei Prozent. Dank der bestehenden
Eigenmittel-Überdeckung erfüllt die Raiffeisen Gruppe die geltenden
FINMA-Ziele auch nach der Verschärfung der regulatorischen
Eigenmittelanforderungen.
Notenstein auf Wachstumskurs
Die Notenstein Privatbank AG steigerte die verwalteten Vermögen um
knapp 5 Prozent auf rund 20,8 Milliarden Franken. Der Betriebsertrag
erhöhte sich um 13 Prozent. Sowohl die Emission von strukturierten
Anlageprodukten als auch der neu aufgebaute Bereich Institutionelles
Asset Management trugen massgeblich dazu bei. Aufgrund
wachstumsbedingter Effekte nahm der Geschäftsaufwand erwartungsgemäss
zu. Der Bruttogewinn entspricht mit 6 Millionen Franken dem
Vorjahreswert.
Die SNB erklärt Raiffeisen als systemrelevant
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat die Systemrelevanz von
Raiffeisen als Finanzgruppe festgestellt. Gemäss SNB bietet
Raiffeisen Dienstleistungen an, die für die Schweizer Volkswirtschaft
unverzichtbar und kurzfristig nicht substituierbar sind. Bei ihrem
Entscheid war für die SNB Raiffeisens starke Marktstellung im
inländischen Einlagen- und Kreditgeschäft ausschlaggebend.
Die Systemrelevanz unterstreicht die starke Stellung von Raiffeisen
im Schweizer Bankenmarkt. Mit 305 selbständigen Raiffeisenbanken und
einer Bilanzsumme von 183 Milliarden Franken per 30. Juni 2014 zählt
die Gruppe zu den bedeutendsten Anbietern von Bankdienstleistungen in
der Schweiz. Aus diesem Grund besteht gemäss SNB ein
volkswirtschaftliches Interesse an der Weiterführung der
Dienstleistungen von Raiffeisen in den systemrelevanten Segmenten des
inländischen Einlagen- und Kreditgeschäfts. Die Systemrelevanz
beinhaltet besondere Anforderungen, deren Umsetzung in einem nächsten
Schritt gemeinsam mit der FINMA angegangen werden.
Solid in die Zukunft
Das im Kontext der Wachstumsstrategie mit Avaloq gegründete
Technologie- und Serviceunternehmen wird in den nächsten Monaten mit
rund 250 Mitarbeitenden die Entwicklung, die Implementierung und den
Betrieb der künftigen Retailbanking-Plattform von Raiffeisen
vorantreiben.
Die Raiffeisen Gruppe erwartet für die zweite Jahreshälfte eine
Fortsetzung der positiven Entwick-lung in ihrem Kerngeschäft. Die
Investitionen in den Bereichen Private Banking, Asset Management und
Firmenkundengeschäft sollten bis zum Jahresende zusätzliche Impulse
auf der Ertrags-seite liefern. Das Jahresergebnis aus dem operativen
Geschäft dürfte den Vorjahreswert übertreffen. Hinzu kommt im zweiten
Semester ein namhafter Gewinn von 44 Millionen Franken aus dem
Verkauf der Beteiligung an der Vontobel Holding AG.
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Raiffeisen: Drittgrösste Bankengruppe in der Schweiz
Die Raiffeisen Gruppe ist die führende Schweizer Retailbank. Die
dritte Kraft im Schweizer Bankenmarkt zählt 3,7 Millionen Kundinnen
und Kunden. Davon sind 1,8 Millionen Genossenschafter und somit
Mitbesitzer ihrer Raiffeisenbank. Die Raiffeisen Gruppe ist an 1'025
Orten in der ganzen Schweiz präsent. Die 305 rechtlich autonomen und
genossenschaftlich organisierten Raiffeisenbanken sind in der
Raiffeisen Schweiz Genossenschaft zusammengeschlossen. Diese hat die
strategische Führungsfunktion der gesamten Raiffeisen Gruppe inne.
Die Notenstein Privatbank AG ist eine Tochtergesellschaft der
Raiffeisen Schweiz Genossenschaft. Die Raiffeisen Gruppe verwaltete
per 30.06.2014 Kundenvermögen in der Höhe von 192 Milliarden Franken
und Kundenausleihungen von 155 Milliarden Franken. Der Marktanteil im
Hypothekargeschäft beträgt 16,5 Prozent, im Sparbereich 18,7 Prozent.
Die Bilanzsumme beläuft sich auf 183 Milliarden Franken.
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Link zur Präsentation (deutsch): www.raiffeisen.ch/medien
Kontakt:
Franz Würth, Mediensprecher
071 225 84 84, franz.wuerth@raiffeisen.ch
Telefonkonferenz für Medien
Dr. Pierin Vincenz, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Raiffeisen
Gruppe, wird um 10.00 Uhr im Rahmen einer Telefonkonferenz das
Halbjahresergebnis kommentieren und für Fragen der Medienvertreter
zur Verfügung stehen. Die Telefonkonferenz wird auf Hochdeutsch
gehalten.
(Bitte melden Sie sich zuvor per Mail an unter medien@raiffeisen.ch.)
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