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Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft: Naturkatastrophenbilanz 2014: Geringere Schäden durch Wetterextreme und Erdbeben Mittwoch, 07. Januar 2015 - 10:01

7. Januar 2015 | Rückversicherung

Pressemitteilung

Naturkatastrophenbilanz 2014: Geringere Schäden durch Wetterextreme und Erdbeben

Das Ausbleiben von sehr schweren Katastrophen und eine ruhige Hurrikansaison im Nordatlantik haben die Schäden aus Naturkatastrophen 2014 deutlich niedriger ausfallen lassen. Das teuerste Ereignis gemessen am Gesamtschaden war mit 7 Mrd. US$ der Zyklon Hudhud in Indien. Rund 7.700 Menschen kamen bei den Naturkatastrophen ums Leben.

„Dass die Naturkatastrophen im vergangenen Jahr weniger Menschenleben gekostet haben, ist – bei aller Tragik im Einzelfall – eine gute Nachricht. Und diese Entwicklung ist nicht nur zufällig. Vielerorts funktionierten Frühwarnsysteme besser. Behörden brachten Menschen bei heraufziehenden Wetterkatastrophen konsequent in Sicherheit, so vor Auftreffen des Zyklons Hudhud auf die Ostküste Indiens und des Taifuns Hagupit auf die Küste der Philippinen“, sagte Torsten Jeworrek, Mitglied des Vorstands von Munich Re. „Die in 2014 niedrigeren Schäden dürfen uns aber nicht in Sicherheit wiegen, denn insgesamt hat sich die Risikosituation nicht verändert. Es gibt keinen Anlass, für 2015 einen ähnlich gemäßigten Verlauf zu erwarten. Eine Vorhersage für ein einzelnes Jahr ist aber nicht möglich.“

Das Jahr im Überblick:

  • Die Gesamtschäden aus Naturkatastrophen betrugen 110 Mrd. US$ (Vorjahr 140 Mrd. US$), davon waren etwa 31 Mrd. US$ (39 Mrd. US$) versichert.
  • Die Schadenssummen lagen deutlich unter den inflationsbereinigten Durchschnittswerten der vorangegangenen 10 Jahre (Gesamtschäden: 190 Mrd. US$, versicherte Schäden: 58 Mrd. US$), aber auch unter den Durchschnittswerten der zurückliegenden 30 Jahre (130 Mrd. US$ / 33 Mrd. US$).
  • Die Zahl der Todesopfer war mit 7.700 deutlich geringer als 2013 (21.000) und lag auch erheblich unter den Durchschnittswerten der vergangenen 10 und 30 Jahre (97.000 und 56.000). Sie lag in einer Größenordnung wie zuletzt 1984. Die insofern schwerste Naturkatastrophe mit 665 Toten waren Überschwemmungen in Indien und Pakistan im September.
  • Insgesamt wurden 980 schadenrelevante Naturkatastrophen registriert, deutlich mehr als im Durchschnitt der vergangenen 10 und 30 Jahre (830 bzw. 640). Hierbei dürfte die verbesserte Dokumentation eine wichtige Rolle spielen, da insbesondere in schadenarmen Jahren kleine Ereignisse eine größere Aufmerksamkeit bekommen als in der Vergangenheit üblich.
  • Teuerste Naturkatastrophe des Jahres war der Zyklon Hudhud mit einem Gesamtschaden von 7 Mrd. US$. Die teuerste Naturkatastrophe für die Versicherungswirtschaft war ein Wintersturm mit starken Schneefällen in Japan, der versicherte Schäden von 3,1 Mrd. US$ verursachte.


Mehr als neun von zehn (92 %) der schadenrelevanten Naturkatastrophen entfielen auf Wetterereignisse. Auffällig war die deutlich unterdurchschnittliche Hurrikansaison im Nordatlantik, wo sich nur 8 starke und daher benannte Stürme bildeten; der langfristige Durchschnitt (1950-2013) liegt bei 11. Dagegen war die tropische Wirbelsturmsaison im Ostpazifik von weit überdurchschnittlich vielen Stürmen geprägt, die meist aber nicht auf Land trafen. Ein Sturm im Ostpazifik, Hurrikan Odile, zog der Halbinsel Baja California entlang Richtung Norden und verursachte in Mexiko und südlichen Staaten der USA einen Schaden von 2,5 Mrd. US$; 1,2 Mrd. US$ davon waren versichert. Im Nordwestpazifik trafen vergleichsweise viele Taifune auf die japanische Küste, der Schaden blieb aber wegen der dort hohen Bau- und Infrastrukturstandards gering.

„Die beobachteten Muster passen gut zu dem, was in einer entstehenden El-Niño-Phase erwartet werden kann. Diese Ausprägung der Klimaschaukel ENSO (El Niño Southern Oscillation) im Pazifik beeinflusst Wetterextreme auf der ganzen Welt“, sagte Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung von Munich Re. Im Nordatlantik lagen die Wassertemperaturen niedriger als im Durchschnitt. Zudem hemmten atmosphärische Bedingungen wie geringere Luftfeuchtigkeit und stärkere Scherwinde die Entstehung von tropischen Wirbelstürmen. Auch Ereignisse wie die heftigen Stürme und Starkniederschläge in Kalifornien im Dezember nach zuvor langer Dürre passen zum El-Niño-Muster.

Höppe weiter: „Die Wissenschaft geht überwiegend davon aus, dass eine leichte bis moderate El-Niño-Phase bis Mitte 2015 anhalten dürfte. Das könnte die Häufigkeit von Tornados in den USA erhöhen, nach unterdurchschnittlichem Anfall in 2014. Sofern, wie zurzeit von diversen Instituten vorhergesagt, die El-Niño-Phase zur Jahresmitte wieder ausklingt, wären im Atlantik in der Hauptphase der Tropensturm-Saison keine dämpfenden Effekte mehr durch die ENSO-Oszillation zu erwarten.“

Die teuerste Naturkatastrophe des Jahres, der Zyklon Hudhud, zeigte zugleich, wie sinnvoll Maßnahmen der Behörden zur Schadenbegrenzung wirken. Hudhud erreichte am 10. Oktober über dem Golf von Bengalen seine größte Stärke und war mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 190 km/h ein Sturm der Kategorie 4 von 5. Am 12. Oktober traf er bei der indischen Hafenstadt Visakhapatnam an Land, einem wichtigen Wirtschaftszentrum der Region Andhra Pradesh mit 2 Mio. Einwohnern. Teilweise fielen mehr als 120 Liter Regen pro Quadratmeter in 24 Stunden. Aufgrund der Warnungen des indischen Wetterdienstes hatten die Behörden etwa eine halbe Million Menschen evakuiert und in sichere Unterkünfte gebracht. Dadurch blieb die Zahl der Todesopfer für eine Katastrophe dieser Stärke mit 84 niedrig. Von den Gesamtschäden von etwa 7 Mrd. US$ waren etwa 530 Mio. US$ versichert - ein vergleichsweise kleiner Anteil, jedoch nimmt die Versicherungsdichte in Indien erfreulicherweise stetig zu.

Ähnlich verhielt es sich bei Taifun Hagupit, der am 6. Dezember die philippinische Insel Samar traf und dann Kurs auf die Hauptinseln mit der Hauptstadt Manila nahm. Bei Landfall war Hagupit ein Taifun der Stufe 3 mit Windgeschwindigkeiten von teilweise mehr als 175 km/h. Damit war der Sturm zwar schwächer als Supertaifun Haiyan ein Jahr zuvor, bei dem mehr als 6.000 Menschen gestorben waren, aber dennoch sehr zerstörerisch. Vor dem Auftreffen von Hagupit hatten die Behörden 165.000 Menschen entlang der Zugbahn evakuiert. 18 Menschen kamen ums Leben.

Einem Weckruf kam ein Erdbeben im Napa Valley in Kalifornien gleich, das sich am 24. August nahe der Stadt Napa ereignete. Napa liegt in einer hochgefährdeten 70 km breiten Zone mit mehreren Verwerfungen, die zum San-Andreas-Graben gehören. Dort verschiebt sich die Pazifische Platte im Westen gegen die Nordamerikanische Platte im Osten mit etwa 6 cm pro Jahr. Das Beben wies eine Magnitude von 6,0 auf, für diese Region keine außergewöhnliche Stärke. Dennoch wurden zahlreiche Gebäude erheblich beschädigt. Der gesamtwirtschaftliche Schaden betrug etwa 700 Mio. US$, davon waren 150 Mio. US$ versichert. Im bedeutenden Weinanbaugebiet dieser Region wurden in vielen Betrieben Maschinen zur Weinverarbeitung beschädigt und Lagerbestände zerstört. „Das Beben zeigt, dass die Region San Francisco auf weitere, auch größere Beben vorbereitet sein muss. Vorhersagen lassen sich diese allerdings nicht“, sagte Höppe.

Die größten Schäden in Nordamerika verursachte der ungewöhnlich kalte Winter. Wochenlanger strenger Frost in weiten Teilen der USA und Kanadas sowie starke Schneefälle mit Blizzards insbesondere an der Ostküste verursachten 2014 Schäden von 3,7 Mrd. US$, davon waren 2,3 Mrd. US$ versichert.

In Europa kam es im Sommer wie schon im Jahr zuvor wieder zu einem sehr teuren Hagelsturm. Auslöser war das Sturmtief Ela, das im Juni mit hohen Windgeschwindigkeiten und örtlich bis zu 10 cm großen Hagelkörnern über Frankreich, Belgien und den Westen Deutschlands hinwegzog. Der Gesamtschaden betrug 3,5 Mrd. US$ (2,5 Mrd. €), davon waren 2,8 Mrd. US$ (2 Mrd. €) versichert. In Deutschland verursachte dieser Hagelsturm Gesamtschäden von 1,2 Mrd. US$ (880 Mio. €) und versicherte Schäden von 890 Mio. US$ (650 Mio. €).

„Schadenrelevante durch Gewitter bedingte Unwetter, in der Fachsprache konvektive Ereignisse, nehmen in verschiedenen Regionen wie etwa den USA und in Mitteleuropa nachweislich zu. Hagelschläge können extreme Schäden verursachen. Daher haben Maßnahmen zur Verringerung der Schadenanfälligkeit beispielsweise von Gebäuden größte Bedeutung“, sagte Höppe.


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München, 07. Januar 2015

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Press release

Review of natural catastrophes in 2014: Lower losses from weather extremes and earthquakes

The absence of very severe catastrophes and a quiet hurricane season in the North Atlantic meant that losses from natural catastrophes in 2014 were much lower. At US$ 7bn, the most expensive event in terms of overall loss was Cyclone Hudhud in India. Around 7,700 people lost their lives in natural catastrophes.

“Though tragic in each individual case, the fact that fewer people were killed in natural catastrophes last year is good news. And this development is not a mere coincidence. In many places, early warning systems functioned better, and the authorities consistently brought people to safety in the face of approaching weather catastrophes, for example before Cyclone Hudhud struck India’s east coast and Typhoon Hagupit hit the coast of the Philippines,” said Munich Re Board member Torsten Jeworrek. “However, the lower losses in 2014 should not give us a false sense of security, because the risk situation overall has not changed. There is no reason to expect a similarly moderate course in 2015. It is, however, impossible to predict what will happen in any individual year.”

The year at a glance

  • Overall losses from natural catastrophes totalled US$ 110bn (previous year US$ 140bn), of which roughly US$ 31bn (previous year US$ 39bn) was insured.
  • The loss amounts were well below the inflation-adjusted average values of the past ten years (overall losses: US$ 190bn, insured losses: US$ 58bn), and also below the average values of the past 30 years (US$ 130bn/US$ 33bn).
  • At 7,700, the number of fatalities was much lower than in 2013 (21,000) and also well below the average figures of the past ten and 30 years (97,000 and 56,000 respectively). The figure was roughly on a par with that of 1984. The most severe natural catastrophe in these terms was the flooding in India and Pakistan in September, which caused 665 deaths.
  • In total, 980 loss-related natural catastrophes were registered, a much higher number than the average of the last ten and 30 years (830 and 640). Broader documentation is likely to play an important role in this context, since, particularly in years with low losses, small events receive greater attention than was usual in the past.
  • The costliest natural catastrophe of the year was Cyclone Hudhud, with an overall loss of US$ 7bn. The costliest natural catastrophe for the insurance industry was a winter storm with heavy snowfalls in Japan, which caused insured losses of US$ 3.1bn.


More than nine out of ten (92%) of the loss-related natural catastrophes were due to weather events. A striking feature was the unusually quiet hurricane season in the North Atlantic, where only eight strong – and thus named – storms formed; the long-term average (1950–2013) is around 11. In contrast, the tropical cyclone season in the eastern Pacific was characterised by an exceptionally large number of storms, most of which did not make landfall. One storm in the eastern Pacific, Hurricane Odile, moved across the Baja California peninsula in a northerly direction and caused a loss of US$ 2.5bn (of which US$ 1.2bn was insured) in Mexico and southern states in the USA. In the northwestern Pacific, a relatively large number of typhoons hit the Japanese coast, but losses there remained small thanks to the high building and infrastructure standards in place.

“The patterns observed are well in line with what can be expected in an emerging El Niño phase. This characteristic of the ENSO (El Niño Southern Oscillation) phenomenon in the Pacific influences weather extremes throughout the world,” explained Peter Höppe, Head of Geo Risks Research at Munich Re. Water temperatures in the North Atlantic were below average. Atmospheric conditions such as lower humidity and stronger wind shear also inhibited the development of tropical cyclones. Even events like the severe windstorms and heavy rainfall in California in December following a long drought fit in with the El Niño pattern.

Höppe added that most scientists expect a light to moderate El Niño phase to persist until mid-2015. “Following the below-average incidence in 2014, this could increase the frequency of tornadoes in the USA. If the El Niño phase does, in fact, end towards the middle of the year, there would be no cushioning affects from the ENSO oscillation in the main phase of the tropical storm season.”

The costliest natural catastrophe of the year, Cyclone Hudhud, also illustrated the practical effect of measures by the authorities to limit damage. Hudhud reached its maximum strength on 10 October over the Gulf of Bengal, and with wind speeds of over 190 km/h, was a Category 4 storm (of a maximum 5). On 12 October, it made landfall near the Indian port of Visakhapatnam, an important economic centre with a population of two million in the Andhra Pradesh region. In some places, more than 120 litres of rain per square metre fell within 24 hours. Thanks to warnings from the Indian weather service, the authorities evacuated around half a million people and brought them to secure accommodation. This kept the number of fatalities for a catastrophe of this strength at a low level (84). Of the overall losses of approximately US$ 7bn, roughly US$ 530m was insured – a comparatively small proportion, but insurance density in India is showing pleasing constant growth.

The situation was similar with Typhoon Hagupit, which hit the Philippine island of Samar on 6 December, then headed for the main islands and the capital Manila. On making landfall, Hagupit was a Category 3 typhoon, with wind speeds exceeding 175 km/h at times. The storm was thus weaker than Super Typhoon Haiyan, which killed over 6,000 people one year previously, but very destructive nonetheless. Before Hagupit struck, the authorities had evacuated 165.000 people in its track, with the result that the death toll was only 18.

On 24 August, an earthquake in the Napa Valley in California close to the town of Napa was like a wake-up call. Napa lies within a highly exposed, 70 km-wide zone that has several known faults forming part of the greater San Andreas fault system. Here the Pacific plate in the west is sliding past the North American plate in the east at the rate of roughly 6 cm per year. The earthquake had a magnitude of 6.0 and was therefore not extraordinarily strong for this region. Nevertheless, a large number of buildings were badly damaged. The economic loss amounted to US$ 700m, of which US$ 150m was insured. In many businesses in the important winegrowing area of this region, wine-processing machines were damaged and stocks destroyed. “The earthquake shows that the San Francisco region must prepare itself for bigger tremors too. However, these cannot be predicted,” said Höppe.

The greatest losses in North America over the past year stemmed from the unusually cold winter. Heavy frost lasting for weeks in many parts of the USA and Canada, along with heavy snowfalls and blizzards, particularly on the East Coast, caused losses of US$ 3.7bn in 2014 alone, of which US$ 2.3bn was insured.

The summer in Europe saw a very costly hailstorm, just as in the previous year. The trigger was the low pressure system Ela, which swept across France, Belgium and the western part of Germany in June, with high wind speeds and accompanied in places by hailstones up to 10 cm in diameter. The overall loss totalled US$ 3.5bn (€2.5bn), of which US$ 2.8bn (€2bn) was insured. In Germany, this hail storm caused losses of US$ 1.2bn (€880m) and insured losses of US$ 890m (€650m).

“Loss-related severe weather caused by thunderstorms, technically known as convective events, is demonstrably increasing in various regions like the USA and Central Europe. Hailfall can cause extreme losses. Measures to reduce loss susceptibility, for example that of buildings, are therefore of the utmost importance,” said Höppe.


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Munich, 7 January 2015


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